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Testament auf Pergamentpapier

von Daniel Wilhelm

Das Oberlandesgericht Hamm hat in einem Urteil ausgeführt, unter welchen Umständen ein sogenanntes Zetteltestament aufgrund der äußeren Form für ungültig erklärt werden kann. Der Gesetzgeber hat die formellen Anforderungen an die Erstellung eines privaten Testaments bewusst niedrig gestellt. Laut Paragraph 2247 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) muss das Testament eigenhändig verfasst sein und so unterschrieben sein, dass sich der Ersteller zweifelsfrei ermitteln lässt. Es muss also nicht der vollständige Vor- und Zuname im Testament auftauchen, es reicht beispielsweise auch die Angabe "Eure Mutter" oder auch Initialien, wenn diese eindeutig zugeordnet werden können. Selbst auf Datum und Ort kann verzichtet werden, sofern sich daran keine Zweifel ergeben können.


Testament besser nicht nur auf einen Zettel schreiben.

Eine bestimmte Form der Schreibunterlage, auf dem das Testament verfasst wird, sieht das Gesetz bewusst nicht vor. In der Theorie reicht also sogar ein Bierdeckel. Doch von einer solchen Form sollte man nach Möglichkeit Abstand nehmen. Kommen im Nachhinein nämlich Zweifel daran auf, dass ein Testierwille vorlag, dann kann das äußere Erscheinungsbild des Schriftstücks entscheidend dafür sein, ob dieses als Testament anerkannt wird oder nicht. So hat das Oberlandesgerichts Hamm in einem Urteil zu sogenannten "Zetteltestamenten" einen ernsthaften Testierwillen einer Erblasserin verneint, deren letzter Wille sich auf einem klein zusammengefalteten Stück Pergamentpapier befand (Az. 10 W 153/15). Hinzu kam, dass sich auf dem Papier viele Schreibfehler befanden und ein vollständiger Satz fehlte. Das Gericht wertete den Zettel damit als dokumentierte Vorüberlegung und bloßen Entwurf. Auch der Umstand, dass der Zettel in einer Schatulle aufgefunden wurde, in der sich allerlei wichtige (aber auch unwichtige) Unterlagen befanden, konnte die Richter dann nicht mehr vom Gegenteil überzeugen. Denn auf eine bewusste Aufbewahrung konnte man aufgrund des Sammelsuriums an Unterlagen in der Schatulle nicht schließen. Nach Auffassung des Oberlandesgerichts hätte die Erblasserin die Zettel dort lediglich vergessen haben können.

Bild: © Gina Sanders / Fotolia.com

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