Juristische Vorlagen, Verträge,
Bürosoftware und mehr...
Service Hotline 0900 1000 836 Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr (€ 0,99/Min aus dt. Festnetz)
Neu & gratis! Steuerformulare 16/17
suchen
 Login
Home > Testament > Ehegattenerbrecht

 
Warenkorb
(0 Artikel)
Warenkorb
Testament/ehegattenerbrecht

Was bekommt der Ehepartner?


  • Nur Ehegatten erben bereits nach dem Gesetz
  • Nach Scheidungsantrag bereits kein Erbrecht mehr
  • Erbrecht wird vom Güterstand der Ehe beeinflusst
  • Je entfernter die Verwandten desto größer der Anteil des Ehegatten
  • Auch Kinder beeinflussen den Erbteil des Ehegatten

Das Erbrecht des Ehegatten und auch eines eingetragenen Lebenspartners folgt anderen Regeln als das Verwandtenerbrecht. Schließlich ist der Partner ja auch gar nicht mit dem Erblasser verwandt. Um überhaupt etwas zu erben, muss er natürlich noch mit dem Erblasser verheiratet sein. Aber schon wenn der Erblasser einen begründeten Scheidungsantrag gestellt oder ihm zugestimmt hat, entfällt das Erbrecht des Ehepartners. Bestand die Ehe zum Zeitpunkt des Erbfalles noch, so hängt der Erbteil des Ehepartners sowohl von den anderen erbberechtigten Personen als auch vom Güterstand ab.




 

Der Einfluss der erbenden Verwandten

Zunächst ist danach zu unterscheiden, welche Personen neben dem Ehepartner erbberechtigt sind. Neben Verwandten erster Ordnung erhält der Ehepartner ein Viertel des Nachlasses. Neben Verwandten der zweiten und dritten Ordnung erhält er sogar die Hälfte des Nachlasses. Sind nur noch Verwandte der vierten oder fünften Ordnung vorhanden, so erbt der Ehegatte alles. Er erhält außerdem den ehelichen Hausrat.

Der Einfluss der Güterstände

So weit ist das Gesetz noch leicht zu verstehen, jetzt wird es etwas komplizierter. Das Erbrecht des Ehegatten wird außerdem über den jeweiligen Güterstand während der Ehe korrigiert. Es kommt demnach darauf an, ob zwischen dem Erblasser und seinem Ehegatten der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, Gütergemeinschaft oder Gütertrennung bestand.

Die Zugewinngemeinschaft

Bestand zwischen den Eheleuten der Güterstand der Zugewinngemeinschaft, so gibt es zwei Wege, wie der überlebende Ehegatte vorgehen kann: Nach der erbrechtlichen Lösung wird seine Erbquote pauschal um ein Viertel erhöht, gleich, ob der verstorbene Ehegatte einen Zugewinn erwirtschaftet hat oder nicht. Dies bedeutet, dass der überlebende Ehegatte einer Ehe neben den gesetzlichen Erben der ersten Ordnung die Hälfte, neben den gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung oder den erbberechtigten Großeltern drei Viertel und neben den übrigen gesetzlichen Erben den gesamten Nachlass erhält.

Die zweite Möglichkeit ist, statt dieser Erhöhung, den Zugewinnausgleich zu verlangen. In diesem Fall erhält der Ehepartner neben dem festen Ehegattenerbrecht noch so viel, wie er im Falle einer Scheidung erhalten hätte. Welcher der Wege vorteilhafter ist, ist von Fall zu Fall verschieden und hängt vor allem von den nicht in den Zugewinn fallenden Vermögenswerten ab.

Die Gütertrennung

Lebten die Ehegatten zum Zeitpunkt des Erbfalles im Güterstand der Gütertrennung, kommt es nur dann zu der Erhöhung um ein Viertel, wenn mindestens drei Kinder neben dem Ehepartner erben. Sind nur ein oder zwei Kinder vorhanden, so wird der Nachlass zwischen diesen Kindern und dem Ehepartner zu gleichen Anteilen aufgeteilt. Zweck dieser Regelung ist es, dass der überlebende Ehegatte, neben den erbberechtigten Kindern des Erblassers, immer mindestens genauso viel erbt wie diese.

