So funktioniert's:
Herunterladen
Personalisieren
... und so oft verwenden, wie Sie möchten.
zurück zu > Bewerbung

Arbeitslosigkeit ist kein K.O.-Kriterium mehr

Einmal arbeitslos, immer arbeitslos? Nein. Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Sie ist in Zeiten von Outsourcing, Abwanderung und Massenentlassungen kein Stigma mehr. Auch aus der Arbeitslosigkeit heraus ist daher eine erfolgreiche Bewerbung möglich. Wie immer kommt es nur auf eins an: Erstklassige Bewerbungsunterlagen. Und mit ein paar Tipps und Tricks kann sich jeder die perfekte Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Arbeitszeugnissen basteln.

  • Konzentrieren Sie sich auf die jetzige Bewerbung
  • Vermeiden Sie Lücken im Lebenslauf
  • Keine Mitleidstour und keine Lügen
  • Bereiten Sie sich auf Fragen zur Arbeitslosigkeit vor
  • Überzeugen Sie mit Ihrem Bewerbungsschreiben

Ihre Stärken stehen im Mittelpunkt

Viele arbeitslose Bewerber sind so sehr darauf fixiert, Ihre Arbeitslosigkeit zu verschleiern, dass Sie ganz vergessen, Ihre Stärken einzubringen. Arbeitslosigkeit hin oder her, es kommt beim Bewerben immer auf das gleiche Grundprinzip an: Ihre Bewerbung stellt die Antwort auf die Stellenbeschreibung dar. Viel wichtiger als das, was Sie gerade tun oder nicht tun, ist zu zeigen, dass Sie die perfekte Besetzung für die offene Position sind! Klammern Sie also beim Bewerben zunächst einmal Ihre Arbeitslosigkeit aus und bringen Sie Ihre Qualifikationen und Stärken an.

Wer lügt, geht zuviel Risiko ein

Die eigene Arbeitslosigkeit darzustellen, ist eine Gratwanderung. Einerseits gilt es, die beschäftigungslose Zeit möglichst positiv darzustellen, andererseits sind lange Ausführungen zu dem Thema auch unerwünscht. Und sparen Sie sich die Mitleidstour! Nur weil Sie unberechtigter und unfairer Weise von Ihrem früheren Arbeitgeber entlassen wurden, werden Sie den neuen Job auch nicht bekommen. Formulierungshilfen finden Sie in unseren Ratgebern zum Thema Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit und im dazu gehörigen Bewerbungspaket. Ein paar Beispiele:

"Zuletzt war ich bei dem Unternehmen XY beschäftigt, das wegen erheblicher Produktionsprobleme seinen Sitz nach Osteuropa verlagerte."

"Zumal ich wegen einer betriebsbedingten Kündigung meines letzten Arbeitgebers momentan beschäftigungslos bin, könnte ich Ihr Team ab sofort verstärken."

"Den weit reichenden Stellenabbau bei meinem bisherigen Arbeitgeber nutze ich nunmehr dafür, mich neu zu orientieren."

Sind Sie am Ball geblieben?

Auch im Lebenslauf kommt es vor allem darauf an, die eigene Arbeitslosigkeit nicht zu verschleiern, aber dennoch das Beste daraus zu machen. Daher empfiehlt es sich die Lücke im Lebenslauf möglichst durch die Angabe anderer Beschäftigungen auszufüllen. Karitatives Engagement, autodidaktische Weiterbildung oder Fortbildungsmaßnahmen – es kommen alle bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten in Betracht. Dabei geht es nicht nur darum, irgendwie die beschäftigungslose Zeit zu überbrücken. Treten Sie den Beweis dafür an, dass Sie sich mit berufsrelevanten Themen befasst und den Anschluss an das Berufsleben nicht verpasst haben.

Seien Sie auf Nachfragen vorbereitet

Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, der muss damit rechnen, dass die Arbeitslosigkeit thematisiert wird. Bereiten Sie sich also auf dementsprechende Fragen vor. Und schämen Sie sich vor allem nicht: Eine betriebsbedingte Kündigung kann jeden treffen, sie wird keinen negativen Einfluss auf die Einstellungsentscheidung haben. Bei einer verhaltensbedingten Kündigung sieht die Sache schon etwas anders aus: Hier kommt es vor allem darauf an, mit einer besonders hohen Arbeitsmotivation für den neuen Job zu überzeugen. Und um ein Fettnäpfchen sollten Sie in jedem Fall einen weiten Bogen machen: Lästern Sie keines Falles über Ihren bisherigen Arbeitgeber. Denn Ihr Gesprächspartner sucht einen loyalen Mitarbeiter. Und in ein paar Jahren könnte er ebenfalls Ihr "bisheriger Arbeitgeber" werden.

