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Das Vorstellungsgespräch vorbereiten

Herzlichen Glückwunsch. Mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch haben Sie die entscheidende Endrunde beim Bewerbungswettlauf erreicht! Nach der ersten Freude kam das Lampenfieber? Panik, auf der Zielgeraden noch Fehler zu machen? Keine Angst, mit ein paar guten Tipps und Tricks bekommen Sie jedes Bewerbungsgespräch in den Griff.

  • Dient zur Ergänzung der schriftlichen Bewerbung
  • Erfahren Sie mehr über das Unternehmen
  • Achten Sie auf die passende Kleidung
  • Körpersprache hat einen großen Einfluss
  • Durch Blickkontakt Interesse zeigen

Ziel des Vorstellungsgesprächs

Um sich optimal zu präsentieren, ist es sinnvoll, sich zunächst über Sinn und Zweck des Vorstellungsgespräches Gedanken zu machen. Das persönliche Gespräch ist eine Win-Win-Situation. Dem einladenden Unternehmen geht es in erster Linie darum, sich einen persönlichen Eindruck von dem Bewerber zu machen. Auch bei Bewerbungen gilt: Es ist nicht alles Gold! Soziale Kompetenz, Auftreten und Motivation gehen aus den Bewerbungsunterlagen nicht hervor. Neben dem persönlichen Eindruck spielen natürlich auch Überprüfung und Vervollständigung der Daten des Bewerbers sowie Ermittlung seiner Erwartungen und Einsatzmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Für Sie als Bewerber bietet das Vorstellungsgespräch die Möglichkeit, mehr über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle zu erfahren.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch

Was tun Sie, wenn Sie eine Einladung zum Abendessen oder zu einer Feier erhalten? Sie bedanken sich und kündigen Ihre Teilnahme an. Nichts anderes ist bei der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch gefragt. Auch hier gebietet es der nötige Respekt, dass Sie sich umgehend für die Einladung bedanken und den Termin bestätigen. Und da Sie jetzt auch den Namen Ihres Ansprechpartners kennen, benutzen Sie ihn auch! Wenn der Vorstellungstermin so ungünstig liegt, dass Sie ihn nicht wahrnehmen können, vereinbaren Sie sofort einen anderen Termin. Sagen Sie aber keinesfalls öfters als einmal ab. Wer besonders engagiert wirken will, kann auch weitere Informationen zum Unternehmen anfordern.

Gut vorbereitet ist halb gewonnen

Das Vorstellungsgespräch ist ein geschäftlicher Termin und will auch so behandelt werden. Wer schon einmal einen größeren Geschäftsabschluss hinter sich gebracht hat, der weiß wie wichtig die Vorbereitung dabei ist. Vor dem Bewerbungsgespräch gilt es, sich einerseits über den potenziellen Arbeitgeber zu informieren und andererseits das Vorstellungsgespräch selbst durchzuspielen. Recherchieren Sie die Unternehmensgeschichte, die Personalstruktur, große Erfolge und Partnerschaften, aber auch die Produktpalette des Unternehmens. Überlegen sie sich außerdem, wie das Unternehmen nach außen auftritt und vor allem wie es gesehen werden will. Was Sie nicht herausfinden, können Sie ruhig im Gespräch erfragen. Nach dieser Vorbereitung kann man Ihnen nur noch einen guten Rat geben: Freuen Sie sich einfach. Ein interessierter Arbeitgeber will mit Ihnen sprechen. Und das, weil Sie ihn bisher überzeugen konnten.

