Besonders im Arbeitsalltag kann sich zweiteres jedoch schwieriger gestalten, daher gilt es oftmals auf die Maskenpflicht zu setzen. Erfahren Sie im folgenden Ratgeber mehr über die aktuellen Vorschriften für Arbeitnehmer und -geber.

Wann gilt die Maskenpflicht am Arbeitsplatz?

Grundsätzlich gilt die Maskenpflicht am Arbeitsplatz nahezu uneingeschränkt. Die Maske muss besonders dort getragen werden, wo es zu zwischenmenschlichen Kontakten kommt. Dazu zählen neben den Büroräumen beispielsweise auch Aufzüge oder Wege innerhalb des Bürogebäudes.

Bei Tätigkeiten mit einem erhöhten Aerosolausstoß, wie zum Beispiel beim Singen oder dem Treiben von Sport ist unabhängig vom Mindestabstand eine FFP2 Maske zu tragen. Selbstverständlich gilt dies lediglich für Tätigkeiten, die drinnen stattfinden.

Ausnahmen der Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es jedoch zu Ausnahmen dieser Regelung kommen. Folgendes muss gegeben sein:

  1. Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5m
  2. Lockere Raumbelegung im Sinne von 10 Quadratmeter pro Mitarbeiter oder bei einem Einzelbüro
  3. Plexiglasvorrichtungen, die gleichwertigen Schutz liefern

Des Weiteren sind Mitarbeiter mit einer Befreiung der Maskenpflicht nicht zum Tragen einer Maske verpflichtet. Erfahren Sie hier mehr, wann eine Befreiung der Maskenpflicht möglich ist.

Müssen Arbeitgeber Masken zur Verfügung stellen?

Die Antwort auf diese Frage lautet „ja“. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet ihren Arbeitgebers medizinische Masken zur Verfügung zu stellen. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn keine organisatorischen oder auch technischen Maßnahmen, wie Homeoffice oder Wechselarbeit möglich sind.

Im Gegenzug sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet die zur Verfügung gestellten Masken zu tragen. Dabei muss es sich grundsätzlich um FFP2/ medizinische Masken handeln.

Wie viele Masken pro Arbeitnehmer?

Wie bereits erwähnt sind Arbeitgeber durch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz dazu verpflichtet ausreichend Masken zur Verfügung zu stellen. Der Arbeitgeber muss täglich mindestens eine Maske pro Mitarbeiter anbieten. Dies liegt vor allem daran, dass die Masken nach vier Stunden oder bei Durchfeuchtung sowie Kontamination zu wechseln sind. 

Das Bundesarbeitsministerium schätzt die dadurch aufkommenden wöchentlichen Mehrkosten von Unternehmen auf bis zu 31,50€ pro Mitarbeiter.

Vorgesehene Erholungspausen und die Fürsorgepflicht

Durch das erschwerte Atmen mit der Maske sollte diese regelmäßig abgelegt werden. Bei einer FFP2 Maske ohne Ventil ist die erste Tragepause laut der DGUV (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung) nach circa 75 Minuten einzulegen.

Im Allgemeinen ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet zusätzliche Erholungspausen zu gewähren. Durch die Fürsorgepflicht welcher der Arbeitgeber verpflichtend nachkommen muss empfiehlt es sich jedoch eine solche Erholungspause für die Arbeitnehmer einzuräumen. Im besten Fall unabhängig von den eigentlichen Arbeitspausen.