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Vollmachten

Egal ob Unfall, Krankheit, Reise oder Bank: Vollmachten müssen allen relevanten gesetzlichen Kriterien entsprechen, um im Fall des Falles auch wirklich gültig und wirksam zu sein. Verlassen Sie sich auf unsere Muster-Vollmachten aus Juristenhand!

Kategorieübersicht Vollmachten

Vollmachten für alle Fälle

Mit Hilfe einer wirksam erstellten Vollmacht, kann der Vollmachtgeber Dritte dazu berechtigen, Dinge zu erledigen, für die er selber keine Zeit oder Gelegenheit hat. Dabei sollten vom Vollmachtgeber jedoch einige Sachen berücksichtigt werden. Unwirksam erteilte Vollmachten können dazu führen, dass der Bevollmächtigte das Rechtsgeschäft nicht vornehmen kann. Wird dagegen eine zu weit gefasste Vollmacht oder diese einer zweifelhaften Person erteilt, dann besteht die Gefahr, dass der Vollmachtgeber im Rechtsverkehr auf eine Art und Weise vertreten wird, die er so gar nie haben wollte. Wichtig ist deshalb, dass eine Vollmacht immer nur einer Vertrauensperson erteilt wird.


Um überhaupt jemanden bevollmächtigen zu können, muss es sich um einen Bereich handeln, der der Vertretung zugänglich ist. Bei höchstpersönlichen Rechtsgeschäften ist eine Vertretung nicht möglich. Das ist zum Beispiel im Familien- und im Erbrecht der Fall. So kann sich der Vollmachtgeber nicht von seinem besten Freund vor dem Standesamt oder in der Kirche vertreten lassen um seiner zukünftigen Frau das Jawort zu geben. Ebenso darf niemand im Namen eines anderen dessen Testament verfassen.


Wichtig ist auch, dass sich der Vollmachtgeber über die Bedeutung der unterschiedlichen Vollmachten im Klaren ist. Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen einer Generalvollmacht, einer Vorsorgevollmacht, einer Patientenverfügung oder etwa einer Betreuungsverfügung. Die umfassendste Vollmacht ist die Generalvollmacht. Sie ermächtigt den Bevollmächtigten zu allen Handlungen für die eine Bevollmächtigung zulässig ist. Insbesondere bei der Generalvollmacht aber auch bei einer Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung sind deshalb die Bevollmächtigten sorgsam auszuwählen.


Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigt der Vollmachtgeber den Vollmachtnehmer in einer Notsituation alle oder bestimmte Angelegenheiten für ihn zu erledigen. Derjenige der die Vorsorgevollmacht erteilt, erklärt für den Fall, dass er später an einer die Geschäftsfähigkeit einschränkenden Krankheit leidet (etwa Demenz oder Alzheimer), wen er bevollmächtigt, um in seinem Namen zu handeln und wichtige Entscheidungen zu treffen.


Die Vorsorgevollmacht darf dabei nicht mit der Patientenverfügung verwechselt werden. In einer Patientenverfügung wird nicht geregelt, wer handeln soll, sondern was durch den Bevollmächtigten im Fall einer Erkrankung angeordnet werden soll. Die Vorsorgevollmacht bezieht sich auf medizinische Maßnahmen und meist wird darin auch geregelt, ob und in welchem Fall lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden sollen oder eben nicht.


In einer Betreuungsverfügung kann geregelt werden, wer zum Betreuer bestellt werden soll und wer nicht, wenn ein Fall eintritt in dem der zu betreuende nicht mehr selbst handlungsfähig ist. Insbesondere kann in einer Betreuungsverfügung auch geregelt werden, dass die Vollmacht nur wirksam werden soll, wenn dies erforderlich ist. Auch wo der Wohnsitz des zu Betreuenden sein soll, zum Beispiel ob im Altenheim oder zu Hause und Regelungen, die sowohl in einer Patientenverfügung getroffen werden, können darin festgehalten werden. Der Unterschied zu den anderen Vollmachten wie der Vorsorgevollmacht oder der Patientenverfügung ergibt sich daraus, dass die Betreuungsverfügung vom Gericht auch noch berücksichtigt wird, wenn der Vollmachtgeber bereits beim Verfassen der Betreuungsverfügung geschäftsunfähig war.


Grundsätzlich bedürfen Vollmachten keiner bestimmten Form. Sie können sogar mündlich erteilt werden. Allerdings ist es allein aufgrund der Beweisfunktion eines Schriftstücks ratsam eine Vollmacht immer schriftlich zu erteilen. Insbesondere um dem Vollmachtgeber seine getroffenen Entscheidungen vor Augen zu führen ist allein die Schriftform zu empfehlen. Wichtig ist, dass die Bevollmächtigten, der Umfang und auch die (zeitliche) Begrenzung der Vollmacht genau festgehalten werden und nicht für jede Angelegenheit eine Generalvollmacht erteilt wird. Damit kann der Vollmachtgeber etwaige Streitigkeiten über den Umfang der Vollmacht vorbeugen.


Von der grundsätzlichen Formfreiheit einer Vollmacht werden aber auch Ausnahmen gemacht. Diese wurden zum größten Teil von der Rechtsprechung entwickelt und sollen vor allem den Vollmachtgeber schützen.
Wird eine Vorsorgevollmacht erteilt, so ist keine besondere Form zu beachten. Die Patientenverfügung hingegen muss schriftlich verfasst werden. Wird sie nicht schriftlich verfasst, führt dies aber nicht automatisch zur Unwirksamkeit. Das Gericht hört in einem solchen Fall die nahen Angehörigen oder eine sonstige Vertrauensperson um die Wirksamkeit der Patientenverfügung zu ermitteln. Für die Betreuungsverfügung wiederum ist keine Form zwingend vorgeschrieben.

Ausgewählte Vorlagen stehen bei FORMBLITZ kostenlos zum Download zur Verfügung. Unter den Dokumenten "for free" sind auch Muster für Vollmachten und Verfügungen. Dazu gehören etwa eine kostenlose Betreuungsverfügung als PDF oder eine Gratis-Patientenvollmacht. Tauchen Sie mithilfe der rechtssicheren Dokumente tiefer in die Thematik ein und machen Sie so den ersten Schritt.


Eine Besonderheit der Vollmacht ist das Geschäft durch den Vertreter im Namen des Vollmachtgebers mit sich selbst. Dies nennt man ein sogenanntes Insichgeschäft im Sinne des § 181 BGB. Dies unterliegt dem Selbstkontrahierungsverbot und ist somit unwirksam. Allerdings kann der Vollmachtgeber den Bevollmächtigten in der Vollmacht von dem Selbstkontrahierungsverbot befreien. Eine derartige Vollmacht muss dann von einem Notar beurkundet werden.

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