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Arbeitsvertrag/probezeit_faq

Wie wird eine Probezeit vereinbart?


  • Eine Probezeit ist nicht zwingend vorgeschrieben
  • Sie ist nur für einen Zeitraum von sechs Monaten sinnvoll
  • Die Kündigungsfrist beträgt in dieser Zeit zwei Wochen
  • Die maximale Probezeit in der Ausbildung sind drei Monate
  • Eine vereinbarte Probezeit kann verlängert werden

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Probezeit zu vereinbaren. Am häufigsten wird ein bereits zu Beginn ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen, in dem eine Probezeit bestimmt wird. Das bedeutet, dass nach Ablauf der Probezeit der Vertrag ohne weiteres Zutun der Vertragsparteien weiterläuft. Beendet werden kann dieser Vertrag durch beide Parteien nur durch die im Vertrag vereinbarte Kündigungsfrist.

Immer beliebter wird hingegen der Abschluss eines befristeten Probearbeitsvertrages. In diesem Fall endet das Arbeitsverhältnis automatisch nach Ablauf der Probezeit und ein Arbeitsvertrag muss neu abgeschlossen werden, wenn die Vertragsparteien dies möchten.

 




 

Wie lange darf die Probezeit dauern?

Die Vereinbarung der Probezeit ist für längstens 6 Monate sinnvoll. Eine längere Probezeit kann vereinbart werden, aber nach 6 Monaten gelten die Erleichterungen der Probezeit nicht mehr. Innerhalb der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis ohne Grund mit einer kürzeren Frist gekündigt werden. Bei Betrieben in denen mehr als 10 Arbeitnehmerbeschäftigt werden, greift nach 6 Monaten zudem der Kündigungsschutz des Kündigungsschutzgesetzes. Danach muss eine Kündigung sozial gerechtfertigt sein. Sozial gerechtfertigt ist sie nur, wenn personen-, verhaltens- oder betriebliche Gründe vorliegen.
Zu beachten ist, dass in einigen Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen (zulässiger Weise) eine längere Probezeit vereinbart wurde.

Wie lange ist die Kündigungsfrist während der Probezeit?

Während der Probezeit beläuft sich die Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 3 BGB auf nur zwei Wochen. Länger als für die Dauer von 6 Monaten darf die verkürzte Kündigungsfrist nicht vereinbart werden. Tarifvertraglich können gegebenenfalls noch kürze Kündigungsfristen vereinbart sein, das ist im Einzelfall unbedingt zu prüfen.

Die verkürzte Kündigungsfrist gilt während der gesamten Probezeit, das heißt auch dann, wenn der Vertrag am letzten Tag der Probezeit gekündigt wird und der Arbeitnehmer damit noch zwei Wochen nach Beendigung der Probezeit weiterarbeiten muss.

Darf während der Probezeit Urlaub genommen werden?

Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer erst nach sechsmonatiger Wartezeit den vollen Urlaubsanspruch geltend machen. Es erwächst aber ein anteiliger Urlaubsanspruch nach § 5 BUrlG. Diesen kann er allerdings nur dann sofort geltend machen, wenn innerhalb der Probezeit ein Jahreswechsel liegt und der Urlaub deswegen nicht mit in das neue Jahr übertragen werden kann. Wird das Probearbeitsverhältnis innerhalb der Probezeit gekündigt erhält der Arbeitnehmer ebenfalls Teilurlaub.

Was passiert, wenn eine Arbeitnehmerin während der Probezeit schwanger wird?

Der Mutterschutz gilt auch während der Probezeit, das heißt, einer schwangeren Arbeitnehmerin darf in der Regel nicht gekündigt werden.

Kann die im unbefristeten Vertrag vereinbarte Probezeit verlängert werden?

Ja. Diese Möglichkeit besteht, wenn der Arbeitgeber von der Leistung des Arbeitnehmers in der Probezeit noch nicht überzeugt ist und er ihm aber die Möglichkeit einräumen möchte sich doch noch zu beweisen. Hier hat der Arbeitgeber zwei unterschiedliche Möglichkeiten.
Der Arbeitgeber kann mit dem Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag mit erweitertem Beendigungszeitpunkt schließen. Dies muss noch während der Probezeit geschehen. Gleichzeitig muss die Aufhebungsvereinbarung ein bedingtes Angebot auf Wiedereinstellung enthalten. Zweck ist es, dem Arbeitnehmer die Chance einzuräumen sich doch noch zu bewähren.
Der Arbeitgeber kann aber auch eine Kündigung mit verlängerter Kündigungsfrist aussprechen. Auch dies muss noch innerhalb der Probezeit geschehen. Statt der zweiwöchigen Kündigungsfrist bestimmt er eine längere, so dass der Arbeitnehmer auch hier nochmal die Möglichkeit bekommt zu überzeugen. In beiden Fällen darf die Verlängerung nicht zu lange dauern. Sie soll geeignet sein, um sich ein Bild vom Arbeitnehmer zu machen. Immer sollte der Zweck der Probezeitverlängerung im Vertrag festgehalten werden.