Linda Weber
Fragen und Antworten zum Thema

 
 
* Pflichtfeld

Die Nachgefragt-Frunktion ist registrierten Kunden und unseren Newsletter-Abonnenten vorbehalten. Sie sind noch nicht angemeldet? Stellen Sie jetzt Ihre Frage und registrieren Sie sich später für unseren kostenlosen Newsletter. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht, sie dient nur zur Benachrichtigung. Ihr Name erscheint unter Ihrer Frage auf unserer Seite. Falls Sie nicht wünschen, dass Ihr Name veröffentlicht wird, können Sie ein Pseudonym wählen.
Danke für Ihren Beitrag!
Autor:
E-Mail:
Ihr Beitrag erscheint, sobald er von einem unserer Moderatoren freigeschaltet wurde.
Sie sind noch nicht für unseren kostenlosen Newsletter angemeldet und können die Nachgefragt-Funktion daher noch nicht nutzen. Jetzt kostenlosen Newsletter anfordern, um die Frage zur Beantwortung durch unser Redaktionsteam freizuschalten.
Liebes Formblitz Team, bin durch eine Umstrukturierung im Unternehmen gekündigt worden. Bin seit 2 Jahren auf der Arbeitsuche. Ständig werde ich gefragt was ich in der Zeit gemacht hab. Meine Antwort ist : mich beworben und beworben. Als Chemikerin war ich für Nebentätigkeiten wie zum Beispiel bei Rossmannarbeiten, überqualifiziert, daher habe ich keine kleine jobs ausführen können. Wie begründe ich das , damit es nicht mehr so negativ rüber kommt, dass ich solange suche. Wie formuliere ich meine Langzeitarbeitslosigkeit im Anschreiben? Viele Grüße
(1 Antwort) Anzeigen Verbergen
Martina (31.07.2016)
Das kann man so pauschal leider nicht sagen. Vielleicht haben Sie sich ehrenamtlich engagiert oder sich um pflegebedürftige Angehörige gekümmert. Auch eine Weiterbildung oder einen Auslandsaufenthalt kann man ggf. anbringen. Ungünstig ist es, sich als überqualifiziert zu bezeichnen. In dem Fall sollten Sie lieber gar nicht erwähnen, dass Ihre Bewerbungen in weniger qualifizierten Bereichen abgelehnt wurden.
Redaktionsteam
Liebes Formblitz Team, bin dabei ein neues Bewerbungsanschreiben zu verfassen, da ich immer wieder gefragt werde, warum ich nicht mehr bei meinem alten Arbeitgeber bin. Gekündigt wurde ich während meines Urlaubes und das in der Probezeit. Das war ein Schock, eine richtige Erklärung habe ich nie erhalten.Meine Vorgesetzte mochte mich nicht und ich konnte noch so gut sein. Bitte geben Sie mir ein kleinen Tipp, wie ich mein Anschreiben nach 4 Monaten Arbeitssuche verfassen sollte. Herzlichen Dank im Voraus. Freundliche Grüße Doris Moulin
(1 Antwort) Anzeigen Verbergen
Doris Victoria Moulin (01.08.2014)
Sehr geehrte Frau Moulin, wenn ich das richtig sehe, beinhaltet Ihre Anfrage eigentlich zwei Fragen. Erlauben Sie mir, dass ich versuche, diese der Reihe nach zu beantworten: Zum einen ist eine Suche nach einem Arbeitsplatz im Zeitraum von vier Monaten nichts ungewöhnliches und daher noch gut zu argumentieren. Im Lebenslauf kann diese Zeit als "Berufsneuorientierung" vermerkt werden und kein Arbeitgeber wird sich an dieser Angabe stoßen. Wichtig ist, dass Ihr Lebenslauf keine Lücken aufweist. Nun zum anderen, etwas komplexeren Thema: Sie schreiben, dass Sie immer wieder gefragt werden, warum Sie nicht mehr bei Ihrem alten Arbeitgeber sind. Daraus entnehme ich, dass Sie bereits Gespräche mit potentiellen Arbeitgebern führen durften, was ja bereits zeigt, dass Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen auf einem guten und richtigen Weg sind, denn sonst würden Sie ja nicht eingeladen werden. Im Gespräch sollten Sie sich keinesfalls negativ über den ehemaligen Arbeitgeber äußern. Oft kann mit Aussagen wie, dass "das Arbeitsumfeld nicht für Sie gepasst hat", das Problem bereits gut umschrieben werden. Auch werden Formulierungen, wie "aufgrund personeller Umstrukturierungen" oder "durch äußere Umstände" helfen können. Wichtig ist, dass Sie weder im Anschreiben noch im Gespräch negativ über den ehemaligen Arbeitgeber berichten, denn auch der neue Arbeitgeber möchte nicht, dass irgendwann in Zukunft über ihn schlecht gesprochen wird. Vielmehr rücken solche Äußerungen Sie ins schlechte Licht. Haben Sie nach der Kündigung ein Arbeitszeugnis oder aufgrund der noch nicht allzu langen Zeit zumindest eine Arbeitsbestätigung und Aufgabenbeschreibung (einfaches Zeugnis) vom alten Arbeitgeber erhalten? Ein knackig formuliertes Zeugnis mit einem guten Ergebnis ("sehr gut" wäre aufgrund der kurzen Beschäftigungsdauer eher unglaubwürdig) steht Ihnen zu und hilft Ihnen bei Ihren zukünftigen Bewerbungen. Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig weiter helfen konnte. Gerne können Sie für weitere Fragen sich auch über die E-Mail Adresse dr.job@formblitz.de direkt an mich wenden. Dieser Service ist natürlich kostenlos für Sie. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Bewerbungsbemühungen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Job
Redaktionsteam
Google+