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Die Patientenverfügung

Zahlreiche Ursachen können Menschen in die Situation bringen, nicht mehr selbst über den Verlauf einer medizinischen Behandlung entscheiden zu können. Der Gedanke daran, dass das eigene Leben durch die sogenannte “Apparatemedizin” künstlich verlängert und der Sterbeprozess herausgezögert wird, ruft Ängste hervor. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie Sie mit einer Patientenverfügung selbst über seine Behandlung bestimmen will, sollte sich vorher informieren.

Ist eine Patientenverfügung verbindlich?

Ärzte sind grundsätzlich dazu verpflichtet, vor einer medizinischen Maßnahme Ihre Einwilligung einzuholen, Paragraph 630 d Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Doch was geschieht, wenn Sie gar nicht mehr dazu in der Lage sind, Ihre Einwilligung zu erteilen oder eine Behandlungsmethode abzulehnen? Laut Paragraph 1901a Absatz 1 BGB kann jeder seinen Willen mittels einer Patientenverfügung schon im Vorfeld festlegen –selbst, wenn eine medizinischer Eingriff noch nicht voraussehbar ist. Ohne Patientenverfügung muss der Arzt auf eigene Faust, durch die Befragung von Angehörigen oder eines Bevollmächtigten Ihren Willen ermitteln. Mit der Patientenverfügung ersparen Sie Ihren Angehörigen schwere Entscheidungen in einer ohnehin schon sehr belastenden Situation. Und Sie verhindern, dass schlimmstenfalls Fremde über Ihr Schicksal entscheiden: Wenn Sie keine Vorsorgemaßnahmen getroffen haben, muss das Betreuungsgericht einen gesetzlichen Betreuer ernennen, der den Ärzten Anweisungen zum Behandlungsverlauf gibt.

Wie bereite ich die Patientenverfügung vor?

Bevor Sie eine Patientenverfügung verfassen, sollten Sie sich mit den einzelnen Punkten auseinandersetzen. Es geht hier um Situationen, die man selbst in der Regel noch nicht kennengelernt hat. Was sind Ihre persönlichen Wertvorstellungen, welche Dinge sind Ihnen wichtig? Nehmen Sie sich Zeit, es kann sehr schwerfallen, sich mit Grenzsituationen des Lebens zu beschäftigen. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und Vertrauenspersonen. Den medizinischen Teil kann Ihnen Ihr Hausarzt weitgehend erläutern. Da die Entscheidung einschneidende Konsequenzen haben kann, sollten Sie sich selbst nicht unter Druck setzen.

Wann kommt die Patientenverfügung zum Einsatz?

Wichtig: Wann die Patientenverfügung zum Einsatz kommen soll, bestimmen Sie selbst. In der Verfügung können Sie beispielsweise festlegen, dass diese nur gelten soll, wenn infolge einer Gehirnschädigung Ihre Fähigkeit mit anderen Menschen in Kontakt zu treten aller Wahrscheinlichkeit nach unwiederbringlich erloschen ist. Selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist. Sie können festlegen, dass zwei erfahrene Ärzte die medizinische Situation einschätzen sollen. Möglich ist es auch die Namen dieser Ärzte zu nennen. Dabei sollte man bedenken, dass diese im Notfall auch erreichbar sein müssen.

Worauf ist bei der Formulierung zu achten?

Verschiedene Stellen und Organisationen bieten Formulare und Textbausteine für eine Patientenverfügung an. Wichtig ist es, solche Formulierungshilfen noch individuell anzupassen. Sie können Ihre Wünsche auch frei formulieren. Beschreiben Sie aber alle Punkte möglichst medizinisch korrekt und verwenden Sie keine interpretationsbedürftigen Begriffe, wie “unwürdiges Leben” oder “qualvolles Leiden”. Unbedingt zu empfehlen ist es daher, den Entwurf für eine Patientenverfügung mit dem Hausarzt durchzusprechen. Dieser kann auf dem Formular auch bestätigen, dass dieses Aufklärungsgespräch stattgefunden hat. Wenn Sie bereits an einer schweren Krankheit leiden, dann sollten Sie die Patientenverfügung an zu erwartende Komplikationen und die Krankheitsentwicklung anpassen.

Was passiert, wenn die Patientenverfügung Lücken aufweist?

Medizinischer Fortschritt und neue Krankheitsbilder können dazu führen, dass Ihre Patientenverfügung trotz ausführlicher Beratung lückenhaft ist. Für solche Fälle sollten Sie der Patientenverfügung eine möglichst ausführliche Auflistung Ihrer persönlichen Wertvorstellung anfügen. Ihre Einstellung zum Sterben und zu ethischen und religiösen Werten dient im Zweifel als Auslegungshilfe.

Welche Form muss die Patientenverfügung haben?

Die Schriftform ist eine zwingende Voraussetzung für die Wirksamkeit Ihrer Patientenverfügung. Das bedeutet, dass Ihre eigenhändige Unterschrift erforderlich ist. Der Text selbst muss aber nicht handgeschrieben sein. Auch Ort und Datum sollten Sie hinzufügen. Einen Notar benötigen Sie in der Regel nicht. Nur in Fällen, in denen Sie durch eine Krankheit bereits gesundheitlich eingeschränkt sind oder man aus anderen Gründen (z.B. hohes Alter) an Ihrer Einwilligungsfähigkeit zweifeln könnte, kann eine notarielle Beurkundung trotzdem sinnvoll sein. Grundsätzlich können Sie aber einen vorgefertigten Vordruck verwenden. So stellen Sie sicher, dass Sie auch wirklich zu allen relevanten Fragen Stellung bezogen haben. Gehen Sie beim Ausfüllen der Vorlagen sehr sorgfältig vor und klären Sie alle offenen Fragen mit Ihrem Hausarzt.

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Ob Sie nur eine Patientenverfügung aufsetzen möchten oder mit zusätzlicher Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht eine Rundum-Vorsorge anstreben - Formulare und Muster bieten Ihnen einen rechtssicheren Rahmen. In einem digitalen Vordruck sind alle Eventualitäten vorformuliert, sodass Sie nicht Gefahr laufen, wichtige Aspekte zu vergessen. Die intelligenten Vorlagen von Formblitz können Sie zum Beispiel nach dem Download am Computer ausfüllen und anschließend ausdrucken. Es ist natürlich aber auch möglich, die Vordrucke erst auszudrucken und dann handschriftlich die zu regelnden Punkte anzukreuzen.

Heike Richter

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