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Testament

Testament verhindert Erbstreitigkeiten  

Ihr Testament vermeidet Unmut und Streitereien unter den Erben sowie Kosten für langwierige Prozesse. Denn oft führt die gesetzliche Erbfolge nicht zu gerechten Ergebnissen und ein Verwandter kommt in den Genuß einer Erbschaft, obwohl er dem Erblasser gegenüber nicht gerade ein Muster an Redlichkeit war. Mit einem Testament sorgen Sie dafür, dass nur die Personen von Ihrem Nachlass profitieren, zu denen Sie eine persönliche Bindung haben. Ob Berliner Testament, Einfaches Testament oder Unternehmertestament - es gibt viele verschiedene Arten von Testamenten. Finden Sie für sich die angemessene Form und sorgen Sie für die richtige Verteilung Ihres Nachlasses.

Auf die Wirksamkeit des Testaments kommt es an

Ein Testament muss klar und präzise formuliert werden. Dabei sollten Sie den Fall im Auge behalten, dass möglicherweise weitere Erbberechtigte hinzukommen z.B. Enkelkinder. Ein nicht eindeutiges Testament kann nicht vollstreckt werden und muss von Rechtsanwälten und Richtern ausgelegt werden. Bereits dadurch kann Ihre letztwillige Verfügung komplett verdreht werden. Statt Tante Herta erbt dann plötzlich Hertha BSC. Kommen die Juristen nicht zu einer einheitlichen Auslegung, so ist Ihr Testament schlichtweg unwirksam. Was bleibt, ist die gesetzliche Erbfolge. Diese nimmt aber keine Rücksicht auf zwischenmenschliche Beziehungen, sondern richtet sich einzig und allein nach der Abstammung.

Testierfreiheit mit Grenzen

Was nach dem Tod kommt, ist nach wie vor eines der größten Rätsel unseres Daseins. Zumindest was mit den “irdischen Gütern“, also dem eigenen Vermögen passiert, kann jeder selbst entscheiden. Die so genannte Testierfreiheit wird in Artikel 14 des Grundgesetzes verfassungsrechtlich garantiert. Tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl von Einschränkungen durch den deutschen Gesetzgeber: Zunächst stellt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) strenge Voraussetzungen dafür auf, wie man sein Testament aufsetzen muss. Und auch das Pflichtteilsrecht stellt eine erhebliche Beschränkung der Testierfreiheit dar. Dazu kommt die eigene Sprache der Rechtswissenschaften: Ein Vermächtnis ist keine Erbschaft und eine Auflage ist keine Bedingung. Um trotz der vielen gesetzlichen Regelungen wirksam testieren zu können, ist es ratsam, sich vorher gründlich über das Erbrecht zu informieren. Nur wer weiß, wer als gesetzlicher Erbe in Frage kommt, kann die gesetzliche Erbfolge zugunsten eines anderen abwandeln und ein sinnvolles Testament formulieren. Verwenden Sie beim Aufsetzen Ihres Testaments ein vorformuliertes Muster sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es nicht reicht, den Vordruck einfach zu unterschreiben. Es ist notwendig, dass Sie den Text der Vorlage persönlich abschreiben und auf diese Weise ein handschriftliches Testament erstellen. Nichtsdestotrotz bieten Vordrucke eine sehr gute Orientierung. Eine Alternative wäre auch, einen Notar aufzusuchen und den letzten Willen von einem Experten verfassen zu lassen. Dieser Schritt ist jedoch mit Kosten verbunden, die Sie sich durch den Download eines Muster-Testamentes ersparen.

Mit einem Testament den Partner absichern

"Was soll nur aus meinem Partner werden, wenn ich einmal nicht mehr da bin?" Stellen Sie sich diese Frage nicht nur, sondern treffen Sie durch die Formulierung eines Testamentes Vorkehrungen für den Fall der Fälle. Um Ihren Partner wirtschaftlich abzusichern, reicht es nicht immer aus, ihn zum Alleinerben einzusetzen. Pflichtteilsansprüche naher Verwandter können dazu führen, dass der Begünstigte dennoch “das Tafelsilber“ veräußern muss, um alle Nachlassverbindlichkeiten zu begleichen. Durch die Anordnung von Vor- und Nacherbschaft verbunden mit einer Pflichtteilsklausel können Sie dies einfach vermeiden. Und durch ein gemeinschaftliches Testament erzeugen Sie eine Verknüpfung zwischen Ihrem Testament und dem Ihres Partners, die durch eine Wiederverheiratungsklausel noch erheblich verstärkt werden kann. So zum Beispiel im Wege eines Berliner Testaments. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihren letzten Willen in Ihrem Sinne aufsetzen, zeigen Ihnen diverse Muster korrekte Formulierungen und mögliche Optionen bei Testamentsgestaltung.

Unternehmen per Testament rechtswirksam vererben

Alles was Sie haben, steckt sowieso in Ihrer Firma? Das ist noch lange kein Grund, auf ein Testament zu verzichten. Auch Firmen lassen sich ohne weiteres vererben. Entscheiden Sie selbst, bei wem Ihr Unternehmen in besten Händen ist und setzten Sie ihn in einem rechtssicheren Unternehmertestament zum Alleinerben ein. Durch Bedingungen, Auflagen und andere Beschränkungen erhalten Sie außerdem die Möglichkeit, Ihrem Nachfolger die Marschroute vorzugeben und so die Unternehmensführung über Ihr Ableben hinaus zu beeinflussen. Und wenn Sie Ihren Nachfolger bereits selbst einarbeiten und an Ihre Firmenphilosophie binden wollen, hat das Erbrecht auch dafür eine Lösung: Schließen Sie mit Ihrem Nachfolger einfach einen Erbvertrag. Ähnlich wie bei der Erstellung eines Testamentes, können Sie beim Aufsetzen eines solchen Vertrages auf eine Vorlage zurückgreifen.

Den Erben zuliebe geizig sein

Schenken Sie dem Staat kein Geld. Dieser streicht pro Jahr mehr als drei Milliarden Euro an Erbschaftssteuer ein. Damit Ihre Angehörigen von Ihrem Erbe auch etwas haben, gilt es, möglichst viel Erbschaftssteuer einzusparen. Dafür gibt es verschiedene, absolut legale Möglichkeiten: In vielen Fällen ist es ratsam, Nachlassgegenstände bereits zu Lebzeiten auf die nächste Generation zu übertragen. Insbesondere entstehen Steuerfreibeträge alle zehn Jahre erneut. Keine Angst: Dass Sie als Senior am Ende ohne wirtschaftliche Grundlage dastehen, lässt sich durch Nutzungsrechte, Widerrufsvorbehalte und Bedingungen leicht vermeiden. Auch für Schenkungen zu Lebzeiten oder auf den Todesfall gibt es rechtssichere Schenkungsverträge. Bei größeren Vermögen kann auch die Gründung einer Stiftung sinnvoll sein.

