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Testament verhindert Erbstreitigkeiten  

Ihr Testament vermeidet Unmut und Streitereien unter den Erben sowie Kosten für langwierige Prozesse. Denn oft führt die gesetzliche Erbfolge nicht zu gerechten Ergebnissen und ein Verwandter kommt in den Genuß einer Erbschaft, obwohl er dem Erblasser gegenüber nicht gerade ein Muster an Redlichkeit war. Mit einem Testament sorgen Sie dafür, dass nur die Personen von Ihrem Nachlass profitieren, zu denen Sie eine persönliche Bindung haben. Ob Berliner Testament, Einfaches Testament oder Unternehmertestament - es gibt viele verschiedene Arten von Testamenten. Finden Sie für sich die angemessene Form und sorgen Sie für die richtige Verteilung Ihres Nachlasses.

  • Das Testament muss handschriftlich verfasst werden
  • Datum und Unterschrift dürfen nicht fehlen
  • Ergänzungen sollten unbedingt unterschrieben und mit Datum versehen werden
  • Bei Ergänzungen ist es auch wichtig auf das bisherige Testament Bezug zu nehmen
  • Das Pflichtteilsrecht schränkt die Testierfähigkeit ein

Auf die Wirksamkeit des letzten Willens kommt es an

Ein Testament muss klar und präzise formuliert werden. Wie man seine letztwillige Verfügung so verfasst, dass man seinen Nachlass tatsächlich wie geplant vererben kann, muss im Einzelfall geprüft werden. Wird beispielsweise die Vor- und Nacherbschaft nicht klar ausgestaltet, kann es zu ungewollten Folgen kommen. Dabei sollten Sie den Fall im Auge behalten, dass möglicherweise weitere Erbberechtigte hinzukommen z.B. Enkelkinder. Ein nicht eindeutiges Testament kann nicht vollstreckt werden und muss von Rechtsanwälten und Richtern ausgelegt werden. Bereits dadurch kann Ihre letztwillige Verfügung komplett verdreht werden. Statt Tante Herta erbt dann plötzlich Hertha BSC. Kommen die Juristen nicht zu einer einheitlichen Auslegung, so ist Ihr Testament schlichtweg unwirksam. Was bleibt, ist die gesetzliche Erbfolge. Diese nimmt aber keine Rücksicht auf zwischenmenschliche Beziehungen, sondern richtet sich einzig und allein nach der Abstammung.

Testierfreiheit mit Grenzen

Was nach dem Tod kommt, ist nach wie vor eines der größten Rätsel unseres Daseins. Zumindest was mit den “irdischen Gütern“, also dem eigenen Vermögen passiert, kann jeder selbst entscheiden. Die so genannte Testierfreiheit wird in Artikel 14 des Grundgesetzes verfassungsrechtlich garantiert. Tatsächlich gibt es aber für den Erblasser eine Vielzahl von Einschränkungen durch den deutschen Gesetzgeber: Zunächst stellt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) strenge Voraussetzungen dafür auf, wie man sein Testament aufsetzen muss. Und auch das Pflichtteilsrecht stellt eine erhebliche Beschränkung der Testierfreiheit dar. Dazu kommt die eigene Sprache der Rechtswissenschaften: Ein Vermächtnis ist keine Erbschaft und eine Auflage ist keine Bedingung. Man kann die eigenen Kinder zwar enterben, aber sie behalten dennoch den Pflichtteil. Auf die richtige Begrifflichkeit kommt es an, wenn man den letzten Willen verfasst. Um trotz der vielen gesetzlichen Regelungen wirksam testieren zu können, ist es ratsam, sich vorher gründlich über das Erbrecht zu informieren. Nur wer weiß, wer als gesetzlicher Erbe in Frage kommt, kann die gesetzliche Erbfolge zugunsten eines anderen abwandeln und ein sinnvolles Testament formulieren. Verwenden Sie beim Aufsetzen Ihres Testaments ein vorformuliertes Muster sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es nicht reicht, die Vorlage einfach zu unterschreiben. Es ist notwendig, dass Sie den Text der Vorlage nach dem Download persönlich abschreiben und auf diese Weise ein handschriftliches Testament erstellen. Außerdem sollten Sie aus den im Muster vorgeschlagenen Möglichkeiten des Erbrechts, die für sich passende wählen. Soll ein gemeinschaftliches Testament eine Wiederverheiratungsklausel enthalten? Soll ein Vermächtnis ausgesprochen werden? Soll die Erbschaft aufgeteilt oder soll das Vermögen zusammengehalten werden? Zur Klärung dieser Fragen bieten Vordrucke eine sehr gute Orientierung. Eine Alternative wäre auch, einen Notar aufzusuchen und den letzten Willen von einem Experten verfassen zu lassen. Dieser Schritt ist jedoch mit Kosten verbunden, die Sie sich durch den Download eines Muster-Testamentes ersparen.