Die Kleiderfrage

Kleider machen Leute. Sie sind für die schnelle Beurteilung einer Person besonders ausschlaggebend. Überlegen Sie sich also gut, was Sie zum Vorstellungsgespräch anziehen. Sauberkeit und Ordentlichkeit sind natürlich Grundvoraussetzung. Alles Weitere richtet sich nach Berufsfeld, Position und Unternehmen. Für die IT-Abteilung eines jungen Unternehmens kann ein T-Shirt passender sein als ein Anzug. Nicht so in der Versicherungsbranche. Da pauschale Antworten auf die Kleiderfrage nicht möglich sind, hier nein paar allgemeine Tipps:

- Jeans und Turnschuhe sind Freizeitkleidung und bei einem Bewerbungsgespräch absolut tabu!
- Wenn Sie herausfinden, welcher typische Kleidungsstil im Unternehmen herrscht, haben Sie ein Ass im Ärmel. Kleiden sie sich dann nur etwas förmlicher als die anderen. So zeigen Sie einerseits, dass Sie perfekt ins Team passen, andererseits aber auch, dass Sie den nötigen Respekt mitbringen.
- Männliche Bewerber können mit einem dezenten Anzug nichts falsch machen. Dieser kann durch ein farbiges Hemd aufgelockert oder durch eine Krawatte förmlicher gemacht werden. Und das gute daran ist, dass Sie die Krawatte in der Hosentasche verschwinden lassen können, wenn Sie erst vor Ort merken, dass Sie overdressed sind!
- Bei weiblichen Bewerbern ist eine dezente und möglichst unaufdringliche Kleidung angemessen. Vom Kostüm bis hin zum Hosenanzug ist alles erlaubt.
Im Punkto Schmuck und Make-Up gilt: Weniger ist meistens mehr! Sie wollen ja weder einen neuen Lebenspartner finden, noch mit Ihren Reichtümern angeben. Sie wollen freundlich und sachlich über Ihre Qualifikationen reden.

Last but not least: Vernachlässigen Sie nicht den Wohlfühlfaktor. Wer sich in seiner Kleidung gar nicht wohl fühlt, der wirkt verkrampft.

Die Körpersprache

Die Körpersprache hat einen großen Einfluss darauf, wie eine Rede von anderen empfunden wird. Während der eine stocksteif und ausdruckslos da sitzt, ohne beim Reden auch nur mit der Wimper zu zucken, gestikulieren andere wild herum und ändern ständig ihre Mimik. Beides trägt nicht positiv zur Wahrnehmung der eigenen Person bei. Zu wenig Körpersprache führt dazu, dass der Redende als langweilig und verkrampft eingestuft wird. Übertriebene Gestik und Mimik geht dem Gegenüber nur auf die Nerven und lenkt vom Gesagten ab. Um einen angenehmen Eindruck zu vermitteln, ist daher ein Mittelweg einzuschlagen. Beobachten Sie sich selbst vor dem Spiegel und üben Sie Mimik und Gestik wie früher Matheaufgaben.

Was es zu vermeiden gilt:
- Heftige Armbewegungen lassen auf Unsicherheit und Aggressivität schließen.
- Verstecken Sie Ihre Arme nicht unter dem Tisch.
- Vor der Brust verschränkte Arme drücken Angst und Verschlossenheit aus.
- Ein erhobener Zeigefinger wirkt wie eine Drohung.
- Fingerspiele jeder Art machen klar, dass Sie nervös und der Situation nicht gewachsen sind.
- Sitzen Sie nicht auf der Kante des Stuhles und schieben Sie auch nicht die Füße hinter die Stuhlbeine, das wirkt nervös und unentspannt.
- Vermeiden Sie sowohl einen starren Blick zum Boden als auch ein unruhiges Hin- und her schauen.

Was Ihre Rede sinnvoll unterstützt:
- Kopfnicken zu Ausführungen des Gegners drücken auf angenehme Weise Ihre Zustimmung aus.
- Verwenden Sie Ihre Hände zur Unterstützung der Aussagen.
- Eine entspannte und offene Sitzhaltung signalisiert, dass Sie sich wohl fühlen und für ein offenes Gespräch bereit sind.
- Blickkontakt mit dem Gesprächspartner zeigt Interesse und Aufmerksamkeit.
- Ein freundliches Lächeln schadet nie!

Linda Weber