Berliner Testament: Absicherung unter Ehepartnern

Das Besondere am Berliner Testament ist, dass es Ehepartnern eine gegenseitige Absicherung im Falle des Todes eines der Partner bietet. Denn bei dieser Art des Erbes wird das gesamte Vermögen dem längerlebenden Ehegatten zur Verfügung gestellt. Die Kinder erben beim Berliner Testament vorerst nicht und werden somit von der gesetzlichen Erbfolge zunächst ausgeschlossen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese auf ihren Pflichtteil verzichten. In der Regel wird dieser nicht verlangt, denn möchte ein Kind bereits nach dem Tode des ersten Elternteils seinen Pflichtteil ausgezahlt bekommen, so erhält es nach dem Versterben des Längerlebenden auch nur einen Pflichtteil.

Zu bedenken ist, dass es beim Berliner Testament zu zwei mal zu zahlenden Erbschaftssteuern kommen kann. Zum einen ist das Erbe vom verstorbenen Partner an den überlebenden Gatten zu versteuern. Zum anderen wird nach dem Ableben des 2. Ehegatten, wenn das Erbe an die Kinder übergeht, eine erneute Steuerzahlung fällig. In manchen Fällen kann es daher günstiger sein, auf ein Berliner Testament zu verzichten und stattdessen beispielsweise Immobilien bereits zu Lebzeiten seinen Kindern zu überschreiben.

Heike Richter

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Sehr geehrter Herr Kudanek,

was den Erbteil der Kinder angeht, so sind Sie in der Testamentsgestaltung frei. Sie können auch ein Kind z.B. auch ganz enterben, ohne eine Begründung nennen zu müssen. Nur der Pflichtteil lässt sich so leicht nicht ausschließen. Wenn die Schenkung an das eine Kind bereits so lange Zeit her ist, sollte diese unbedingt im Testament vermerkt werden. Denn gesetzlich ist eine Schenkung die über 10 Jahre her ist für das Erbrecht nicht mehr relevant. Es gibt Möglichkeiten das Testament entsprechend auszugestalten, beispielsweise durch eine Pflichtteilsanrechnungsklausel.

Da es hier sehr auf die Einzelheiten ankommt, sollten Sie sich von einem Anwalt oder Notar beraten lassen, bevor Sie das Testament verfassen.

Redaktionsteam (20.02.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo,

hierzu gibt es eine gesetzliche Regelung. In § 2077 BGB steht, dass die Verfügung nicht mehr gültig ist. Das gleich gilt, wenn zum Zeitpunkt des Todes der Scheidungsantrag gesestellt wurde und alle Voraussetzungen für eine Scheidung vorlagen. Ausnahme: Im Testament wurde ausdrücklich vereinbart, dass es auch im Fall der Scheidung weiter gültig bleiben soll.
Bitte fragen Sie im Zweifel einen Anwalt, der das Dokument genau durchsehen muss. Denn auch bei einem Berliner Testament gibt es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Redaktionsteam (15.03.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo,

wenn Sie nicht verheiratet sind, kommt ein Berliner Testament nicht in Betracht. Wenn Sie zusammen eine letztwillige Verfügung verfassen wollen, die sie gegenseitig bindet, dann benötigen Sie einen Erbvertrag. Dieser muss aber zwingend bei einem Notar erstellt werden.

Alternativ kann natürlich jeder für sich ein Einzeltestament aufsetzen und den Lebenspartner als Alleinerben bestimmen. Die Vorlage für ein handschriftliches Testament finden Sie hier. Hiermit können Sie die Geschwister enterben. Allerdings kann natürlich jeder für sich sein Testament auch noch ändern. Falls Sie diese Option nicht wünschen, bleibt nur der Gang zum Notar.
Bitte bedenken Sie, dass wir hier keine individuelle Rechtsberatung geben können. Möglicherweise gibt es nach Sichtung aller Fakten in Ihrem Fall noch andere Optionen. Bitte wenden Sie sich an einen Notar oder Rechtsanwalt, um das verbindlich zu klären.

Redaktionsteam (15.03.2013)

Diese Frage beantworten

Guten Tag.

Darf mein Ehegatte in meinem eigens geschriebenen Testament eine eigene Erklärung/Bestätigung zu meinen Ausführungen einfügen oder anfügen. Damit könnte man ein gemeinsames Testament umgehen.
Mit dem gemeinsamen Testament wird es schwierig, weil wir beide jeweils ein eigenes Mietshaus haben und diese getrennt jeweils an eines der beiden Kinder vererbt werden sollen.
Die einzelnen Testamente müssen deshalb die/den Einlassung/Zusatz des anderen Elternteils enthalten, dass er an der gemeinsam vereinbarten Erbfolge nicht anderes nach dem Tode des zuerst Versterbenden formuliert und damit ein Kind benachteiligt wird.
Die Notare haben an uns Zeit unseres Lebens überdurchschnittlich profitiert, sie können sich über uns nicht beklagen. Im Übrigen gibt es mit Sicherheit tausende Fälle, die in einer ähnlichen Situation gelöst werden sollen. Ein Jurist muss bei uns nicht etwas Neues erfinden. Davon abgesehen, falls die angebliche Haftung angesprochen wird, warum werden dann später trotzdem noch Rechtsstreitigkeiten geführt, bei denen man u. U. unterliegen kann?
Wenn ich Zugang zu den entsprechenden Textbausteinen hätte, würde ich meine Anfragen nicht stellen.
Der Vorteil unserer eigenständigen Testamente wäre auch, dass man sie -solange wir noch gemeinsam leben und zwischenzeitlich eine andere Situation entsteht- kostenlos geringfügig noch ändern bzw. neu schreiben kann, ohne das gewünschte Endziel aus dem Auge zu verlieren.
Wie ist die Rechtslage?
Coy (17.03.2013)
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Guten Tag,

es gibt viele verschiedene Arten von Testamenten. Wir bieten mit unseren Muster-Vorlagen einige an, die selbstverständlich auf dem neuesten rechtlichen Stand sind.

Wenn es hierbei nur um den Austausch von bestimmten Textbausteinen ginge, würden sich wahrscheinlich nicht tausende von Juristen mit dem Thema Erbrecht beschäftigen.

Grundsätzlich kann man in Deutschland jeden Vertrag und jedes Dokument anfechten. Jedoch verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer gerichtlichen Auseinandersetzung, wenn Verträge, Testamente etc. professionell abgefasst sind.

Der letzte Wille ist ein persönlich abgefasstes Dokument. Desahlb muss es ausschliesslich von demjenigen verfasst und geschrieben werden, der sein Geld und seine Güter vererben will. Bei der Erstellung eines Testaments ist Voraussetzung für die Formgültigkeit, dass es komplett eigenhändig unterschrieben wurde. Einfügungen und Ergänzungen Dritter können verständlicherweise den perfekten Boden für Streitigkeiten und Anfechtungen der Erben bieten.