Mit einem Testament den Partner absichern

"Was soll nur aus meinem Partner werden, wenn ich einmal nicht mehr da bin?" Stellen Sie sich diese Frage nicht nur, sondern treffen Sie durch die Formulierung eines Testamentes Vorkehrungen für den Fall der Fälle. Um Ihren Ehegatten wirtschaftlich abzusichern, reicht es nicht immer aus, ihn zum Alleinerben einzusetzen. Pflichtteilsansprüche naher Verwandter können dazu führen, dass der Begünstigte dennoch “das Tafelsilber“ veräußern muss, um alle Nachlassverbindlichkeiten zu begleichen und den Pflichtteil auszuzahlen. Durch die Anordnung von Vor- und Nacherbschaft verbunden mit einer Pflichtteilsklausel können Sie dies einfach vermeiden. Und durch ein gemeinschaftliches Testament erzeugen Sie eine Bindung, die durch eine Wiederverheiratungsklausel noch erheblich verstärkt werden kann. So zum Beispiel im Wege eines Berliner Testaments. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihren letzten Willen in Ihrem Sinne aufsetzen, zeigen Ihnen diverse Muster korrekte Formulierungen und mögliche Optionen bei Testamentsgestaltung.

Unternehmen per Testament rechtswirksam vererben

Alles was Sie haben, steckt sowieso in Ihrer Firma? Das ist noch lange kein Grund, auf ein Testament zu verzichten. Auch Firmen lassen sich ohne weiteres vererben. Entscheiden Sie selbst, bei wem Ihr Unternehmen in besten Händen ist und setzten Sie ihn in einem rechtssicheren Unternehmertestament zum Alleinerben ein. Durch Bedingungen, Auflagen und andere Beschränkungen erhalten Erblasser außerdem die Möglichkeit, Ihrem Nachfolger die Marschroute vorzugeben und so die Unternehmensführung über Ihr Ableben hinaus zu beeinflussen. Und wenn Sie Ihren Nachfolger bereits selbst einarbeiten und an Ihre Firmenphilosophie binden wollen, hat das Erbrecht auch dafür eine Lösung: Schließen Sie mit Ihrem Nachfolger einfach einen Erbvertrag. Ähnlich wie bei der Erstellung eines Testamentes, können Sie beim Aufsetzen eines solchen Vertrages auf eine Vorlage zurückgreifen.

