Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wann Sie von wem eine Erlaubnis für einen Nebenjob einholen müssen und was mögliche Folgen sind, sollten Sie der Nebenbeschäftigung inoffiziell nachgehen.

Suchen Sie noch den passenden Nebenjob? Dann finden Sie hier unser Bewerbungs-Paket Nebenjob mit vielen Vorlagen, die Ihnen die Bewerbung auf eine Nebentätigkeit erleichtern.

Was gilt als Nebenjob?

Grundsätzlich stellt ein Nebenjob eine Tätigkeit dar, die nicht ausschließlich zur Sicherung des Lebensunterhaltes dient. Man spricht also dann von einer Nebentätigkeit, wenn diese neben dem eigentlichen Hauptberuf ausgeübt wird. Es gilt dadurch lediglich einen Hinzuverdienst zu erzielen. 

Übrigens: Auch Werkstudententätigkeiten zählen als Nebentätigkeit, da hier das Studium als Hauptberuf angesehen wird. 

Bedarf es einer Erlaubnis für einen Nebenjob durch den Arbeitgeber?

Prinzipiell gilt, dass der Hauptarbeitgeber darüber zu informieren ist, sollten Sie einer Nebentätigkeit nachgehen wollen. Ob das Anzeigen der Tätigkeit reicht oder ob es einer Genehmigung bedarf, hängt dabei von Ihrem Arbeitsvertrag ab. Im besten Fall sichern Sie sich jedoch ab, wenn Sie dies in Ihren Vertrag aufnehmen oder gesondert schriftlich genehmigen lassen.

Nutzen Sie dafür unseren Antrag auf Genehmigung einer Nebentätigkeit zur Anzeige oder Anfrage beim Arbeitgeber.

Was passiert ohne Erlaubnis für einen Nebenjob?

Sollte Ihr Arbeitsvertrag eine Erlaubnis für den Nebenjob vorsehen, und Sie holen diese nicht ein, dann kann dies arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. In den meisten Fällen riskieren Sie dafür eine Abmahnung wegen einer nicht genehmigten Nebenbeschäftigung. Im späteren Verlauf kann es dann auch zu weitreichenderen Maßnahmen wie einer Kündigung kommen.

Sollten Sie sich in der Vergangenheit jedoch die Erlaubnis für einen Nebenjob bereits bei Ihrem Arbeitgeber eingeholt haben, können Sie dies in einer Gegendarstellung aufklären. Nicht selten kommt es vor, dass Arbeitgeber eine mündliche Genehmigung erteilen und dies im Nachhinein vergessen. Daher nochmal der Hinweis: Lassen Sie sich die Erlaubnis für eine Nebentätigkeit stets schriftlich geben.

Für den Fall, dass Sie bereits eine Abmahnung erhalten haben, finden Sie hier unsere Vorlage zur Gegendarstellung bei Abmahnung wegen einer nicht genehmigten Nebentätigkeit. Diese können Sie auch dann nutzen, sollten Sie gar keinem Nebenjob nachgehen, Ihr Arbeitgeber dies aber vermutet.

Kann der Arbeitgeber eine Genehmigung ablehnen?

Die allgemeine Antwort lautet JA. Während es also eine Anzeigepflicht für den Arbeitnehmer gibt, besteht keine Genehmigungspflicht für den Arbeitgeber. Wichtig ist hierbei, dass der Arbeitgeber theoretisch jedoch in der Lage sein muss, dies gerichtlich zu belegen. Willkürlichen Entscheidungen gilt es damit vorzubeugen.

Anführbare Argumente eines Arbeitgebers können unter anderem folgende sein:

  • schwache Arbeitsleistung in den vergangenen Monaten
  • entgegenstehende Wettbewerbsinteressen
  • Nichteinhaltung der Ruhezeiten

Wie viele Stunden darf man einem Nebenjob nachgehen?

Gemäß §3 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) darf die maximale werktägliche Wochenarbeitsdauer 48 Stunden nicht überschreiten. Wenn Sie also einer Vollzeitbeschäftigung von 40 Stunden pro Woche nachgehen, darf Ihr Nebenjob weitere 8 Stunden umfassen.

Was gilt es beim Verdienst zu beachten?

Aufgrund der geringeren Pauschalbesteuerung von Minijobs bietet es sich an, die eigene Nebentätigkeit als Minijob auszuüben. Dabei ist vor allem die Verdienstgrenze zu beachten, die seit Anfang Oktober 2022 bei 520 Euro liegt. Geht der Verdienst des Nebenjobs darüber hinaus, so gilt eine andere Versteuerung, welche die Tätigkeit nicht mehr ganz so lohnenswert macht. 

Erfahren Sie hier mehr über die Verdienstgrenze für Minijobber.