Alternativ käme das Berliner Testament in Betracht. Hier können Sie gemeinsam verbindlich die Erbfolge festlegen und in Form eines Vermächtnisses aufteilen, wer welches Haus erhalten soll. Der Längerlebende bleibt daran nach dem Tode des Erstversterbenden gebunden. Auch ein Berliner Testament darf ohne Notar abgeschlossen werden. Ein Ehegatte verfasst den Text handschriftlich und beide unterschreiben.

Den Pflichtteil können Sie allerdings durch ein Testament nicht ausschließen. Falls der Wert der Häuser also nicht genau gleich ist, kann es dazu kommen, dass eines der Kinder Forderungen stellt.

Für speziellen Einzelfragen empfehlen wir daher den direkten Weg zum Rechts-Profi. Wir von der Redaktion können immer nur eine Einschätzung abgeben, jedoch keine verbindliche Rechtsauskunft.

Möglicherweise ist es ja auch günstiger, den Kindern die Häuser zu Lebzeiten zu überschreiben.

Im Zweifelsfall sind die Kosten für ein Notar/Rechtsanwalt weitaus niedriger als ein möglicher Rechtsstreit über das Erbe. Und Ihre Erben werden froh darüber sein, wenn Sie alles klar und eindeutig geregelt haben.

Redaktionsteam (29.04.2013)

Diese Frage beantworten

Sehr geehrter Herr Harter,

wir empfehlen Ihnen dringend, sich an einen Rechtsanwalt oder Notar zu wenden. Die Angelegenheit ist ziemlich problematisch, wenn kein schriftliches Testament vorliegt. Die Errichtung eines Testaments ist ein höchstpersönliches Geschäft, das nicht vom Betreuer übernommen werden darf. Je nach Zustand Ihrer Frau wäre es allerdings eventuell noch möglich, ein notarielles Testament zu verfassen. Sofern Sie eine notarielle Vollmacht haben, die sich auch auf Grundstücksgeschäfte bezieht, können Sie eventuell den Grundstücksteil Ihrer Frau auf sich übertragen. Ansonsten würde der Anteil an die Erbengemeinschaft gehen (Ehemann und leibliche Kinder). Auch wenn ein Testament existiert hätten die Kinder Recht auf Ihren Pflichtteil.
Wegen des sehr heikelen Sachverhalts wäre es also gut, sich ausführlich rechtlich beraten zu lassen. Wir können an dieser Stelle nur eine sehr oberflächliche Einschätzung geben und keine Rechtsberatung.

Redaktionsteam (15.04.2013)

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Hallo Frau Schneider,

Ihr Lebensgefährte kommt aus dem Kreditvertrag möglicherweise heraus, wenn er sich mit seiner Ex-Frau und der Bank hinsetzt und über die Möglichkeiten spricht. Falls dies die Bank nicht möglich macht, wäre es ja nur fair, wenn Ihr Partner wieder ins Grundbuch eingetragen wird. Im Falle des Ablebens seiner Ex-Frau säße er tatsächlich auf den Kosten, jedoch ohne Eigentumsanspruch auf sein ehemaliges Haus.
Hier sollten Sie alsbald eine Klärung herbeiführen.

Wenn Sie und Ihr Lebensgefährte heiraten, würde dies im Fall Ihre Ablebens bedeuten, dass auch die seine Kinder einen Pflichteilsanspruch an Ihrem Haus haben. Das heisst, Ihrem leiblichen Kind würde dadurch automatisch weniger Erbe zustehen.

Pflichtteilsansprüche könnten dazu führen, dass beispielsweise Ihr Kind “das Tafelsilber“ veräußern muss, um alle Nachlassverbindlichkeiten seiner Stiefgeschwister zu begleichen.

Durch die Anordnung von Vor- und Nacherbschaft verbunden mit einer Pflichtteilsklausel können Sie dies vermeiden.

Und durch ein gemeinschaftliches Testament erzeugen Sie eine Verknüpfung zwischen Ihrem Testament und dem Ihres Partners, die durch eine Wiederverheiratungsklausel noch erheblich verstärkt werden kann.

So zum Beispiel durch das sogenannte "Berliner Testament"s.

Bitte beachten Sie immer, dass wir keine verbindliche Rechtsauskunft geben können sondern immer nur eine Einschätzung aufgrund Ihrer Anfrage. Für Ihren individuellen komplexen Fall empfehle ich Ihnen deshalb, auch einen Rechtsanwalt zu befragen.

Redaktionsteam (03.05.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Rhea,

als Ehefrau haben Sie natürlich Anspruch auf einen Pflichtteil des Erbe Ihres Mannes. Es scheint zumindest ungewöhnlich, dass Ihr Mann Sie bei seinem möglichen Ableben nicht bedacht hat.

Meine Empfehlung ist, dass Sie sich noch einmal mit Ihrem Mann und einen neutralen Erbrechtsanwalt hinsetzen und all Ihre Fragen dazu in Ruhe durchsprechen. Das ist auch Ihr gutes Recht.

Wir als Redaktion können keine verbindliche Rechtsauskunft geben sondern nur eine Einschätzung aufgrund Ihrer Nachfrage.

Redaktionsteam (20.05.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Frau Jung,

grundsätzlich wäre ein Berliner Testament möglich, wenn Sie und Ihr Mann sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen und die Kinder erst nach dem Tode des letztversterbenden Partner erben. Bei der Frage der Formulierung käme es aber darauf an, ob die Kinder aus der Ehe stammen oder nicht. Falls nicht wäre ein Testament mit Vor- und Nacherbschaft möglich. Bei diesen testamentarischen Lösungen ist zu bedenken, dass der Pflichtteil den Kindern dennoch zustehen würde. Theoretisch wäre also immer zu befürchten, dass diese den Pflichtteil geltend machen und dieser ausgezahlt werden würde. Möglich wäre vielleicht die Eintragung eines lebenslangen Wohnrechts im Grundbuch für Ihren Mann.
Hier kommt es aber darauf an, was genau im Schenkungsvertrag stand. Ob Sie überhaupt uneingeschränkt über das Grundstück verfügen können. Es ist nämlich möglich, die Schenkung mit bestimmten Auflagen zu versehen.
Wir empfehlen Ihnen daher dringend, sich bei einem Notar oder Rechtsanwalt beraten zu lassen. Dieser kann Ihren Einzelfall prüfen und so herausfinden, welche Herangehensweise bei Ihnen am besten wäre, um Ihren Mann abzusichern. Wir können hier keine verbindlichen Ratschläge erteilen.

Redaktionsteam (31.05.2013)

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Hallo Herr Kubatta,

grundsätzlich ist ein Testament formgültig, wenn es mit der Hand geschrieben und unterschrieben wurde. Ein Notar ist nicht nötig. Es kommt nun darauf an, weshalb die Schwester der Meinung ist, dass Sie auch ein Anrecht auf das Geld haben soll. Zweifelt Sie an, dass ihr Bruder das Testament selbst geschrieben hat? Gibt es noch ein anderes Testament?