Den Erben zuliebe geizig sein

Schenken Sie dem Staat kein Geld. Dieser streicht pro Jahr mehr als drei Milliarden Euro an Erbschaftssteuer ein. Damit Ihre Angehörigen von Ihrem Erbe auch etwas haben, gilt es, möglichst viel Erbschaftssteuer einzusparen. Dafür gibt es verschiedene, absolut legale Möglichkeiten: In vielen Fällen ist es ratsam, Nachlassgegenstände bereits zu Lebzeiten auf die nächste Generation zu übertragen und nicht erst durch ein Testament. Insbesondere entstehen Steuerfreibeträge alle zehn Jahre erneut. Keine Angst: Dass Sie als Senior am Ende ohne wirtschaftliche Grundlage dastehen, lässt sich durch Nutzungsrechte, Widerrufsvorbehalte und Bedingungen leicht vermeiden. Auch für Schenkungen zu Lebzeiten oder auf den Todesfall gibt es rechtssichere Schenkungsverträge. Bei größeren Vermögen kann auch die Gründung einer Stiftung sinnvoll sein.

Berliner Testament: Absicherung unter Ehepartnern

Das Besondere am Berliner Testament ist, dass diese letztwillige Verfügung Ehepartnern eine gegenseitige Absicherung im Falle des Todes eines der Ehegatten bietet. Denn bei dieser Art des Erbes wird das gesamte Vermögen dem längerlebenden Ehegatten zur Verfügung gestellt. Die Kinder erben beim Berliner Testament vorerst nicht und werden somit von der gesetzlichen Erbfolge zunächst ausgeschlossen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese auf ihren Pflichtteil verzichten. In der Regel wird dieser nicht verlangt, denn möchte ein Kind bereits nach dem Tode des ersten Elternteils seinen Pflichtteil ausgezahlt bekommen, so erhält es nach dem Versterben des Längerlebenden auch nur einen Pflichtteil. Eheleute, die einen Ehevertrag abgeschlossen haben, sollten gleichzeitig einen Erbvertrag verfassen. In der Regel sehen Muster dies auch so vor. Wer sicherstellen will, dass das Familienvermögen dennoch für die Kinder erhalten bleibt, sollte die Vor- und Nacherbschaft anordnen. Auch einen Fall der erneuten Heirat des überlebenden Ehepartners muss man denken und gegebenenfalls eine Wiederverheiratungsklausel einfügen.

Zu bedenken ist, dass es beim Berliner Testament zu zwei mal zu zahlenden Erbschaftssteuern kommen kann, abhängig davon in welcher Höhe das vererbte Vermögen liegt. Zum einen ist das Erbe vom verstorbenen Ehepartner an den überlebenden Gatten zu versteuern. Zum anderen wird nach dem Ableben des 2. Ehegatten, wenn das Erbe per Erbfolge an die Kinder übergeht, eine erneute Steuerzahlung fällig. In manchen Fällen kann es daher günstiger sein, auf ein Berliner Testament zu verzichten und stattdessen beispielsweise Immobilien bereits zu Lebzeiten seinen Kindern zu überschreiben.
Wenn die Eheleute wünschen, dass die Kinder auch nach dem Tod des überlebenden Ehepartners gar nicht erben und auch keinen gesetzlichen Pflichtteil erhalten, dann lässt sich dies im Wege eine Erb- und Pflichtteilsverzichts zu Lebzeiten regeln. Das Kind wird quasi ausgezahlt und kann dann im Erbfall keine Ansprüche mehr stellen. Ein solcher Vertrag muss aber bei einem Notar abgeschlossen werden.