Gibt es eine für den Arbeitnehmer bessere Variante?

Wegen § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGB III ist grundsätzlich die Kündigung mit verlängerter Kündigungsfrist die für den Arbeitnehmer vorteilhaftere Lösung. Bei einem Aufhebungsvertrag wirkt der Arbeitnehmer an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit. Aus diesem Grund kann er bis zu einer Dauer von 3 Monaten beim Bezug von Arbeitslosengeld gesperrt werden. Diese Folge muss zwar nicht eintreten, kann aber durch die Kündigung sogleich umgangen werden.

Kann die Probezeit auch bei einer vereinbarten Probezeitbefristung verlängert werden?

Auch diese Verlängerung ist möglich. Anerkannt ist, dass die Erprobung ein sachlicher Grund für die Befristung darstellt. Wirksam kann der befristete Vertrag zur Verlängerung der Probezeit aber nur vereinbart werden, wenn zuvor schon ein befristetes Arbeitsverhältnis bestand. Die sachliche Befristung darf auch nicht zu lang bemessen sein. Sie muss geeignet sein, um sich von der Geeignetheit des Arbeitnehmers überzeugen zu können. Auf keinen Fall darf die Verlängerung länger andauern als zwei Jahre, sofern es sich um eine sachgrundlose Befristung handelt.

Daniel Wilhelm

 

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Es käme hier auf den genauen Aufgabenbereich an. Laut LAG Baden-Württemberg (AZ: 4 Sa 68/01) soll nach dem Willen des Gesetzgebers nur "zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses" eine Probezeit vereinbar sein. Dabei kommt es nicht auf den Abschluss eines formal neuen Arbeitsvertrages an, sondern darauf, wie lange der Arbeitnehmer im Betrieb tätig war, mit einem vergleichbaren Aufgabenbereich. Dieser zweite Punkt wäre im Fall Ihrer Tochter eventuell anzuzweifeln, je nach tatsächlichem Umfang der Tätigkeit. Wir würden ihr aber dennoch empfehlen, sich darauf zu berufen. In jedem Fall sollte ggf. eine Kündigungsschutzklage eingereicht werden. Die Frist hierfür beträgt drei Wochen nach Kündigung. Man kann die Klage direkt beim Arbeitsgericht zu Protokoll geben. Da in der ersten Instanz ein Güteverfahren vorgeschaltet ist und jede Partei nur die eigenen Kosten tragen muss, besteht ein geringes Kostenrisiko. Im Zweifel sollte dennoch überlegt werden einen Anwalt einzuschalten, der die Unterlagen genauer prüfen kann.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Wenn Sie innerhalb der Probezeit kündigen, gilt die vereinbarte Kündigungsfrist. Es handelt sich insoweit aber um eine Mindestfrist, die einzuhalten ist. Sollten sich im Arbeitsvertrag also keine weiteren Klauseln finden, wäre auch eine Kündigung zu einem späteren Termin möglich. Die Kündigung müsste dann entsprechend formuliert werden. Ohne Prüfung des Arbeitsvertrages können wir aber an dieser Stelle keine abschließende Aussage machen.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Falls es keine weiteren Vereinbarungen gibt, wäre die Probezeit für drei Monate vereinbart. Vermutlich enthielt der Mustervertrag, den Ihr Arbeitgeber benutzt hat, den Hinweis, dass eine Probezeit für längstens sechs Monate vereinbart werden kann. Der Arbeitgeber hat scheinbar vergessen, diesen Hinweis zu entfernen. Ansonsten gilt der Grundsatz, dass doppeldeutige Formulierungen zu Lasten des Arbeitgebers gehen. Auch nach diesem Grundsatz, wäre die Probezeit nach drei Monaten vorbei. Relevant ist die Dauer der Probezeit für die Berechnung der Kündigungsfrist. Innerhalb der Probezeit kann mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Danach muss die Frist mindestens vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats betragen.

Redaktionsteam ()

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Hallo Frau K.,

in der Probezeit gilt laut § 622 BGB eine Kündigungsfrist von zwei Wochen.

