Fristverlängerung Steuererklärung: Einmalig gibt es für die Steuererklärung aus dem Steuerjahr 2020 einen neuen Stichtag, der einem über drei Monate mehr Zeit verschafft. Egal, ob Sie die Steuererklärung in Papierform abgeben oder eine Steuersoftware nutzen.

Neuer Stichtag ist der 31. Oktober 2021

Für gewöhnlich stellt der 31. Juli des Folgejahres die gesetzliche Abgabefrist dar. Nun ist jedoch eine Fristverlängerung für die Steuererklärung für das Jahr 2020 in Kraft getreten. Dieser neue Stichtag der Abgabe ist der 31. Oktober 2021.

Zudem gibt es auch für Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine nun eine Fristverlängerung für die Steuererklärung. Bislang war die Einkommenssteuererklärung hier bis Ende Februar abzugeben. Nun stehen auch hierbei drei Monate mehr zur Verfügung und die Abgabefrist verschiebt sich auf den 31. Mai 2022.

Wer profitiert von der Fristverlängerung für die Steuererklärung?

Grundsätzlich profitieren von jener Fristverlängerung alle Steuererklärungspflichtigen. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, ist geregelt in §46 des Einkommenssteuergesetz (EStG). Demnach ist die Abgabe unter anderem verpflichtend bei:

  1. Einkünften ohne Lohnsteuerabzug, darunter auch Mieteinkünfte oder bei steuerfreien Lohnersatzleistungen, wie beispielsweise Eltern- oder Krankengeld von mehr als 410€
  2. Parallelem Bezug von mehreren Arbeitslöhnen
  3. Ehegatten, die über eine Steuerklassenkombination von III und IV oder IV und IV verfügen

Hier finden Sie eine ausfüllbare Vorlage des Mantelbogens der Einkommenssteuererklärung 2020 als PDF, sowie weitere kostenlose Steuervorlagen.

Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen

Zudem besteht die Möglichkeit eine Fristverlängerung für die Steuererklärung unabhängig von der Corona-Krise zu beantragen. Hierfür empfiehlt sich den Antrag in schriftlicher Form einzureichen.

Eine passende Vorlage für den Antrag auf eine Fristverlängerung der Steuererklärung finden Sie hier.

Des Weiteren gilt es einen solchen Antrag auf Aufschub möglichst zeitig einzureichen. Außerdem bedarf es nachvollziehbare Gründe für eine solche Verzögerung der Abgabe. Dazu zählen unter anderem Gründe wie ein Umzug oder eine schwerwiegende Krankheit.

Wichtig: Nichtsdestotrotz besteht kein rechtlicher Anspruch auf eine solche Verlängerung der Frist für die Steuererklärung. Somit ist das Finanzamt durchaus in der Lage Ihren Antrag abzulehnen.