EU-Erbrechtsverordnung ändert Erbrecht

In der EU-Erbrechtsverordnung ist geregelt, dass bei Erbfällen nach dem 17.08.2015 das Erbrecht des Ortes gilt, an dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Betroffen sind also Deutsche, die überwiegend im Ausland leben. Problematisch ist die neue Verordnung, weil das Erbrecht und die Erbfolge innerhalb Europas teilweise völlig unterschiedlich geregelt ist. In vielen europäischen Ländern, darunter auch das bei Rentnern beliebte Spanien, ist die Testamentsform des Berliner Testaments beispielsweise unbekannt. Ehepaare können sich nicht gegenseitig zu Alleinerben bestimmen. Wer also in Spanien wohnt und ein Berliner Testament verfasst hat, muss fürchten, dass der Ehepartner nicht mehr wie gewünscht abgesichert ist. Denn in Spanien, wie auch in anderen europäischen Ländern, haben Pflichtteilsberechtigte nicht nur einen gesetzlichen Zahlungsanspruch, sondern ein eigenes "Noterbrecht". Der Enterbte wird damit Miteigentümer, wenn auch zu einem geringeren Anteil als ein Vollerbe.
Für die Erben bedeutet dies eine große Einschränkung der Entscheidungsfreiheit, mit der man in der Regel nicht gerechnet hat. Die Erbrechtsverordnung lässt allerdings zu, dass man sich im Testament auf das Erbrecht des Heimatlandes festlegt. Durch die Rechtswahlklausel wird sichergestellt, dass der Nachlass nach dem Tod tatsächlich nach Wunsch verteilt wird. Unser Formular enthält standardmäßig eine Rechtswahlklausel. Die neue Verordnung kann allerdings auch Vorteile bringen: Unter Umständen ist das ausländische Erbrecht vorteilhafter. In dem Fall kann der Erblasser auch das Erbrecht des Landes wählen, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. So gibt es Länder, in denen es gar kein Pflichtteil für bestimmte Angehörige gibt. Der Pflichtteilsentzug, der in Deutschland nur in Extremfällen möglich ist, wäre damit per Umzug durchsetzbar. In jedem Fall sollte man sich aber im Vorfeld beraten lassen, bevor man die Rechtswahl trifft.

 

Heike Richter
Fragen und Antworten zum Thema

 
 