Selbst wenn es kein Testament gegeben hätte, käme die Schwester nicht als gesetzliche Erbin in Betracht, sofern der Sohn und die Tochter die leiblichen oder adoptieren Kinder Ihres Freundes waren. Wäre das Testament also ungültig, dann würden die gesetzlichen Erben (nach Ihrer Schilderung Tochter und Sohn) als Abkömmlinge und Erben erster Ordnung (§ 1924 BGB) zu jeweils 50% erben. Jeweils vorausgesetzt, dass keine weiteren Kinder existieren und auch keine Ehefrau.
Sie sollten daher vielleicht noch einmal das Gespräch mit der Schwester suchen und ihr klar machen, dass die Frage der Beerdigung nichts mit der Verteilung des Nachlasses zu tun hat.
Bitte beachten Sie jedoch, dass wir hier keine individuelle Rechtsberatung leisten können. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Anwalt beraten, der alle Details des Falls prüfen kann.

Redaktionsteam (04.06.2013)

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Sehr geehrter Herr Emmerich,

für ein formell einwandfreies Testament gibt es laut Gesetz zwei verschiedene Möglichkeiten:

Das handschriftliche Testament oder das notarielle Testament (auch öffentliches Testament genannt).

Beim handschriftlichen Testament ist die formelle Wirksamkeit dann gegeben, wenn das gesamte Testament – von der ersten bis zur letzten Zeile – von Hand geschrieben und unterschrieben ist.

Die Unterschrift hat bei einem Testament Identitäts- und Abschlussfunktion. Zur Identifikation ist es ratsam, Vor- und Nachnamen zu verwenden. Der Abschlussfunktion werden Sie in jedem Fall gerecht, wenn Sie die einzelnen Seiten durchnummerieren und auf der letzten Seite unter dem Text unterschreiben.

Das öffentliche Testament setzt nur voraus, dass sie ein Dokument an den Notar übergeben und ihm gegenüber erklären, es handele sich um Ihr Testament. Ob es ein handschriftlich oder maschinell verfasstes Schriftstück ist und ob es von Ihnen selbst oder von einem Dritten verfasst wurde, ist dabei vollkommen unerheblich. Nur die Erklärung, es handele sich um Ihren letzten Willen ist von Bedeutung. Sie können Ihren letzten Willen aber auch gegenüber dem Notar erklären, er schreibt diesen dann nieder und nimmt ihn in öffentliche Verwahrung.

Im Zweifelsfall und für Ihren individuellen Einzelfall fragen Sie bitte immer einen zugelassenen Rechtsanwalt. Wir von der Redaktion sind nur berechtigt, allgemein gültige Informationen an unsere Kunden weiterzugeben.

Redaktionsteam (05.07.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Elisabeth,

da Sie schon in den nächsten Tagen eine Wohnung zusammen kaufen wollen aber erst im nächsten Jahr heiraten, ist dies unter erbrechtlichen Gesichtspunkten eine andere Situation, als wenn Sie die Wohnung als Ehepaar kaufen würden.

Es muss hier der eheliche Zugewinn, das voreheliche Vermögen und vieles mehr beachtet werden.

Wenn Sie verheiratet sind, legt das Gesetz die Erbquote folgendermaßen fest: Ihr Ehepartner (und damit später auch dessen Kinder) erhält im Falle Ihres Ablebens nicht den gesamten Nachlass, sondern nur ein Viertel. Drei Viertel Ihres Vermögens würden an Ihre Verwandten erster Ordnung (das sind Ihre Kinder) gehen. Neben Verwandten der zweiten Ordnung (das sind die Eltern, Geschwister, Neffen, Nichten und Großeltern des Erblassers) liegt die Erbquote des Ehegatten bei 50 Prozent.

Wenn Sie als Ehepaar im gesetzlichen Güterstand lebten, muss der überlebende Ehegatte außerdem noch seinen Anteil am Vermögenszuwachs während der Ehe erhalten. Das Gesetz sieht dafür eine recht pragmatische Regelung vor: Es erhöht den gesetzlichen Erbteil um ein weiteres Viertel.

Wie Sie sehen, ist die Erbfolge und -Quote ein sehr komplexes Thema. Wir raten Ihnen deshalb für Ihren individuellen Einzelfall einen zugelassenen Fachanwalt für Erbrecht hinzu zu ziehen, um Ihr Testament einwandfrei in Ihrem Sinne zu gestalten.

Redaktionsteam (05.07.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo,
diese Regelung wäre möglich über ein gemeinsames Testament. Geklärt werden müsste noch die Frage, ob der längerlebende Ehegatte noch die Möglichkeit bekommen soll, eine andere Person testamentarisch zum Erben zu bestimmen.

Da der Bruder der Ehefrau und seine Kinder nicht pflichtteilsberechtigt sind, können diese Personen auch keinen Pflichtteil geltend machen. Testamentarisch können sie ganz aus der Erbfolge ausgeschlossen werden.

Wir empfehlen jedoch, sich in der Frage noch einmal bei einem Notar oder Anwalt beraten zu lassen. Im Einzelfall kann sich nach vollständiger Sichtung der Sachlage immer noch eine andere Beurteilung ergeben. Insofern können wir hier keine verbindlichen Rechtsauskünfte geben.

Redaktionsteam (17.07.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Maria,

ja, sie können das so im Testament festlegen.

Aber: Da Ihre Kinder Pflichtteilsberechtigte sind, können sie auch dann die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils einfordern, wenn sie durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen wurden. Das sollte bedacht werden, wenn die Enkel direkt in einem Testament bedacht werden. Es wäre auch möglich, die Kinder zu Vorerben für die Enkel zu bestimmen und sie in der Verfügungsgewalt über die Wohnung damit zu beschränken. Die Enkel erben dann erst nach dem Tod der Kinder. Auch ist es möglich, das Eigentum bereits zu Lebzeiten zu übertragen und sich ein Wohnrecht zu sichern. Dabei sind auch steuerliche Aspekte zu bedenken.

Wenn Sie sich noch nicht im Klaren darüber sind, welche Lösung für Sie die passende ist, empfehlen wir Ihnen, sich noch einmal bei einem Notar oder Anwalt beraten zu lassen. Dieser kann für Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten für Sie individuell prüfen.

Redaktionsteam (17.07.2013)

Diese Frage beantworten

Sehr geehrter Herr Kollau,

in der Regel beziehen sich testamentarische Auflagen auf ein bestimmtes Verhalten des potentiellen Erben nach der Eröffnung des Testaments. Denn das Testament wird dem Erben ja erst nach dem Tod des Erblassers überhaupt bekannt. Dennoch kann auch die Erbeinsetzung an die Bedingung geknüpft werden, dass der Erbe den Erblasser im Vorfeld gepflegt hat. Sie sollten sich allerdings vor Augen halten, dass es hier im Nachhinein vielleicht Probleme bei der Auslegung geben kann, was genau die Pflegeleistungen beinhalten sollen etc. Der eingesetzte Testamentsvollstrecker kommt ja erst nach dem Todesfall zum Einsatz und hat vielleicht nicht die Möglichkeit zu überprüfen, ob die Pflege tatsächlich geleistet wurde.

