Neben der Pendlerpauschale wurde erstmals die sogenannte Mobilitätsprämie eingeführt. Diese kann man sich ab 2021 statt der Entfernungspauschale auszahlen lassen.

Was ist die Pendlerpauschale?

Grundsätzlich ist die Pendlerpauschale die umgangssprachliche Bezeichnung für die Entfernungspauschale. Diese steht jeden Steuerzahler für seinen kürzesten Weg zur ersten Arbeitsstätte zu. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Arbeitsweg mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß zurückgelegt wird.

Bisher war es möglich für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnort und der ersten Arbeitsstätte 0,30 Euro zu bekommen. Dies ändert sich nun aber ab dem 01. Januar 2021.

Erhöhung der Pendlerpauschale

Ab 2021 steigt eben jene Pendlerpauschale von 0,30 Euro auf 0,35 Euro pro Kilometer. Hierbei ist zu beachten, dass dies erst ab dem 21. Entfernungskilometer gilt. Das bedeutet, dass die ersten 20 zurückgelegten Kilometer weiterhin mit 0,30 Euro pauschalisiert werden. 

Diese Erhöhung soll vorerst bis zum 31. Dezember 2023 gelten. Danach soll von 2024 bis 2026 eine Erhöhung von weiteren 0,03 Euro stattfinden. Dann soll die Pendlerpauschale also bei 0,38 Euro je Kilometer liegen.

Berechnung der Entfernungspauschale

Einfach erklärt multipliziert man hier die Fahrten mit den Kilometern und der angesetzten Pauschale. Nehmen wir also an, dass Ihr Arbeitsweg 34 Kilometer beträgt und es sich um 200 Fahrten zu dieser Arbeitsstätte handelt.

200 Fahrten x 20 Kilometer x 0,30 Euro =  1.200 Euro 200 Fahrten x 13 Kilometer x 0,35 Euro =  910 Euro

Zusammengerechnet könnten Sie also 2.110 Euro steuerlich geltend machen. Das sind 70 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Mobilitätsprämie

Neu ab dem 01. Januar 2021 ist zudem die Mobilitätsprämie. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zur Entfernungspauschale. Diese ist für Pendler gedacht, die aufgrund von geringem Einkommen keine (Lohn-) Steuer zahlen.

Den steuerlichen Vorteil eines steuerzahlenden Arbeitnehmer, welcher durch die höhere Pendlerpauschale entsteht, erhalten diese Arbeitnehmer also als Prämie ausgezahlt. Lassen Sie sich im Zweifel darüber beraten, welche Variante im Einzelfall für Sie günstiger ist.