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Handyvertrag kündigen: Was ist zu beachten?

Handys sind aus unserem Leben mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken. Sie sind Kommunikationsmittel, Spielzeug und modisches Accessoire in einem. Je wichtiger sie jedoch für uns sind, desto mehr werden wir mit Angeboten von den Mobilfunkbetreibern überhäuft: Freie SMS, Internet-Flatrates, kostenlose Anrufe ins Festnetz und die verschiedensten Gimmicks locken an jeder Ecke. Und oben drauf gibt es fast immer auch noch das neueste Handy-Modell. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass fast jeder Handyvertrag eine mehrjährige Mindestvertragslaufzeit bestimmt. Das heißt er beinhaltet eine längerfristige Bindung des Kunden an den Betreiber. Daran müssen Sie sich grundsätzlich auch halten, denn Vertrag ist Vertrag. Welche Möglichkeiten es gibt, den Handyvertrag trotzdem vorzeitig zu kündigen, erfahren Sie hier.

  • Wir raten dringend: schriftlich zu kündigen
  • Wichtige Details zum Vertrag finden sich in den AGB
  • Vorsorglich gleich nach Vertragsschluss kündigen
  • Dem Absender obliegt die rechtzeitige Kündigung
  • Auch außerordentliche Kündigung möglich

Kündigung zum Ende der Mindestvertragslaufzeit

Wer seinen Handyvertrag zum Ende der Mindestvertragslaufzeit loswerden will, muss lediglich rechtzeitig kündigen. Andernfalls – und das ist die Falle, in die viele Handynutzer tappen – verlängert sich der Handyvertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Rechtzeitig kündigen heißt aber nicht, dass Sie bis zum letzten Tag warten müssen. Letztlich ist es sogar möglich, gleich nach Vertragsschluss zum Ende der Mindestvertragslaufzeit zu kündigen. So vergessen Sie das Kündigen keinesfalls und laufen auch nicht Gefahr die Kündigungsfrist zu versäumen!

Kündigung während der Mindestvertragslaufzeit

Schwieriger ist es hingegen, den Handyvertrag noch vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu kündigen. Aber auch wenn viele Mobilfunkbetreiber das bestreiten, es ist durchaus möglich! Bei Vorliegen von besonders bedeutsamen Gründen kann der Mobilfunkvertrag auch außerordentlich gekündigt werden. Klassisches Beispiel wäre die wiederholte falsche Abrechnung der Telefongebühren durch den Anbieter oder eine andere grobe Vertragspflichtverletzung von seiner Seite.

In allen anderen Fällen hängt die Kündigungsmöglichkeit von der Kulanz Ihres Mobilfunkanbieters ab. Kommen Sie ihm ruhig ein bisschen entgegen: Bieten Sie ihm an, sich aus dem Vertrag freizukaufen, indem sie zum Beispiel die restlichen, nun nicht mehr anfälligen Grundgebühren als "Abfindung" zahlen. So verdient er zwar nichts mehr an Ihren Gesprächsgebühren, das würde er aber auch nicht, wenn sie trotz weiterlaufendem Vertrag im Ausland wären oder einen anderen Handyvertrag verwenden würden.

Letzte Chance: Vertragsübernahme

Die beste Möglichkeit, vor Beendigung der Mindestvertragslaufzeit aus einem Handyvertrag herauszukommen ist die Vertragsübernahme durch einen Freund oder Bekannten. Gegen eine relativ geringe Bearbeitungsgebühr ist es immer möglich, den Vertrag von einer anderen Person übernehmen zu lassen. Das Formular für die Vertragsübernahme bekommen Sie direkt bei Ihrem Handybetreiber. Um nichts anderes, als um eine Vertragsübernahme handelt es sich auch dabei, wenn Handyverträge bei eBay oder anderen Internet-Auktionshäusern "verkauft" werden.

AGB des Anbieters lesen und verstehen

Alles Wissenswerte zu den Kündigungsbedingungen Ihres Handyvertrages finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Mobilfunkanbieters. Diese werden in der Regel an den Handyvertrag herangeheftet, können aber auch auf der Internetseite Ihres Anbieters eingesehen werden. In den meisten Fällen beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, dies kann aber varriieren.

Handyvertrag ohen Risiko kündigen

Egal, welche formellen Anforderungen in Ihrem Vertrag oder in den AGB Ihres Anbieters verlangt werden, eines ist sicher: Nur, wenn Sie den Handyvertrag schriftlich kündigen, gibt es vor Gericht keine Beweisprobleme! Es empfiehlt sich auch, das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein zu versenden. Denn nicht auf das Absenden der Kündigung sondern auf deren Zugang beim Empfänger, also bei Ihrem Mobilfunkanbieter, kommt es an!  Bestehen Sie darauf, dass ihr Anbieter den Zugang der Kündigung schriftlich bestätigt. Ansonsten reicht ein Dreizeiler aus. Ganz sicher gehen Sie, wenn sie eine von Juristen formulierte Vorlage für eine Kündigung verwenden!