Es ist also möglich die Bedingung zu erstellen, in der Praxis können sich aber Probleme ergeben, wenn es um die Feststellung der Pflegeleistung geht. Es sollte also möglichst genau definiert werden, welche Vorstellungen der Erblasser von der Pflegeleistung hatte.


Steht jedenfalls fest, dass die Bedingung nicht erfüllt ist, tritt der Erbfall nicht ein. Es sollte daher im Testament eine andere Person als Ersatzerbe genannt werden. Wichtig: Die Heimgesetze der Bundesländer verbieten in der Regel, dass "professionelle Pflegepersonen", also Angestellte in Heimen oder in der häuslichen Pflege als Erben eingesetzt werden. Grund: Die starke Abhängigkeit des Erblassers vom Pfleger. Es ist aber in vielen Bundesländern möglich hier eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten.

Und: Es ist nicht möglich eine namentlich noch nicht bekannte Person im Testament einzusetzen, falls beispielsweise noch nicht feststeht, wer die Pflege übernimmt. Zulässig wäre es aber einen Erben zu bestimmen, der die Auflage erhält, der Pflegeperson eine bestimmte Summe zukommen zu lassen.
Wie Sie sehen gibt es eine Vielzahl von Konstellationen. Im Zweifel sollten Sie sich bei einem Notar darüber beraten lassen, welche Lösung in Ihrem Einzelfall die beste ist.

Redaktionsteam (04.09.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Jakob,

grundsätzlich ist es richtig, sofern es keinerlei alte testamentarische Verfügungen gibt.

Wenn Sie ein Berliner Testament aufsetzen, können Sie die Erbfolge ändern. Dies beinhaltet in der Regel, dass die Kinder erst dann erben, wenn der Ehepartner verstorben ist. Hier müssen Sie überlegen was gewollt ist: Sollen die Kinder nach dem Tod der Ehefrau auch von dieser erben? Oder sollen die Ehefrau nur als Vorerbin für den Erbteil nach Ihrem Tode eingesetzt werden? Sie müsste dann diesen Anteil für die Kinder verwalten und wäre in der Verfügungsgewalt entsprechend beschränkt.

Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Notar zu wenden, da es sich in Ihrem Fall nicht um eine alltägliche Konstellation handelt. Unsere Vorlage ist auf gemeinsame Kinder ausgerichtet. Die Nutzung einer Standard-Vorlage kann daher schnell zu Lücken im Testament führen.

Redaktionsteam (30.09.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Frau Neebuhr,

Ihr Lebenspartner kann sein Testament mit Auflagen versehen. Hierzu haben wir ein Muster, welches Sie hier finden. Ein gemeinsames Testament können Sie nicht verfassen, da Sie nicht verheiratet sind. Möglich wäre jedoch ein Erbvertrag, der aber bei einem Notar aufgesetzt werden muss.

Redaktionsteam (10.10.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo,

auch aussereheliche Kinder haben grundsätzlich einen Erbanspruch. Aber: Wenn es ein Testament gibt und sie darin nicht bedacht sind, dann erhalten sie den Pflichtteil (die Hälfte des gesetzlichen Erbteils). Die Berechnung des Erbteils hängt von der Anzahl der gesetzlichen Erben ab. Würden Sie vor Ihrer Ehefrau sterben, wäre deren Anteil 50%. Der restliche Teil wird unter den Kinder verteilt (eheliche und nichteheliche).

Problematisch könnte in Ihrem Fall werden, dass sich die außerehelichen Kinder eventuell darauf berufen, dass Sie im Testament nur "vergessen" wurden, weil Ihnen die Existenz der Kinder nicht bekannt war. Mit diesem Argument könnten sie versuchen das Testament anzufechten, um den vollen Erbteil (und nicht nur den Pflichtteil) zu erhalten. Hier könnte man eventuell eine spezielle Formulierung in das Testament einbauen. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich im Zweifel an einen Notar zu wenden, um eine korrekte Formulierung zu gewährleisten. Für so spezielle Fälle haben wir keinerlei Muster.

Redaktionsteam (10.10.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Frau Lang,

es kommt ein wenig darauf an, was genau Sie im Ehevertrag geregelt haben. In der Regel wird wohl ein Widerruf nötig sein, der bei einem Notar zu erstellen wäre. Wir empfehlen Ihnen diesbezüglich bei dem Notar nachzufragen, der den Ehevertrag damals beurkundet hat.

Ein Berliner Testament können Sie aufsetzen. Als Eheleute setzen Sie sich gegenseitig als Alleinerben ein, dann bestimmen Sie die Erben, die nach dem Tod des längerlebenden erben sollen. Es ist allerdings so, dass die Kinder immer die Möglichkeit behalten, den Pflichtteil geltend zu machen, wenn der leibliche Elternteil verstirbt. Da dieser die Hälfte des eigentlichen Erbteils beträgt könnte es hier zu Problemen kommen. Da die Stiefkinder ja im Falle des Todes des Stiefelternteils gar keinen Erbanspruch haben, wäre also unter Umständen der Pflichtteil des leiblichen Kindes entsprechend höher. Hier wäre es in jedem Fall zu empfehlen, dass Testament notariell aufzusetzen, um eben solche ungewollten Folgen zu vermeiden.
Unsere Muster-Testamente sind auf Fälle zugeschnitten, in denen es um leibliche Kinder geht. Für spezielle Fälle sollten Sie daher immer eine Rechtsberatung aufsuchen.

Redaktionsteam (07.11.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo Christian,

das stimmt nicht. Es ist unerheblich worauf sich das Testament bezieht. Einen Notar benötigen Sie für ein Testament nicht. Dies ergibt sich schon aus dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung: Der Gesetzgeber will sicherstellen, dass Nachlassfragen von jedem Bürger ohne große Hürden geregelt werden können. Wichtig ist dabei nur, dass der wahre Wille des Erblassers deutlich wird und dass man erkennen kann, das er persönlich die Erklärung abgegeben hat. Daher das Erfordernis der kompletten Handschriftlichkeit.

Wenn der Erbe die Umschreibung im Grundbuch erwirken will, muss er dann allerdings einen Erbschein beantragen. Bei einem notariellen Testament, reicht in der Regel die Vorlage des Testaments beim Grundbuchamt aus, um das Grundbuch berichtigen zu lassen. Mit der Gültigkeit eines handschriftlichen Testaments hat dies allerdings nichts zu tun.

Möglicherweise meinte Ihre Kollegin einen Erbvertrag, der grundsätzlich immer notariell zu beurkunden ist?

