Mieterhöhungsschreiben zum Download

Muster für Mieterhöhungsschreiben bieten Vermietern die Möglichkeit, die Erklärung einer Mieterhöhung formell korrekt zu erklären. Im Vorfeld sollte der Vermieter jedoch zunächst genau abklären, ob die Mieterhöhung überhaupt zulässig ist. Eine Mieterhöhung kann bei den meisten Mietverträgen nur durchgesetzt werden, wenn dies zuvor vertraglich vereinbart war oder die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Je nach Inhalt des Mietverhältnisses variieren daher die Anforderungen an das Mieterhöhungsschreiben. Daher ist es erforderlich, dass zunächst ein passendes Muster Mieterhöhungsschreiben genutzt wird.

Mieterhöhungsschreiben an Wohnraummieter

Handelt es sich um ein Wohnraummietverhältnis darf der Vermieter nur unter den im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) vorgesehenen Gründen die Miete erhöhen. In § 558 BGB ist geregelt, dass eine Mieterhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete nur zulässig ist, wenn die Miete seit 15 Monaten unverändert war. Außerdem darf das Mieterhöhungsschreiben frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden.

Wenn diese Grundvoraussetzung gegeben ist, kann der Vermieter mithilfe der Vorlage Mieterhöhungsschreiben darlegen, wie hoch die ortsübliche Vergleichsmiete ist. Das kann entweder anhand eines Mietspiegels erfolgen oder unter Nennung von mindestens drei vergleichbaren Wohnungen. Unbedingt zu beachten sind dabei die wohnwerterhöhenden bzw. wohnwertmindernden Merkmale der Wohnung.

Zu beachten ist darüber hinaus die sogenannte Kappungsgrenze. Diese liegt in der Regel bei 20 %, kann aber - je nach Wohnlage - auch niedriger sein. Selbst bei erheblichen Abweichungen zur ortsüblichen Miete darf der Vermieter höchstens bis zur Kappungsgrenze erhöhen. Wenn Sie Ihr Muster Mieterhöhungsschreiben anpassen, sollten Sie unbedingt auf die Kappungsgrenze achten.

Zustimmung zum Mieterhöhungsschreiben

Eine Vorlage für ein Mieterhöhungsschreiben ist rechtlich gesehen die Aufforderung an den Mieter seine Zustimmung zu einer Mieterhöhung abzugeben. Denn ohne Zustimmung des Mieters ist eine Mieterhöhung gar nicht möglich. Wenn der Mieter nicht zustimmt, muss der Vermieter die Mieterhöhung gerichtlich durchsetzen. Anders sieht es nur aus, wenn ein Staffelmietvertrag oder ein Indexmietvertrag vereinbart wurde.

Sowohl für die Ankündigung einer Mieterhöhung als auch für die Zustimmungen bieten wir kostenlose Muster Mieterhöhungsschreiben. Diese müssen nur noch an die spezifische Situation angepasst werden. Übrigens gelten diese Vorgaben nur für Wohnraummietverhältnisse. Bei der Gestaltung eines Gewerbemietvertrages sind die Parteien des Mietvertrages freier. Es können die Bedingungen, unter denen die Miete anzupassen ist, frei vereinbart werden. Das bedeutet allerdings auch, dass der Vermieter die Miete ansonsten in der Regel nicht erhöhen darf. Fehlt im Mietvertrag eine Regelung zur Mieterhöhung, dann hat der Vermieter noch die Möglichkeit eine Änderungskündigung auszusprechen.

Mieterhöhung wegen Modernisierung

Eine Erhöhung der Miete ist auch möglich, wenn der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen hat. Voraussetzung ist dann, dass der Vermieter die Modernisierungsmaßnahmen angekündigt hat und dem Mieter die zu erwartende Mieterhöhung mitgeteilt hat. Der Vermieter hat dann die Möglichkeit die Modernisierungskosten anteilig auf den Mieter umzulegen, wodurch sich die monatliche Miete erhöht.

Die Modernisierungsmaßnahmen müssen in der Regel - außer im Härtefall - vom Mieter geduldet werden. Entsprechend ist eine ausdrückliche Zustimmung zum Mieterhöhungsschreiben im Fall der Modernisierung nicht erforderlich. Der Vermieter sollte jedoch prüfen, ob die Umlage der Modernisierungskosten für ihn günstiger ist, als eine “normale” Mieterhöhung. Denn häufig erhöht sich durch die Modernisierung auch der Vergleichswert der Wohnung und eine reguläre Mieterhöhung wäre möglich.

Laut Rechtsprechung der Vermieter jedoch nicht doppelt erhöhen. Er hat also die Wahl: Entweder er legt die Modernisierungskosten um (Zustimmung des Mieters ist bei korrektem Verfahren nicht erforderlich) oder er erhöht die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. In dem zweiten Fall wäre allerdings eine Zustimmung des Mieters einzuholen.