Muster für Allgemeine Arbeitsverträge

Suchen Sie Vorlagen für Arbeitsverträge? Dann sollten Sie zunächst entscheiden, für welche Art von Beschäftigungsverhältnis das Muster gelten soll. Im Arbeitsrecht gibt es für viele Arten von Arbeitsverhältnissen besondere Bedingungen. So müssen beispielsweise Arbeitsverträge, die eine Probezeit enthalten sollen, Angaben über die Dauer der Probezeit vorweisen. Aus dem Gesetz ergibt sich dann, dass die Kündigung innerhalb dieser Periode mit einer verkürzten Frist erfolgen darf. Höchstens sechs Monate darf die Frist zur Prüfung des Mitarbeiters betragen. Denn bei jedem Anstellungsvertrag gilt, dass das Arbeitsverhältnis nach sechs Monaten dem Kündigungsschutzgesetz unterliegt. Sofern der Betrieb aufgrund der Anzahl der Arbeitnehmer generell dem Schutz dieser Vorschrift unterliegt. Wenn Sie Muster für Arbeitsverträge online herunterladen, finden Sie in der Regel die Optionen zur individuellen Gestaltung.

Muster-Arbeitsverträge nach den Vorgaben im Arbeitsrecht

Da es im Arbeitsrecht eine Vielzahl von Schutzvorschriften gibt, sollte man sich bei der Formulierung von Klauseln immer an die Vorgaben in den Muster Arbeitsverträgen halten. Das Nachweisgesetz verlangt vom Arbeitgeber ohnehin, dass die Grundlagen des Beschäftigungsverhältnisses in Schriftform festgehalten werden. Dazu zählen neben den Daten der Vertragsparteien, der Arbeitsort, die Arbeitszeit und die Dauer des Erholungsurlaubs. Auch eine möglichst genaue Beschreibung des Jobs sollte im Vertrag stehen, ebenso wie die Kündigungsfrist und die Höhe der Vergütung. Vergisst der Arbeitgeber die Niederschrift dieser gesetzlich vorgeschriebenen Punkte, dann kehrt sich zu seinen Lasten die Beweislast um. Egal, ob Sie die Ihre Vertragsvorlage als PDF oder Word kaufen – beachten Sie, dass die Arbeitnehmer in Ihrem Betrieb nicht willkürlich ungleich behandelt werden dürfen. Wenn ein Arbeitnehmer also mehr Urlaub erhalten soll, dann sollten die Bedingungen dafür arbeitsvertraglich definiert werden. So kann etwa die Erhöhung des Urlaubsanspruches an die Dauer des Arbeitsverhältnisses geknüpft werden.

Viele Arbeitsverhältnisse fallen unter den Geltungsbereich von Tarifverträgen. Diese können Anwendung finden ohne dass dies in den einzelnen Arbeitsverträgen ausdrücklich erwähnt wird. Sofern für das jeweilige Arbeitsverhältnis der Tarif einer Branche gilt oder gelten soll, sind Abweichungen davon nur zugunsten des Arbeitnehmers möglich. Denn im Arbeitsrecht gilt das Günstigkeitsprinzip. Als Arbeitgeber sollten Sie sich im Vorfeld genau über diese Frage informieren. Selbst Angestellte, die nicht in der Gewerkschaft sind, müssen Lohn nach Tarif erhalten, wenn eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung vorliegt. Das gilt auch für Arbeitsverträge im Bereich Minijob. Bei allgemeinen Tariferhöhungen oder auch bei der Erhöhung des Mindestlohns sollte ein besonderes Auge auf geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer geworfen werden. Denn durch die Erhöhung der Vergütung kann sich der Status des Beschäftigungsverhältnisses schnell ändern. Wird die Einkommensgrenze von 450 Euro überschritten, wäre eine Anpassung bzw. Änderung des Arbeitsvertrages erforderlich.