Sollte die Unzufriedenheit im Job jedoch zum dauerhaften Begleiter über mehrere Monate oder sogar Jahre werden, so gilt es zu handeln. Doch welche Indikatoren spiegeln eine dauerhafte Unzufriedenheit? Und was tun, wenn es dazu kommt?

5 typische Indikatoren für Unzufriedenheit im Job

Wie bereits erwähnt kann es sich oftmals um ein ausschließlich kurzzeitiges Tief der Stimmungslage in Bezug auf den Beruf oder vielleicht sogar im Privatleben handeln. Nicht selten kommt es daher vor, dass man sich einredet es sei vermeintlich nur eine Phase. Dem kann jedoch oftmals nicht so sein. Erfahren Sie daher im Nachfolgenden mehr über die 5 typischen Indikatoren für eine grundlegende Arbeitsunzufriedenheit

Indikator 1: anhaltendes Beschweren

Der erste und meist auffälligste Indikator ist das anhaltende Beschweren über die eigene Tätigkeit. Das Lamentieren fällt meist, noch bevor wir es selbst bemerken, unserem sozialen Umfeld auf. Überlegen Sie also erneut, bevor Sie Ihre Unzufriedenheit gegenüber anderen abstreiten und horchen Sie stattdessen noch einmal in sich hinein, was Sie konkret stört.

Wichtig: Hierbei ist es besonders wichtig zu erwähnen, dass in vielen Fällen die Möglichkeit besteht den Beschwerden aktiv entgegenzuwirken und eine Lösung zu finden. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und finden Sie gemeinsam einen Ausweg. Manchmal reicht dazu schon eine interne Versetzung.

Indikator 2: Langeweile

Ein weiterer Indikator ist eine permanent aufkommende Langeweile, die Sie nicht kompensieren können. Desinteresse an den eigenen Aufgaben und damit einhergehende Ermüdung sind erste Anzeichen dafür. Dies können im schlimmsten Fall sogar im sogenannten “Boreout” enden. Besonders bei längerfristigen Tätigkeiten kann eine eintönige Routine schnell Unzufriedenheit im Job nach sich ziehen.

Indikator 3:  Dauerstress

Das genaue Gegenteil zur Langenweile ist der Dauerstress und damit auch der dritte Indikator für Unzufriedenheit im Job. Fühlen Sie sich konstant überfordert und schaffen es schlichtweg nicht Ihr Arbeitspensum zu erfüllen, so sollten Sie auch hier auf sich und ihren Körper hören. Tuen Sie dies nicht, so kann es zu psychischen Folgen, wie einem Burnout, kommen.

Indikator 4: Desinteresse 

Ein gut bezahlter Job ist meist sehr verlockend. Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass es sich hierbei auch um die für Sie geeignete berufliche Position handelt. Spielen bei Ihnen also aktuell neben einem Desinteresse an Ihrer Tätigkeit auch Faktoren wie eine grundlegende Gleichgültigkeit gegenüber dem Unternehmen oder Ihrem Vorgesetzten eine Rolle, gilt es zu überlegen, ob das wirklich der richtige Platz für Sie ist. 

Indikator 5: keine Identifikation mit Unternehmenswerten

Auch eine mangelnde Identifikation mit den integrierten Unternehmenswerten innerhalb der vorherrschenden Unternehmenskultur kann ein Zeichen für Ihre Unzufriedenheit im Job sein. Denn wird von Ihnen erwartet, dass Sie Werte vertreten, mit denen Sie nicht konform sind, so erzeugt dies in den meisten Fällen automatisch eine ablehnende Haltung.

Auch hier bedeutet eine Unzufriedenheit nicht, dass keine Möglichkeit der Änderung besteht. Oftmals ist es sogar notwendig, dass Mitarbeiter an der Ausarbeitung der Unternehmenswerte teilnehmen. Erfahren Sie hier, wie Sie Unternehmenswerte gemeinsam richtig erarbeiten.

Unzufriedenheit im Job ist nicht zum Ausharren

Wie bereits erwähnt ist die Unzufriedenheit im Job in keinster Weise etwas das man ausharren sollte. Denn oftmals verschlimmert sich dieser Zustand, obwohl dies vermeidbar gewesen wäre. Zögern Sie also nicht das Gespräch mit Ihrem Chef zu suchen, eine Fortbildung für neue Herausforderungen zu beginnen oder im schlimmsten Fall endlich die notwendige Kündigung zu schreiben. Besonders wenn mehrere der oben genannten Indikatoren auf Sie zutreffen, gilt es hier ernsthafte Überlegungen anzustellen.