Redaktionsteam (22.11.2013)

Diese Frage beantworten

Hallo,

die Erbfolge ist in Deutschland so geregelt, dass zu den Erben erster Ordnung nur die Abkömmlinge bzw. deren Stämme (Abkömmlinge der Kinder, sprich: Ihre Enkel oder Urenkel) gehören (§ 1924). In dem Fall, dass ihr Sohn vor Ihnen verstirbt, ist Ihre Ex-Frau nicht erbberechtigt. Sein Erbteil könnte höchstens auf seine Abkömmlinge übergehen. Gibt es keine Abkömmlinge, so fällt für Ihren Sohn auch kein Erbe an. Der erste denkbare Fall, in dem Ihre Ex-Frau Zugang zum Erbteil Ihres Sohnes bekäme, wäre der, dass Ihre Ex-Frau nach dem Tod Ihres Sohnes gesetzlicher Vormund (und Vermögensverwalter) für dessen minderjährige Kinder, also Ihrer Enkel, wird. Dieser Fall ist jedoch recht unwahrscheinlich.
Der zweite denkbare Fall: Wenn erst Sie versterben und das Erbe auf Ihren Sohn übergeht und er daraufhin stirbt, ohne Abkömmlinge zu hinterlassen, würde das Vermögen Ihres Sohnes (inklusive Ihres Erbes) auf seine Mutter, d.h. Ihre Ex-Frau übergehen.
Wir würden Ihnen raten, in Ihrem Testament Ihre gewünschten Erben eindeutig zu vermerken. Ein gesonderter Ausschluss Ihrer Ex-Frau ist nicht erforderlich.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen helfen.

Mit freundlichen Grüßen!

FORMBLITZ-Redaktionsteam (08.01.2014)

Diese Frage beantworten

Hallo Herr M.,

laut § 2346 BGB ist ein Pflichtteilsverzicht möglich. Zu unterscheiden ist zwischen Pflichtteilsverzicht und Erbverzicht (beides möglich). Denn wenn der Erbverzicht nicht erklärt wird, kann der Pflichtteilsverzichtende immernoch Erbe werden (wenn beispielsweise ein anders lautendes Testament formunwirksam wäre). Insofern wäre zunächst zu überlegen, was genau gewollt ist.

Der Pflichtteilsverzicht kann jedoch (zu Lebzeiten des Erblassers) nicht einseitig und formfrei erklärt werden. Der Pflichtteilsverzichtsvertrag bedarf der notariellen Beurkundung (§ 2348 BGB analog). Sie können ihn also nicht einfach in eine Vorsorgevollmacht einbauen, sondern müssen sich an einen Notar wenden. Bezüglich der weiteren Formalitäten käme es auf den genauen Umfang der Betreuung an. Wahrscheinlich müsste der Betreuer in dem Fall zustimmen und beim Termin anwesend sein, jedenfalls wenn das Gericht einen Einwilligungsvorbehalt vorgeschrieben hat. Die genauen Anforderungen kann Ihnen der Notar nennen, wenn er die Unterlagen bezüglich der Betreuung geprüft hat.

Nach dem Tod des Erblassers könnte der Pflichtteilsberechtigt allerdings formlos gegenüber den Erben auf seinen Pflichtteil verzichten. Falls er dann immernoch unter Betreuung steht, müsste der Betreuuer ggf. hier auch einwilligen.

Redaktionsteam (16.01.2014)

Diese Frage beantworten

Sehr geehrter Herr Meyhoff,

pflichtteilsberechtigt sind immer nur Abkömmlinge, Ehegatten oder Eltern. Eine Schwester hat keinen Anspruch auf einen Pflichtteil und kann diesen daher auch nicht wirksam einfordern.

Mit besten Grüßen!

FORMBLITZ-Redaktionsteam (10.02.2014)

Diese Frage beantworten

Hallo,

die Kinder Ihres Mannes sind im Falle Ihres Ablebens nicht pflichtteilsberechtigt, sie gehören auch nicht zu den gesetzlichen Erben. Nur Ihre eigenen Abkömmlinge bzw. deren Kinder und Ihr Mann sind in dem Fall, wie Sie ihn schildern, erb- und pflichtteilsberechtigt. Verstirbt ihr Mann zuerst, haben seine Kinder allerdings - trotz Berliner Testament - die Möglichkeit, einen Pflichtteil zu verlangen. Dieser liegt bei der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Mit freundlichen Grüßen!

FORMBLITZ-Redaktionsteam (10.02.2014)

Diese Frage beantworten

Hallo Herr Kaufmann,

falls Sie keinerlei Testament aufgesetzt haben, sind die Kinder nicht erbberechtigt. Ausnahme: Sie wurden von Ihnen adoptiert. Nach dem Tod der Mutter hätten Sie allerdings einen Erbanspruch gehabt. Die Ansprüche wären wohl noch nicht verjährt, da hier noch die alte Verjährungsfrist von 30 Jahren gelten müsste. Die Kinder könnten also noch ihren Erbteil nach dem Tod der Mutter einfordern.

Bitte beachten Sie, dass dies keine verbindliche Rechtsberatung ist, da wir die näheren Umstände im Einzelfall nicht kennen. Im Zweifel sollten Sie zu einem Anwalt gehen.

Redaktionsteam (12.02.2014)

Diese Frage beantworten

Hallo Herr Breuer!
Erst einmal unser herzlichstes Beileid!
Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Der gesetzliche Erbteil des Ehegatten hängt davon ab, ob es noch weitere Verwandte der ersten oder zweiten Ordnung gab. In Ihrem Fall gab es nach Ihrer Schilderung ja zumindest Erben zweiter Ordnung (Abkömmlinge der Eltern). Insofern wäre der Erbteil gemäß §1931 BGB die Hälfte des Nachlasses. Der Pflichtteil wäre damit 1/4.

Hinzu käme im Fall der Gütergemeinschaft der Zugewinnausgleich nach §§ 1371 ff. BGB.

Bitte beachten Sie, dass wir hier keine verbindliche Auskunft geben können, da auch der Wortlaut des Testament ggf. noch Auswirkungen haben kann.
Alles Gute!

Redaktionsteam (20.02.2014)

Diese Frage beantworten

Um hier eine verbindliche Aussage geben zu können, müsste man den Wortlaut des Testaments genau kennen. Grundsätzlich ist es so, dass die Eltern nur eines der Kinder als Alleinerben, nach dem Tod des letztverstorbenen Ehepartners einsetzen können. Allerdings behalten die anderen dann trotzdem ihren Pflichtteil (die Hälfte des gesetzlichen Erbteils).

Die Ansprüche der Pflichtteilsberechtigten verjähren nach drei Jahren. Die Frist beginnt in dem Moment, in dem die Pflichtteilsberechtigten davon erfahren haben, dass sie enterbt sind. Sie können vom Erben eine Aufstellung über den Nachlass verlangen, um ihre Pflichtteilsansprüche zu beziffern.

Redaktionsteam (26.02.2014)

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Hier würde sich das Berliner Testament als gemeinsames Testament anbieten. Die Eheleute bestimmen sich gegenseitig zu Alleinerben. Für den Fall, dass beide gleichzeitig versterben oder der Längerlebende verstirbt, wird ein Erbe eingesetzt. Damit können Sie sicher gehen, wer Ihr Erbe erhält.
Alles Gute!

Redaktionsteam (25.02.2014)

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Hallo Herr D.,

es hört sich so an, als sei das Vermächtnis hier der richtige Weg. Der Sohn (und ggf. weitere Kinder/ Pflichtteilsberechtigte) werden Erben und müssen das Vermächtnis erfüllen. Gut wäre es festzulegen, dass Stichtag für den Kontostand der Todestag ist.