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Mein Mann und ich leben in Scheidung, das rechtskräftige Scheidungsurteil wird noch in 2018 vollzogen. Aus der Ehe sind zwei gemeinsame Kinder (geb. 2007 und 2010) hervorgegangen. Im Falle meines Ablebens, ist es mein Wunsch, dass ausschließlich die Kinder begünstigt werden und ihnen die finanziellen Mittel zum Zeitpunkt ihrer Volljährigkeit zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren besteht noch ein Vertrag über eine verbundene Risikolebensversicherung, dessen Beitrag ich allein zahle. Auch dieses Geld soll meinen Kindern und nicht dem Kindesvater zufließen, der laut Versicherungsvertrag begünstigt wäre. Was ist von mir zu veranlassen? Welche Schriftstücke müssen verfasst werden? Danke für Ihre Hilfe. LG Ines Speidel
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Ines Speidel (21.02.2018)
Bezüglich der Versicherung, sollten Sie sich direkt an den Versicherer wenden. Ansonsten können Sie ein entsprechendes Einzeltestament erstellen sowie eine Sorgerechtsverfügung, falls Sie nicht wünschen, dass der Vater im Falle Ihres Ablebens das Sorgerecht erhält. Wir empfehlen Ihnen, sich im Zweifel rechtlich beraten zu lassen.
Redaktionsteam
Ich lebe nach dem Tode meiner Frau als deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz in der Schweiz. mein Sohn soll als Alleinerbe meine Immobilie in Spanien und mein Vermögen erben. Wo erstelle ich ein gültiges Testament?
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Jetstar2000 (06.02.2018)
Für Deutsche mit Wohnsitz in der Schweiz gilt Art. 90 IPRG. Danach ist das schweizerische Erbrecht anwendbar. Sie können in der Schweiz ein Testament erstellen und für sich das Recht Ihres Heimatlandes wählen. Wir empfehlen Ihnen eine persönliche Beratung bei einem schweizerischen Notar.
Redaktionsteam
Wir sind Kinderlos und möchten uns gegenseitig als Erben einsetzen und mach Ableben des letzten Erben unser ehemaliges Pflegekind als Erben einsetzen. Was müsten wir alles Beachten und welches Testament müssen wir machen?
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Erich Schneiders (13.01.2018)
Eine umfassende individuelle Beratung ist im Rahmen dieses Forums leider nicht möglich. Falls Sie verheiratet sind, kommt ein Berliner Testament (Einheitslösung) in Betracht. Dieses kann handschriftlich verfasst werden (von einem der Ehepartner, unterschrieben von beiden Ehepartnern). Falls Sie nicht verheiratet sind, wäre ein Erbvertrag erforderlich, der beim Notar beurkundet werden müsste.
Redaktionsteam
Mein Onkel hat uns in einem handschriftlichen Testament als Erben eingesetzt um hat man mir gesagt das ein solches Testament nicht die Immobilien einbeziehen würde. Der Onkel hat nicht explizit irgendwelche Dinge benannt wer was bekommen soll sondern sein Wunsch ist das die Erbengemeinschaft alles zu gleichenTeilen erbt.
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Meinhardt Gerd (02.09.2017)
Ein handschriftliches Testament kann über den gesamten Nachlass abgegeben werden. Beim Vererben von Immobilien gibt es keine Besonderheiten. Zur Änderung des Grundbuches müsste man allerdings einen Erbschein beantragen, sofern kein notarielles Testament vorliegt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir an dieser Stelle Ihren Einzelfall nicht prüfen können und daher auch keine individuelle Auskunft erteilen können.
Redaktionsteam
Hallo, mein Mann war bereits einmal verheiratet und hat 2 Kinder aus erster Ehe. Wir sind seit 1990 verheiratet (mit Ehevertrag) und haben eine Eigentumswohnung (jeder steht mit 50% im Grundbuch). Wir wollen uns gegenseitig als Erbe einsetzen und erst nach unseren Tod sollen seine Kinder alles erben. Zieht hierfür ein Berliner- Testament ode rsollen wir besser kein gemeinsames Testamen machen?t
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Herta Stoll (10.07.2017)