Heike Richter

 

Top Downloads

Frage stellen ...

* Pflichtfeld

Die Nachgefragt-Funktion ist registrierten Kunden und unseren Newsletter-Abonnenten vorbehalten. Sie sind noch nicht angemeldet? Stellen Sie jetzt Ihre Frage und registrieren Sie sich später für unseren kostenlosen Newsletter. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht, sie dient nur zur Benachrichtigung. Ihr Name erscheint unter Ihrer Frage auf unserer Seite. Falls Sie nicht wünschen, dass Ihr Name veröffentlicht wird, können Sie ein Pseudonym wählen.

Das käme darauf an, welches Recht für Ihr Testament gelten soll. Falls Sie möchten, dass deutsches Erbrecht anwendbar ist, müssten Sie dies durch die Erklärung der Rechtswahl ausdrücklich erklären (im Muster-Testament ist eine Rechtswahlklausel enthalten). Aufgrund der EU-Erbrechtsverordnung gilt ansonsten immer das Recht des Landes, in dem der Verstorbene den letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Wir würden Ihnen daher eine Einzelfallberatung bei einem spezialisierten Notar oder Anwalt empfehlen, der Ihnen sagen kann, ob Sie Ihren Nachlass nach niederländischem oder deutschem Recht regeln sollten. Beides wäre in Ihrem Fall möglich.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Ja, allerdings hätte der Ehemann noch einen Anspruch auf den Pflichtteil. Voraussetzung wäre auch, dass Sie nicht bereits durch eine testamentarische Verfügung, die Sie zusammen mit Ihrem Ehepartner getroffen haben, gebunden sind.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Wir können an dieser Stelle leider nicht alle Einzelheiten Ihres Falles prüfen und daher nur allgemeine Auskünfte geben. Im Zweifel müssten Sie sich rechtlich beraten lassen.
Wenn es keinerlei testamentarische Regelung gibt, tritt das gesetzliche Erbrecht ein. Danach wären Ihre Tochter und Ihre Ehefrau Erben, würden also eine Erbengemeinschaft bilden. Geschwister sind Erben zweiter Ordnung und erben nur dann, wenn es keine Erben erster Ordnung gibt und auch nicht mehr beide Elternteile leben.

Falls Sie also wünschen, dass Ihr Bruder auch erbt, müssten Sie ein entsprechendes Testament aufsetzen.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Guten Tag Frau Jürgens,

grundsätzlich ist das Berliner Testament für Ihre Belange das richtige. Jedoch gibt es auch bei dieser Form des Testamentes die Möglichkeit, dass Ihre Kinder vorab ihren Pflichtteil einfordern.

Es gibt natürlich auch Möglichkeit, ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eintragen zu lassen. Gestaltungsmöglichkeiten für ein fast wasserdichtes Testament gibt es viele. Garantien leider nicht.

Da wir als Redaktion keine verbindliche Rechtsauskunft geben dürfen, empfehlen wir Ihnen, sich von einem Rechtsanwalt für Erbrecht beraten zu lassen.

Das Thema Erbrecht und Erfolge ist äusserst komplex. Im Einzelfall können sich immer auch noch andere Gesichtspunkte ergeben, die für Sie zu einer besseren Testaments-Lösung führen.

Mithilfe unserer Ratgeber können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen und sich optimal auf den Anwaltstermin vorbereiten, damit all Ihre Fragen beantwortet werden können. Viel Glück

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

Sie können durchaus Ihre Frau als Alleinerbin einsetzen. Leibliche Geschwister und deren Kinder sind nicht pflichtteilsberechtigt.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir hier keine verbindliche Rechtsberatung liefern dürfen. Im Einzelfall kann die Sache sich auch anders gestalten. Daher sollten Sie im Zweifel einen Anwalt oder Notar aufsuchen.

Redaktionsteam ()

Diese Frage beantworten

 
Google+