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Ein Bewerbungsgespräch ist immer auf die ausgeschriebene Position und den beruflichen Werdegang des Bewerbers zugeschnitten. Dennoch gibt es natürlich einige Fragen, die erfahrungsgemäß in jedem Vorstellungsgespräch auftauchen. Hier ein paar Standardfragen und was man darauf antworten sollte:
Diese Frage stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar: Niemand lobt sich gerne selbst. Gleichzeitig ist Selbstbewusstsein für jeden Job wichtig. Gefragt ist eine sachliche und klare Antwort. Verweisen Sie auf konkrete Erfolge und stellen Sie ihr Licht nicht unter den Scheffel.
Schlechte Antwort: „Im Team war ich schon immer ganz gut. Ich bin sehr kommunikativ und, wie ich finde, auch witzig. In meinem letzten Unternehmen haben wir alle Aufgaben gemeinsam im Team erledigt. Das Team durfte ich am Ende sogar leiten. Und Aufgaben verteilen lag mir schon immer besonders gut.“
Gute Antwort: „Ich habe meine Firma erfolgreich auf dem osteuropäischen Markt etablieren können. Bei Entwicklung der Strategie und der Leitung des Projektes haben mir meine Erfahrungen im Marketingbereich und meine gute Kommunikationsfähigkeit sehr geholfen. Es ist mir gelungen, ein fähiges Team aufzubauen und mittlerweile über fast drei Jahre erfolgreich zu leiten. Besonders wichtig war mir dabei stets, dass die verschiedenen Bereiche übereinander informiert sind. Um eine bessere Zusammenarbeit zu gewährleisten habe ich daher eine neue Schnittstelle eingeführt. “
Sie suchen seit mehreren Monaten nach einer Stelle, woran liegt es, dass Sie noch keine gefunden haben?
Gejammer über den Arbeitsmarkt und die Ungerechtigkeiten der Welt hängen den Personalchefs zum Halse raus. Verwenden Sie diese Frage lieber zu Ihrem Vorteil: Machen Sie deutlich, dass Sie explizit auf eine Chance wie die angebotene Stelle gewartet haben.
Schlechte Antwort: „Sie wissen ja wie das ist. Akademiker haben keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt. Höchstens ein Praktikum ist heutzutage noch drin. Dafür habe ich aber nicht studiert.“
Gute Antwort: „Mein Ziel war es immer als Marketing-Berater für den asiatischen Raum in einer großen Unternehmensberatung tätig zu sein. In diesem Bereich kann ich meine Stärken voll entfalten und mich auch durch meine Fremdsprachenkenntnisse und interkulturellen Erfahrungen am besten einbringen. Daher bewerbe ich mich nicht auf jede Stelle, sondern fokussiere ganz klar international tätige Unternehmen in diesem Berufsfeld.“
So wie es hier einmal exemplarisch für Sie gemacht wurde, ist es auch möglich sich auf die anderen Fragen vorzubereiten. Erfahrungsgemäß kann man die Arbeitgeberfragen in die drei Rubriken Person, Motivation und Qualifikation einteilen. Hier ein paar häufig gestellte Fragen, für deren Antwort sich das Nachdenken lohnt:
Mit Fragen zu Ihrer Person, Ihrer Familie und anderen allgemeinen Fragen verschafft sich der Gesprächspartner einen ersten Eindruck von Ihnen und Ihrem Auftreten. So findet er heraus, ob Sie in das Team passen und wie Sie das Unternehmen repräsentieren würden. Als Aufhänger werden oft auch Angaben aus dem Lebenslauf des Bewerbers verwendet.
Jeder Arbeitgeber wünscht sich natürlich hoch motivierte Mitarbeiter, die von dem Unternehmen begeistert sind und die angebotene Stelle unbedingt wollen. Dies sichert ihm einerseits eine engagierte Arbeitsweise und ein gutes Betriebsklima. Außerdem will er sich vergewissern, dass Sie nicht wieder gehen, sobald Sie ein anderweitiges Angebot bekommen. Was er von Ihnen hören will? Das Sie lange auf eine derartige Stelle hingearbeitet haben und Ihr beruflicher Werdegang exakt auf diese Betätigung angelegt ist.
Fragen zu Ihrer Ausbildung oder Ihrer bisherigen Berufserfahrung sind natürlich am aller wichtigsten. Hier interessiert den Personaler nicht Ihre eigene Einschätzung von Ihrer Qualifikation, sondern seine. Bleiben Sie ehrlich und vor allem sachlich. Und wenn es bestimmte Bereiche gibt, in denen Sie nicht so gut sind, lassen Sie sich ruhig belehren.
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