Falls der Sohn gar nicht erben soll, dann müsste das Testament anders gestaltet werden und die Enkel ggf. als Erben eingesetzt werden. Dann hätte der Sohn jedoch im Zweifel einen Pflichtteilsanspruch.

Da wir aus der Ferne die Situation nicht individuell prüfen und beurteilen können, empfehlen wir, sich an einen Rechtsanwalt oder Notar zu wenden. Vielleicht kann auch der Kundenberater bei der Bank Ihnen weiterhelfen, denn es gäbe ja auch die Option eine Vollmacht für das Konto zu erteilen.

Redaktionsteam (12.03.2014)

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Hallo Tina,

das Wohnrecht wäre in diesem Fall wohl tatsächlich zu versteuern. Denn konkret bedeutet das Wohnrecht ja, dass die damit bedachte Person für eine unbestimmte Zeit Miete spart. Die Berechnung des Kapitalwerts eines Wohnrechts, der der Besteuerung zugrunde liegt, ist sehr kompliziert.

Hier sollte man sich im Zweifel bei einem Steuerberater genau erkundigen. Vielleicht wäre es sogar vorteilhafter, wenn der Partner neben den Kindern erbt, je nach Wert des Grundstückes. Da man hier ja über Grundstücks- und Wohnwerte, die in der Zukunft liegen spekuliert, wird es wohl nicht so leicht werden eine verbindliche Berechnung aufzustellen. Vielleicht aber eine grobe Orientierung.

Eine verbindliche Auskunft können wir an dieser Stelle leider nicht geben, da wir die Umstände des Einzelfalls nicht kennen. Wie gesagt: Ihre Tochter sollte sich an einen Rechtsanwalt oder/ und Steuerberater wenden, der berechnen kann, ob das Wohnrecht tatsächlich sinnvoll ist.

Redaktionsteam (10.04.2014)

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Die Gütertrennung wird im Güterrechtsregister verzeichnet, das bei den Amtsgerichten geführt wird. Die Eintragung erfolgt durch Antrag, der vom Notar beglaubigt werden muss. Häufig ist dies in der Urkunde enthalten. Fragen Sie am besten beim beurkundenden Notar nach.
Der Originalvertrag wird beim Notar verwahrt.

Redaktionsteam (25.04.2014)

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Hallo Herr Healy,

wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihr Testament im Ernstfall gefunden wird, aber eben nicht schon vorher in fremde Hände geraten kann, können Sie es beim Nachlassgericht (das Amtsgericht, das für Ihren Wohnsitz zuständig ist) verwahren lassen. Dort kann man auch Testamente verwahren lassen, die nicht bei einem Notar erstellt wurden. Es wird für die Verwahrung eine Gebühr erhoben und Sie erhalten einen Hinterlegungsschein, auf dem der Hinterlegungsort bezeichnet ist.

Von dort werden die Verwahrungsdaten dann an das zentrale Testamentsregister weitergeleitet. Sie bekommen einen Hinterlegungsschein, auf dem steht, wo das Testament verwahrt ist. Für die Verwahrung wird eine Gebühr erhoben. Die genaue Höhe können Sie beim Gericht erfragen.

Falls Sie Ihren letzten Willen ändern wollen, können Sie das Testament übrigens jederzeit zurück verlangen.

Redaktionsteam (16.05.2014)

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Hallo Herr B.,

Ihre Frage ist berechtigt. Dadurch, dass Sie sich im Berliner Testament gegenseitig zu Alleinerben einsetzen, werden die Kinder von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, wenn ein Partner verstirbt. Durch die Benennung eines Alleinerben werden also alle übrigen Erben von der Erbfolge ausgeschlossen. Gibt es uneheliche Kinder, sollte man trotzdem genau festlegen, was für diese gelten soll, wenn deren leiblicher Elternteil als erster stirbt.

Insofern ist zunächst wichtig, dass die Person eindeutig identifizierbar ist und das aus der Formulierung klar hervorgeht, dass der Fall geregelt werden soll. Sie könnten daher etwa schreiben "Wir stellen klar, dass die unehelicher Tochter von Herrn Stefan B., Frau xy, geboren am ....., nach dessen Tod nur den Pflichtteil erhalten soll."

Dennoch empfehlen wir Ihnen, sich im Zweifel rechtlich beraten zu lassen, etwa bei einem Fachanwalt für Erbrecht, der das Testament im ganzen noch einmal durchsehen kann. Eine spezielle Vorlagen für Eheleute mit Kindern die nicht aus der Ehe stammen bieten wir nicht an, eben weil es hier vielfältige Konstellationen gibt.

Redaktionsteam (06.08.2014)

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In Ihrem Fall würden wir empfehlen einen Notar aufzusuchen, da unsere Musterdokumente nur für Regelfälle erstellt sind. Einen Anspruch an Ihrem Nachlass hat der Sohn Ihres Mannes zwar nicht, allerdings sollte man klären, was passieren soll, falls Sie vorversterben. Denn dann wäre Ihr Ehemann ggf. der Alleinerbe. Auch ist zu bedenken, wie eventuelle Pflege der Kinder geregelt werden soll. Diesbezüglich kann es sinnvoll sein eine Vor- und Nacherbschaft anzuordnen. Die Testamentsgestaltung sollte daher individuell vorgenommen werden.

Redaktionsteam (05.08.2014)

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Hallo Klaus,

die Kinder Ihrer neuen Frau sind nach Ihrem Tode zunächst nicht erbberechtigt. Allerdings hätte Ihre Ehefrau einen Erbanspruch. Falls Sie keinen Ehevertrag haben, erbt die Frau 1/4 des Nachlasses und erhält 1/4 Zugewinnausgleich. Falls die Frau später verstirbt, erben nach ihr deren Kinder. Insofern gibt es keinen direkten Anspruch, falls Sie und Ihre Frau aber beispielsweise kurz nacheinander durch einen Unfall versterben, könnte es so kommen, dass die Kinder der Ehefrau zusammen mit Ihren Kindern um die Ansprüche an dem Haus streiten. Vermeiden kann man dies letztlich nur durch testamentarische Regelungen. Wobei ein Pflichtteil der Ehefrau nicht ausgeschlossen werden kann. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich an einen Notar zu wenden.

Denn in Ihrem Fall könnte man auch daran denken bereits zu Lebzeiten dingliche Rechte der Eltern ins Grundbuch einzutragen, um diese abzusichern. Allerdings wäre dies ohnehin beurkundungspflichtig. Nur ein Notar oder Rechtsanwalt kann Ihnen im Übrigen eine verbindliche Beratung gewährleisten. Es kommt immer auf die Gesamtumstände an. Wir können an dieser Stelle nur allgemeine Auskünfte geben.