Daniel Wilhelm
Fragen und Antworten zum Thema

 
 
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Hallo, habe auf der simyo Website mit einem Klick ALL-on Laufzeitvertrag+Samsung Galaxy bestellt. Sim karte funktioniert, Monatliche Abrechnung 15,90€ funktioniert, nur immer noch kein Handy ( 6 Monate). Für die Hardware ist ein Vertragspartner fine-trade zuständig. Klassische Situation einer verschiebt es auf den anderen und der Kunde schaut dumm aus der Wäsche.. 1 Alle Preise inkl. 19% MWSt. Vertriebspartner ist die fine trade gmbh, Postanschrift: Odeonsplatz 18, 80539 München. Der Abschluss eines Kaufvertrages mit uns über den Onlineshop handyshop.simyo.de ist, sofern ein Tarif ausgewählt wurde, mit dem Abschluss eines Mobilfunkdienstleistungsvertrages mit der Telefónica Germany GmbH & Co OHG gekoppelt. Unsere Annahmeerklärung für Ihr Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages über ein Mobiltelefon steht daher unter der auflösenden Bedingung, dass Sie gleichzeitig mit der Telefónica Germany GmbH & Co OHG einen Vertrag über simyo Mobilfunkdienstleistungen abschließen. Tun Sie dies nicht oder widerrufen Sie diesen Vertrag über simyo Mobilfunkdienstleistungen, wird dieser Vertrag angefochten oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam, entfällt damit automatisch und gleichzeitig auch unsere Vertragserklärung über den Verkauf des Mobiltelefons (auflösende Bedingung). Hinsichtlich der Rechtsfolgen dieser auflösenden Bedingung halten wir uns an die in § 4 dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen wiedergegebene Widerrufsbelehrung. Ich möchte anfechten da ich kein Handy habe ist auch der Mobilfunkvertrag unwirksam, oder????? LG Manja
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Manja Z. (26.12.2015)
Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Anwalt zu wenden, der die Unterlagen genauer prüfen müsste. Aus der Ferne können wir keine genaue Beurteilung abgeben. So wie Sie die Sache schildern hätten Sie Anspruch auf Lieferung des Handys. Dem Vertragspartner müssten Sie eine Frist zur Lieferung setzen. Am besten per Einschreiben, um den Zugang nachzuweisen. Erst wenn die Lieferung abgelehnt wird, können Sie den Vertrag kündigen. Wie gesagt, lässt sich die Sache aber ohne Prüfung der Unterlagen nicht abschließend beurteilen.
Redaktionsteam
Guten Tag mein Handyanbieter ist von einem anderen Anbieter geschluckt worden. Ich möchte nicht bei diesem bleiben. Kann ich da eine Außerordentliche Kündigung machen? Vielen Dank
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V. Afflerbach (04.07.2014)
Hallo, eine außerordentliche Kündigung käme nur in Betracht, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, also sich die Vertragsbedingungen beispielsweise wesentlich ändern. In dem Fall müsste Ihnen das mitgeteilt werden und Sie hätten ein Sonderkündigungsrecht. Wenn sich an den Konditionen nichts ändert, ist leider eine Kündigung ohne Weiteres nicht möglich.
Redaktionsteam
Hallo, ich versuche seit Juli meinen Handyvertrag zu kündigen, weil ich seit Anfang August im Ausland bin und nicht nach Deutschland zurückkehre. Ich kann den Vertrag nicht nutzen und zahle monatlich weiterhin 39€. Was kann ich noch tun? Danke
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Emma (04.12.2013)
Hallo Emma, es kommt da zunächst einmal auf Ihren Vertrag an. Häufig gibt es einem Mindeslaufzeit bevor gekündigt werden darf bzw. bevor die Kündigung wirksam wird. Ein Umzug ins Ausland ist in der Regel kein Grund zur außerordentlichen Kündigung des Vertrages. Vielleicht können Sie sich aber mit dem Anbieter auf eine einvernehmliche Lösung einigen, wenn Sie eine andere Person finden, auf die Sie den Vertrag übertragen können. Im Zweifel sollten Sie die Vertragskonditionen von einem Rechtsberater überprüfen lassen.
Redaktionsteam
Hallo, mein Opa ist nun dement und hat Makulade (eine Sehunfähigkeit). Dessen Handyanbieter stellt sich nun trotz ärztlicher Atteste per Einschreiben quer?? Soll ich den Rechtsschutz einschalten?
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Anja Nitsche (06.06.2013)
Hallo Frau Nitsche, heißt das, der Mobilfunkanbieter will Ihren Opa nicht früher aus dem Vertrag lassen, als die allgemeinen Kündigungsbedingungen es zulassen? Es ist ja nachvollziehbar, dass ein alter Mensch ohne Sehfähigkeit nur schwer ein Handy bedienen kann, also auch keine Vertrag mehr dafür braucht. Versuchen Sie dies am besten direkt mit dem Kundenservice des Mobilfunkanbieters am Telefon zu besprechen und signalisieren Sie Kompromissbereitschaft. Hilft das alles nichts, empfehle ich Ihnen in diesem Fall anwaltliche Schritte anzukündigen und einen Rechtsanwalt einzuschalten. Mobilfunkanbieter sind erfahrungsgemäß nicht interessiert an langwierigen Auseinandersetzungen mit Ihren Kunden. Ein Schreiben mit dem Briefkopf eines Anwaltes beschleunigt oft den Weg zu einer einvernehmlichen Lösung ungemein. Viel Erfolg.
Redaktionsteam
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