Wir empfehlen Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen, ggf. bei einem Notar. Unsere Mustervorlagen eignen sich für Standardfälle, bei denen es sich um gemeinsame Kinder handelt. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie überhaupt ein gemeinsames Testament errichten wollen, sollten Sie sich in jedem Fall genauer beraten lassen.
Redaktionsteam
Hallo, mein Mann und ich in zweiter Ehe. Zwei Kinder aus meiner ersten Ehe. Mann, kinderlos jedoch sechs Geschwister . Nun haben wir schriftlich festgehalten das wir uns gegenseitig als universalerben einsetzen. Wie verhält sich das nun , falls mein Mann vor mir stirbt ? eine Eigentumswohnung wo nur er im Grundbuch steht . Ein Einfamilienhaus in dem wir wohnen und beide im Grundbuch eingetragen sind. Müssen die Geschwister enterbt werden, bleibt immer ein Pflichtteil für sie bestehen? Was tun?
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Anke Schmitt (28.01.2017)
Wenn Sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen, dann sind damit die Geschwister enterbt. Die Geschwister zählen nicht zum Kreis der Pflichtteilsberechtigten. Wir empfehlen Ihnen, sich im Zweifel bei der Testamentsgestaltung beraten zu lassen, da im umgekehrten Fall (sollten Sie früher versterben), Ihre Kinder pflichtteilsberechtigt wären. Im Falle von "Patchworkfamilien" ist in der Regel eine individuelle Testamentsgestaltung empfehlenswert.
Redaktionsteam
Mein Mann und ich sind seit 2 1/2 Jahren verheiratet. Wir haben keine Kinder. Meine Mutter lebt noch. Die Eltern meines Mannes sind bereits verstorben. Mein Mann hat noch zwei Geschwister und 4 Nichten. Ich habe noch eine Schwester und einen Neffen. Wenn wir kein Testament haben, wer ist erbberechtigt? Kann im Berliner Testament erbberechtigte ausgeschlossen werden? Im Voraus besten Dank.
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Regina Scherzinger (25.11.2016)
Durch ein Berliner Testament wird der Ehepartner zum Alleinerben bestimmt. Weitere eventuell erbberechtigte Personen sind dann von der Erbfolge ausgeschlossen. Zu den Erbberechtigten in Ihrem Einzelfall können wir an dieser Stelle leider keine Aussagen machen, da man hierzu weitere Angaben prüfen müsste. Grundsätzlich sind Eltern und Geschwister Erben zweiter Ordnung, wobei die Geschwister nicht erben, wenn die Eltern noch leben (§ 1925 BGB). Nur die Eltern könnten im Übrigen einen Pflichtteil geltend machen. Wir empfehlen Ihnen, sich im im Zweifel anwaltlich beraten zu lassen. Eine individuelle Rechtsberatung ist an dieser Stelle nicht möglich, da man hierzu den Sachverhalt näher prüfen müsste.
Redaktionsteam
Wir sind seit 27 Jahren verheiratet und es ist unsere 2. Ehe. Mein Mann hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht, ich einen Sohn. Beide waren damals erwachsen. Ich habe mit meinem Sohn einen lockeren Kontakt, mein Mann hat mit seiner Tochter seit 10 Jahren keinen Kontakt (sie hat ihn unterbrochen und uns untersagt, die Enkel zu sehen usw). Wie setzen wir unser Testament auf, es steht ja immer unsere Kinder in den Vorlagen, aber bei uns sind es es eben "meine Tochter und deinSohn". Wir wollen ein Ehepartnertestament erstellen, wo wir uns erst gegenseitig beerben und die Kinder erst an ihr Erbe kommen, wenn der Letztlebende verstorben ist. Die Klausel mit dem Pflichtteil wollen wir auch einstellen.Nur wie bekommen wir das mit nicht gemeinsamen Kindern hin? Mein Mann möchte seine Tochter gern enterben, aber ein Pflichtteil steht ihr ja wohl zu. Ich würde meinen Sohn gern als Schlusserben einsetzen, denn ich glaube nicht, dass er seinen Pflichtteil eher einklagt. Was sollen wir tun? Vielen Dank im vorraus für Ihre Mühe. Maren-Susanne Zeidler
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Maren-Susanne Zeidler (31.10.2016)