Eine fristlose Kündigung aus gesundheitlichen Gründen käme wohl auch in Betracht. Hier sollten Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen. Es ginge letztlich nur, wenn Sie gesundheitlich nicht in der Lage sind, die Arbeiten auszuführen.

Sie können natürlich mit dem Arbeitgeber auch eine frühere Aufhebung des Vertrages vereinbaren. Schildern Sie die gesundheitlichen Probleme. Hier wäre auf die genaue Formulierung zu achten.

Bedenken Sie nämlich, dass eine Eigenkündigung und ein freiwilliger Aufhebungsvertrag unter Umständen Sperrzeiten hervorrufen kann. Insofern sollten Sie sich im Zweifel anwaltlich beraten lassen. Unter Umständen kann es für Sie besser sein, wenn der Arbeitgeber Sie kündigt.

Redaktionsteam ()

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Hallo Hedwig,

wenn in Ihrem Vertrag nichts weiter steht, gilt wohl der 24.06.. Auskünfte über den Inhalt von Tarifverträgen dürfen wir an dieser Stelle nicht erteilen. Bitte wenden Sie sich an Ihre Arbeitnehmervertretung bei der Gewerkschaft oder den Betriebsrat.

Redaktionsteam ()

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Hallo Naybet,

mit der Zwei-Wochen-Frist darf noch am letzten Tag der Probezeit gekündigt werden. Es kommt auf den Zugang der Kündigung an, also wann Sie sie erhalten haben. Der Vertrag endet dann zwei Wochen später.

Redaktionsteam ()

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Generell muss eine Befristung immer schriftlich vereinbart werden, ansonsten gilt das Arbeitsverhältnis als unbefristet. Der fehlende Arbeitsvertrag ist daher eher ein "Problem" des Arbeitgebers. Dennoch sollten Sie die Sache klären, um einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu bekommen. Vielleicht gibt es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat oder eine andere Vertrauensperson, an die Sie sich wenden können.

Redaktionsteam ()

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Hallo Frau Heierich,

die Angst vor einer Sperre ist berechtigt! Wenn Sie den Arbeitsplatz freiwillig kündigen, müssen Sie damit rechnen ersteinmal keinerlei Leistungen zu bekommen.

Vielleicht muss es aber gar nicht erst zu einer Kündigung kommen! Fünf Wochen sind eine sehr kurze Zeit. Es ist nachvollziehbar, dass Sie hier nicht so routiniert arbeiten können, wie "alte Hasen". Bedenken Sie jedoch, dass auch diese Leute mal in der Anfangsphase haben. Auch sie haben es wahrscheinlich zunächst als sehr belastend gefunden. Nach ein paar Monaten, wird dann vieles zur Routine. Auch die Kunden lernt man kennen. Sticheleien sollten Sie nicht zu persönlich nehmen! Der Kunde kennt Sie ja gar nicht und weiß nicht, dass Sie Anfängerin sind! Dieser ist vielleicht selbst unter Zeitdruck.

Nicht umsonst ist eine Probezeit oft sogar sechs Monate lang. Erst nach dieser Zeit kann sich zeigen, ob man wirklich nicht für den Beruf "geschaffen" ist oder ob es vielleicht doch nur Anlaufsschwierigkeiten sind. Sie sollten dem ganzen vielleicht noch eine Chance geben. Vielleicht gibt es ja unter den Kolleginnen eine Person zu der Sie schon ein wenig Vertrauen gefasst haben, der Sie Ihre Sorgen schildern können. Zeigen Sie sich lernwillig, vielleicht hat man ja ein paar Tipps zur Organisation des Tages für Sie. Noch einmal: Fünf Wochen sind für eine Einarbeitung eine kurze Zeit. Nehmen Sie sich die volle Probezeit! Wenn der Arbeitgeber dann nicht mit Ihnen zufrieden ist, wird er Sie nicht weiterbeschäftigen. Wenn Sie merken, dass es gar nicht mehr geht, sollten Sie um ein Personalgespräch bitten.

Gleichzeitig könnten Sie vielleicht versuchen aus Ihrer Anstellung heraus weitere Bewerbungen zu schicken! Hier hat man in jedem Fall bessere Chancen, als bei einer Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit heraus!

Redaktionsteam ()

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Grundsätzlich sind die zwei Wochen Kündigungsfrist während der Probezeit auch vom Arbeitnehmer einzuhalten. Ob die von Ihnen geschilderten Gründe für eine fristlose Kündigung ausreichen, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Vielleicht sollten Sie mit einem Arzt sprechen, der eine Bescheinigung ausstellen kann. Falls es hier tatsächlich psychische Schwierigkeiten gibt, müsste er Sie wohl krankschreiben.

