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Das perfekte Bewerbungsfoto

Eine typische Szene aus der Personalabteilung: Die Personalchefin hat sich einen neuen Schwung von Bewerbungen vorgenommen. Mit dabei: Die Bewerbung mit dem Urlaubsfoto. Der Bewerber in Bermuda-Shorts am Strand auf Mallorca. Dahinter: halbnackte Damen beim Beach-Volleyball. Alles lässt auf einen fröhlichen Urlaub schließen. Aber was hat dieses Foto in einer Bewerbung zu suchen? Gar nichts. Und so landet die ganze Bewerbungsmappe direkt auf dem Absagenstapel. Eine Situation, die sich vermeiden lässt. Wir empfehlen Ihnen, sich unbedingt an gewisse Standards bei der Erstellung und Auswahl Ihres Bewerbungsfotos zu halten. Nachfolgend haben wir Ihnen einige wichtige Tipps & Infos zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen.

  • Wirken Sie seriös und gleichzeitig sympathisch
  • Punkten Sie optisch mit perfektem Bewerbungsfoto
  • Urlaubs-, Freizeit- und Familienbilder sind tabu
  • Zeigen Sie sich gepflegt und aufgeschlossen
  • Ob schwarz-weiß oder farbig können Sie frei entscheiden

Zeigen Sie Persönlichkeit!

Bei der Auswahl des Fotos gilt es vor allem, professionell, seriös und sympathisch zu wirken. Auch hier geht es darum die Ernsthaftigkeit der Bewerbung deutlich zu machen. Der Betrachter muss an dem Foto erkennen können, wie Sie im Berufsleben auftreten! Man wird zwar nicht allein aufgrund des Bewerbungsfotos eingestellt. Häufig kommt es aber vor, dass Bewerber nur wegen eines schlechten Fotos gar nicht erst in die Kandidatenauswahl aufgenommen werden.

Geht es auch ohne Bewerbungsfoto?

Ein Bewerbungsfoto ist inzwischen nicht mehr Pflicht. Nach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind Arbeitgeber dazu angehalten, Bewerber nicht nach dem Geschlecht, des Alters, der Religion, der ethnischen Herkunft, der sexuellen Identität oder einer Behinderung zu beurteilen. Zumal ein Bewerbungsfoto zumindest Aufschluss über das Geschlecht, das Alter und die Hautfarbe eines Bewerbers gibt, wurde die Pflicht, ein Bewerbungsfoto beizulegen, rechtlich gesehen abgeschafft.

In der Praxis sieht das jedoch immer noch ganz anders aus: Fast alle Unternehmen erwarten ein Bewerbungsfoto, um sich ein Bild von der Erscheinung und dem Auftreten des Bewerbers machen zu können. Eine Bewerbung ohne Foto erscheint bestimmt vielen Arbeitgebern bereits verdächtig, liegt doch die Vermutung nahe, dass mit dem Aussehen des Bewerbers irgendwas nicht stimmt. Nur wenige, meistens international orientierte Unternehmen weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein Bewerbungsfoto nicht erwünscht sei. In allen anderen Fällen gilt: Mit einem professionellen Bewerbungsfoto können Sie nichts falsch machen!

Profi-Bilder vom Fotografen

Dass Sie selbst ein guter Hobby-Fotograf sind, glaubt man Ihnen gerne. Wenn es um Ihr Bewerbungsfoto geht, ist es dennoch ratsam, einen professionellen Fotografen aufzusuchen. Dieser macht nicht nur scharfe und bestens belichtete Porträtfotos, sondern ist zugleich ein guter Ratgeber, wenn es um Sitzposition, Blickwinkel und Gesichtsausdruck geht.

Wer sich den Gang zum Fotografen dennoch ersparen will, der sollte bei der eigenen Aufnahme oder den Automatenfotos mit so viel Professionalität wie möglich vorgehen. Dabei gilt vor allem: Das Bild, mit dem Sie sich bewerben, sollte nichts anderes zeigen als Ihr Profil. Urlaubs- oder Familienbilder sind daher absolut ungeeignet.

Der richtige Blick

Überlegen Sie sich zunächst, was für einen Eindruck Sie mit Ihrem Bewerbungsfoto wecken möchten. Dabei ist die Erwartungshaltung Ihres potenziellen Arbeitgebers zu berücksichtigen. Wer sich als Web-Designer bewirbt, kann auf dem Bild ruhig etwas kreativer und legerer rüberkommen. Für einen jungen Anwalt oder eine Empfangsdame ist ein seriöses Auftreten hingegen unerlässlich. Beim Fotografieren selbst sollten Sie aufgeschlossen und gleichzeitig ernsthaft gucken. Ein freundlicher Blick oder sogar Lächeln sind meistens auch nicht verkehrt, gerade wenn es sich um eine Position mit viel Kundenkontakt handelt.

Ansonsten gilt es stets, auch mit dem Bewerbungsfoto auf die Stellenanzeige zu antworten. Fragen Sie sich, wie das anvisierte Unternehmen gesehen werden will. Das Foto sollte dann zeigen, dass Sie genau auf das Unternehmensprofil passen und das “Look and Feel“ der Firma mittragen werden.

Größe und Format

Bei der Frage nach der Art des Fotos hat sich ganz klar das Porträt durchgesetzt. Nur das Gesicht und die Schultern sollten zu sehen sein. Hände oder gar Gegenstände im Hintergrund lenken ab und sind somit Tabu.Die Größe des Fotos hängt von Ihrem eigenen Geschmack und der sonstigen Gestaltung Ihrer Bewerbungsunterlagen ab. Empfehlenswert ist ein etwas größeres Foto im Hochformat, damit das Bild nicht an Aussagekraft einbüßt oder verloren wirkt. Von der gängigen Fotogröße 4 x 5,5 cm oder 5 x 7,5 cm bis zu einer Größe von 7 x 10 cm ist alles möglich.

 In Ausnahmefällen kann auch ein Querformat gewählt werden, wenn es darum geht aus der Masse der Bewerber hervorzustechen. Ein erfahrener Fotograf wird Sie bei der Wahl von Größe und Format bestens beraten können und Sie auch in dieser Hinsicht ins rechte Licht rücken.

Schwarz-weiß oder farbig?

Eine viel diskutierte Frage ist es, ob das Bewerbungsfoto schwarzweiß oder bunt sein sollte. Hier entscheidet einzig und allein Ihr persönlicher Geschmack.

Achten Sie aber auch darauf, dass sich das Foto gut in Ihre restlichen Bewerbungsunterlagen einfügt: Sind diese sehr farbig, fügt sich ein buntes Foto natürlich besser ein. Ansonsten wirkt eine Schwarzweiß-Aufnahme eleganter, während ein buntes Bewerbungsfoto mehr hervorsticht und häufig auch mehr Tiefe bringt.

Retuschieren in Maßen

Bei öffentlichen Fotos und in der Werbung unverzichtbar, hat das Retuschieren von Fotos mittlerweile auch in den Bereich der Bewerbungen Einzug gehalten. An einer professionellen Überarbeitung des Bewerbungsfotos ist auch grundsätzlich nichts auszusetzen. Es wird von den meisten Fotografen als Zusatzleistung ohne Aufpreis angeboten. Hautunreinheiten, Augenringe und ähnliches können so weggezaubert werden. Es versteht sich von selbst, dass auf dem Foto nicht Brad Pitt abgebildet sein sollte, wenn zum Vorstellungsgespräch nur Ottfried Fischer erscheint!

Linda Weber