Grundsätzlich ist eine "Standard-Vorlage" für Ihren Fall nicht vollständig geeignet, eben weil die Pflichtteilsklausel nicht greift. Sollte Ihr Mann zuerst versterben, könnte die Tochter durch einen Pflichtteilsklausel nicht davon abgehalten werden, den Pflichtteil geltend zu machen, da sie ja enterbt wird und ohnehin nur gegenüber dem leiblichen Vater einen Pflichtteilsanspruch hätte. Insofern muss damit gerechnet werden, dass Sie den Pfichtteil geltend macht. Sollten Sie zuerst versterben, hätte die Tochter zunächst keinerlei Ansprüche, nur Ihr Sohn könnte den Pflichtteil geltend machen. Wir empfehlen Ihnen, sich bei einem Notar oder Fachanwalt für Erbrecht individuell beraten zu lassen. Möglich wäre es etwa, der Tochter vorzeitig den Pflichtteil auszuzahlen. Sie hätte dann im Todesfall keinerlei Ansprüche mehr. Zu prüfen wäre auch, ob eventuell das Enkelkind erben soll. Nach unserer Einschätzung ist in Ihrem Fall eine umfassende erbrechtliche Beratung erforderlich.
Redaktionsteam
Hallo, war in 2ter Ehe über 25 Jahre verheiratet und ich bin jetzt seit 2 Jahren Witwer. Meine Frau hat aus 1. Ehe einen Sohn und ich aus 1.Ehe eine Tochter. In einem gemeinschaftlichen Testament haben wir uns gegenseitig als Erbe eingesetzt. Den Sohn meiner verstorbenen Ehefrau als Alleinerbe. 1/4 des Erbteil seiner Mutter wurde an ihm ausgezahlt. Meine Tochter wurde nicht benannt weil seit über 25 Jahren keine Beziehungen mehr bestehen. Da ich keine gute Beziehung zum Stiefsohn habe, denke ich doch lieber an meine Tochter. Steht meiner Tochter auch ein Erbteil zu obwohl sie nicht im Testament erwähnt ist. Wie kann das geregelt werden. Muss sie ihr Erbe etwa vom Stiefsohn einklagen? Oder ist dieses Testament überhaupt so gültig. Vielen Dank im voraus Mit freundlichen Grüßen
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Wolfgang Opitz (14.10.2016)
Zunächst empfehlen wir Ihnen, das Testament unbedingt von einem Anwalt prüfen zu lassen. Grundsätzlich ist es so, dass ein Berliner Testament nach dem Tod des ersten Ehegatten nicht mehr geändert werden darf. Ihre Tochter könnte dann "nur" den gesetzlichen Pflichtteil beanspruchen, also die Hälfte des eigentlichen Erbteils. Da - so wie Sie die Sache schildern - Ihre Tochter die einzige gesetzliche Erbin wäre (und durch das Testament enterbt wurde), wäre der Pflichtteil die Hälfte des Nachlasses. Der Pflichtteil ist ein Zahlungsanspruch, der gegen den testamentarischen Erben geltend gemacht werden und eingeklagt werden muss. Wir können Sie aber an dieser Stelle nicht umfassend beraten. Möglich ist, dass das Testament Fehler enthält und anfechtbar ist. Wenn Sie die Sache regeln wollen, sollten Sie daher einen Anwalt oder Notar einschalten.
Redaktionsteam
Hallo, mein Mann ( 73 ) und ich ( 65 ) haben vor 6 Jahren geheiratet.Mein Mann war Witwer,ich geschieden. Mein Mann hat aus erster Ehe 3 Kinder (50 ,46 ,42 ) und ich 2 Kinder ( 43 und 32 ) Die Kinder meines Mannes ,akzeptieren mich nicht. Wir wollen ein Berliner Testament machen,worin drin stehen soll,das seine Kinder von mir nichts erben,So auch meine Kinder nicht von ihm, bzw. erbberechtigt sind.Mein Mann meint,das bräuchte man nicht im Testament erwähnen,weil es keine gemeinsame Kinder sind. Was muss ich dabei beachten,wenn wir das Berliner Testament aufsetzen? Vielen Dank im voraus Mit freundlichen Grüßen Edda Dortmund
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Edda Dortmund (18.09.2016)
Grundsätzlich hat Ihr Mann Recht: Wenn Sie ein Berliner Testament aufsetzen, dann wird der längerlebende Ehepartner Alleinerbe. Ist zu der weiteren Erbfolge nichts geregelt, erben im Fall dessen Todes dessen gesetzliche Erben (also die Kinder des Längerlebenden). Nach dem Todesfall des ersten Ehepartners haben dessen leibliche Kinder jeweils nur den Anspruch auf den Pflichtteil. Folge wäre also, dass ggf. die Kinder des Längerlebenden "bevorzugt" werden – je nachdem wieviel Nachlass nach dem Tod des längerlebenden Ehepartners noch vorhanden ist. Wenn diese Folge nicht gewünscht ist, wäre zu klären, wen Sie als Schlusserben einsetzen wollen (alle Kinder gemeinsam oder nur die Kinder des jeweils länger lebenden oder einen Dritten). Da es sich in Ihrem Fall nicht um eine Standardsituation handelt, empfehlen wir Ihnen, sich im Zweifel individuell rechtlich beraten zu lassen.