Sie sollten gut überlegen, ob Sie tatsächlich kündigen wollen, da eventuell Ansprüche auf Arbeitslosengeld gekürzt werden können. Vielleicht wäre es besser, das Gespräch mit dem Chef zu suchen, der ggf. unter diesen Umständen auch nicht zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit ist.

Redaktionsteam ()

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Hallo Frau Schäfer,

den gesamten Urlaubsanspruch erhalten SIe laut § 4 Bundesurlaubsgesetz erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Davor haben Sie laut Gesetz jedoch Anspruch auf Teilurlaub, pro Monat 1/12 des Jahresanspruchs.

Redaktionsteam ()

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Hallo Herr Goldmann,

das Gesetzt schreibt für die Probezeit eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Wochen vor (§ 622 Abs. 3 BGB). Anders lautende Regelungen sind unwirksam, sofern nicht ein Tarifvertrag anwendbar ist. Im Tarifvertrag können ausnahmsweise auch kürze Fristen festgelegt sein.

Redaktionsteam ()

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Hallo,

grundsätzlich gelten die Kündigungsfristen, die im Arbeitsvertrag vereinbart wurden. Ein Personalfragebogen ist dahingehend nicht verbindlich. Sollte in Ihrem Arbeitsvertrag keine Probezeit vereinbart sein, so gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Ende oder zum 15. des Kalendermonats. Anspruch auf Jahresurlaub haben Sie gemäß Vertragsinhalt und entsprechend anteilig, wenn Sie weniger als ein Jahr tätig waren.
Allerdings kann im Tarifvertrag etwas anderes geregelt sein! Falls für Ihr Arbeitsverhältnis also ein Tarifvertrag gilt, könnte sich ein anderes Bild ergeben. Bitte wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt.

Wir hoffen wir konnten Ihnen helfen.
Mit freundlichen Grüßen

Redaktionsteam ()

Hallo,

danke für die Antwort im Tarifvertrag steht rein gar nichts was sowas angeht !

Henrich ()

Die Probezeit müsste dann ausdrücklich vereinbart worden sein. Gibt es vielleicht einen Hinweis im Arbeitsvertrag auf den Personalbogen, also die Aussage, dass der Inhalt des Personalbogens mit zum Arbeitsvertrag gehört? Ansonsten wäre eine Probezeit wohl nicht vereinbart und es gelten die längeren Kündigungsfristen. Wie gesagt, abschließend kann das nur ein Anwalt beurteilen, der sich die Unterlagen genau ansieht.

Davon unabhängig ist der Urlaubsanspruch, der laut § 5 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) anteilig (1/12) zu gewähren ist. Auch hier gilt aber möglicherweise eine Regelung im Tarifvertrag vorrangig.

Redaktionsteam ()

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Hallo Frau Klaus,

Unklarheiten im Arbeitsvertrag gehen in der Regel zu Lasten des Arbeitgebers. Die gesetzliche Regelung in §622 Abs. 3 BGB lautet, dass innerhalb der Probezeit für längstens sechs Monate mit verkürzter Frist gekündigt werden darf. Man kann also theoretisch auch längere Probezeiten vereinbaren, das hat dann aber keinen Einfluss mehr auf die Kündigungsfristen. Unstreitig ist hier wohl, dass die Probezeit zum Zwecke der kürzeren Kündigungsfrist vereinbart werden sollte. Falls also im Vertrag kein Zeitlimit ausgewiesen ist, kann man darauf schließen, dass vom gesetzlichen Höchstrahmen für die verkürzte Kündigungsfrist ausgegangen wurde. Einen Anhaltspunkt für drei Monate gibt es hier offenbar jedenfalls nicht.

Es könnte aber sein, dass für Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag gilt, der Vorgaben zur Probezeit enthält. Falls im Arbeitsvertrag also auf einen Tarifvertrag verwiesen wird, muss nicht jede einzelne Regelung des Tarifvertrages im Arbeitsvertrag wiedergegeben werden.

Da wir hier keine Rechtsberatung geben dürfen, raten wir Ihnen sich im Zweifel rechtlich beraten zu lassen, falls Ihre Chefin mit Forderungen an Sie herantritt. Im Einzelfall bei Betrachtung der individuellen Umstände kann man zu anderen Schlussfolgerungen kommen.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

 
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