Redaktionsteam
Berliner Testament 1997, Überschreibung des Hauses auf mich 2006. Ehepartner 2009 verstorben. Mein Sohn hat im Juni 2016 geheiratet. Schwiegertochter hat ein Kind in die Ehe mitgebracht. Schwiegertochter hat noch nie gearbeitet. Gütertrennung auch nicht vorhanden bis jetzt. Was kann ich tun, damit mein Haus nicht später in die Zugewinngemeinschaft fällt und mein Sohn sie auszahlen muss. Zweites Kind am 17.9.16 geboren (ehelich).
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Baustian, Ute (18.09.2016)
Grundsätzlich handelt es sich bei Erbschaften um persönliche Zuwendungen an den erbenden Ehepartner. Diese Zuwendung ist nicht im Wege des Zugewinnausgleichs ausgleichspflichtig. Erlangt allerdings das Erbe nach Erbantritt im Laufe der Ehe an Wertsteigerung oder wird es zinsbringend, dann kann dieser nachträglich hinzugewonnene Teil unter den Zugewinnausgleich fallen. Also nicht – bezugnehmend auf Ihre Beispiel – das gesamte Wert der Immobilie, sondern nur die Differenz zwischen Wert am Tag des Erbfalls und Wert am Stichtag für den Zugewinnausgleich. Als Erblasser können Sie dies im Prinzip nicht direkt verhindern. Sie könnten aber ggf. das Erbe unter die Auflage stellen, dass der Zugewinn per Ehevertrag ausgeschlossen wird. In dem Fall sollten Sie sich aber direkt von einem Notar beraten lassen, da hier eine umfassende Beratung erforderlich wäre.
Redaktionsteam
Die Lebensgefährtin von meinem Vater möchte auf ihr zugesagtes Erbanteil verzichten. Was muß sie tun? Reicht da ein Erbschaftsverzicht in Form einer Eidesstattlichen Erklärung oder muß sie zum Notar gehen, wo das Testament hinterlegt ist?
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Axel Bierfreund (13.09.2016)
Der Erbverzicht muss notariell erklärt werden (§ 2348 BGB). Es handelt sich um einen Vertrag mit dem Erblasser. Es muss aber nicht der Notar sein, bei dem das Testament hinterlegt wurde. Sollten sich allerdings aus dem Erbverzicht Änderungen am Testament ergeben, wäre zu empfehlen, das Testament zu ändern.
Redaktionsteam
hallo, ich kümmere mich um eine ältere Dame (83 Jahre ), sie hat keine Kinder, ausser einen Neffen, der weiter weg wohnt und sich auch nicht verpflichtet fühlt sich um sie zu kümmern. Die Dame ist nicht wohlhabend, möchte aber mir für meine Hilfe ihren gesamten Hausrat vererben. Ich muss mich dabei verpflichten, nach ihrem Tod die Wohnung zu räumen und dem Vermieter ordentlich zu übergeben. Dies ist für mich dann kein Problem, doch muss ich dann für die Dame die Beerdigungskosten übernehmen? Bargeld ist nicht vorhanden. Im Voraus herzlichen Dank für die Aufklärung Freundliche Grüsse Barbara
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Barbara f (06.08.2016)
Die Dame sollte sich bei der Gestaltung des Testaments von einem Notar unterstützen lassen. Es wäre zu klären, ob es nicht besser wäre, Ihnen den Hausrat im Wege eines Vermächtnisses zu überlassen. Wenn Sie Erbin sind, dann müssten Sie auch die Beerdigungskosten übernehmen und eventuelle weitere Schulden.
Redaktionsteam
Ich benötige für meinen Vater, verheiratet, ein Testament. Weiss aber nicht welches ich hier nehmen muß. Lebt mit seiner Ehefrau gemeinsam zur Miete, kein Auto mehr.
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Nelleßen Gregor (21.06.2016)
Es käme darauf an, was Ihr Vater regeln möchte, insbesondere, ob er gemeinsam mit der Ehefrau ein Testament verfassen will oder allein. Er sollte sich besser direkt beraten lassen.
Redaktionsteam
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