Redaktionsteam (11.08.2014)

Diese Frage beantworten

Hallo Frau Wolf,

es käme auf den genauen Inhalt des Schriftstücks an. Ein Testament muss komplett handgeschrieben und unterschrieben sein. Es muss klar und deutlich daraus hervorgehen, dass es sich um eine letztwillige Verfügung handeln soll. Ob die Vollmacht diesen Voraussetzungen genügt, ist zweifelhaft.

Die uneheliche Tochter ist gesetzliche Erbin. Ein Unterschied zwischen ehelichen und unehelichen Kindern wird nicht gemacht. Sollte sie tatsächlich durch ein Testament enterbt worden sein, dann behält sie trotzdem den Pflichtteil.

Wir würden Ihrer Bekannten empfehlen, die Sache noch einmal zu besprechen. Wenn er bereits pflegebedürftig ist, sollte in jedem Fall ein notarielles Testament aufgesetzt werden, da der Notar bescheinigen muss, dass er noch testierfähig ist.

Redaktionsteam (05.09.2014)

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Eine rechtliche Beratung können wir an dieser Stelle nicht geben. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt oder Notar, der Ihnen sagen kann, welche Testamentsgestaltung für Sie passt. Rechtlich gesehen ist es so, dass die Ehefrau Ihres Sohnes nicht zum Kreis der gesetzlichen Erben zählt. Das hat nichts mit einer Gütertrennung zu tun.

Welche Art von Berliner Testament Sie wünschen, sollten Sie nach einer rechtlichen Beratung entscheiden.

Redaktionsteam (06.10.2014)

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Wenn Sie bereits geschieden sind, hat Ihre Ex-Frau keinerlei gesetzliche Erbansprüche. Falls Sie vorher noch kein Testament hatten, müssten Sie also diesbezüglich nichts unternehmen. Ansonsten können Sie einfach das alte Testament widerrufen oder vernichten.

Die Kinder aus erster Ehe können Sie durch ein Testament enterben, wobei aber der Entzug des Pflichtteils nur in Ausnahmefällen möglich ist.

Ein gemeinsames Testament können Sie aber nur erstellen, wenn Sie verheiratet sind. Ansonsten müssten Sie einen Erbvertrag aufsetzen, beim Notar.

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich bei einem Anwalt oder Notar genau beraten zu lassen. Einen verbindlichen Rat können Sie nur bekommen, wenn die Möglichkeit besteht alle Umstände genau zu prüfen.

Redaktionsteam (07.10.2014)

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Hallo Markus,

zunächst gilt tatsächlich das, was im Grundbuch steht. Allerdings würden wir Ihnen empfehlen, sich an einen Anwalt zu wenden. Es gäbe vielleicht die Möglichkeit hier als Pflichtteilsberechtigter über den Pflichtteilsergänzungsanspruch einen Ausgleich zu bekommen, denn letztlich könnte man in der teilweisen Bezahlung des Hauses eine Schenkung an den Lebensgefährten sehen. Das lässt sich alles aber aus der Ferne nicht beurteilen. Insofern kann nur ein Anwalt in einer persönlichen Beratung weiterhelfen.

Redaktionsteam (08.10.2014)

Diese Frage beantworten

Leider dürfen wir an dieser Stelle keine Einzelfallberatung geben. Allgemein ist es so, dass ein gemeinsames Testament sich nur gemeinsam ändern lässt. Sofern im Testament nichts ausdrücklich vereinbart wurde, tritt mit dem Tod eines Ehegatten die Bindungswirkung des Testaments ein. In dem von Ihnen zitierten Text finden sich einige Unstimmigkeiten, so dass wir empfehlen würden, sich im Zweifel an einen Anwalt zu wenden.

Redaktionsteam (13.10.2014)

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Nein, das geht nicht. In dem Fall wäre das Testament formungültig. Denn der private handschriftliche Zusatz führt dazu, dass die notarielle Form nicht mehr gewährt ist. Sie sollten sich daher an den Notar wenden. Alternativ könnten Sie zwar das komplette Testament abschreiben, datieren und unterschreiben und damit ein neues Testament errichten, welches das notarielle ungültig macht. Es besteht aber die Gefahr, dass Sie durch den Zusatz ungewollt den Inhalt so verändern, dass auch andere Stelle anzupassen wären. Wir empfehlen daher dringende eine Rücksprache mit dem Notar oder eine anwaltliche Beratung.

Redaktionsteam (17.10.2014)

Diese Frage beantworten

Wir empfehlen Ihnen, sich von einem Notar bei der Testamentsgestaltung unterstützen zu lassen. Unsere Testamentsvorlagen sind auf Standardfälle zugeschnitten. Wenn es voreheliche Kinder gibt, passt das Standard-Berliner Testament leider nicht. Grundsätzlich können gesetzliche Erben ohne Angabe von Gründen enterbt werden. Der Pflichtteil darf aber nur in Ausnahmefällen entzogen werden. Da es eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten gibt, kann man hier ohne individuelle Beratung leider keine Empfehlung aussprechen.

Redaktionsteam (03.11.2014)

Diese Frage beantworten

Sie können sich zwar gegenseitig zu Alleinerben bestimmen, allerdings greift die übliche Regelung des Berliner Tesaments mit Pflichtteilsklausel für die Stiefkinder nicht. Insofern können Sie nicht durch Testamentsgestaltung bestimmen, dass ein Kind, dass seinen Pflichtteil nach dem Tod des leiblichen Elternteils einfodert, später (nach dem Tod des Ehepartners) benachteiligt wird. Wir würden empfehlen, dass Sie sich in der Sache rechtlich beraten lassen. Es gibt noch andere Wege den Nachlass zu regeln, wobei aber jeder Fall individuell zu prüfen ist. Wenn Sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzen müssen Sie in jedem Fall damit rechnen, dass die Stiefkinder den Pflichtteil einfordern.

Redaktionsteam (04.11.2014)

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Gibt es eine Vorlage für einen Nachfolge-Generationenvertrag Hansjörg Frey (06.11.2014)
(1 Antwort) Anzeigen/verbergen

Leider bietet sich diese Vertragsform nicht für eine Mustervorlage an, da die möglichen Konstellationen sehr unterschiedlich sind und im Wesentlichen vom gewünschten Zweck der Vertragsparteien abhängen. In der Regel wird Teil einer solchen Vereinbarung ein Erbverzicht sein. Dieser bedarf laut § 2348 BGB der notariellen Beurkundung. Insofern würden wir Ihnen empfehlen, sich an einen Notar zu wenden.

Redaktionsteam (07.11.2014)

Diese Frage beantworten

Bei der Testamentsgestaltung ist zu beachten, dass die "übliche" Gestaltung des Berliner Testaments mit Pflichtteilsklausel nicht passt, weil das Kind des einen Ehepartners nur gegenüber dem leiblichen Elternteil pflichtteilsberechtigt ist. Insofern ist das Risiko, dass das leibliche Kind beim Tod seines Elternteils den Pflichtteil geltend macht höher. In jedem Fall wäre es trotzdem möglich, sich gegenseitig zum Alleinerben einzusetzen. Das leibliche Kind würde dann nicht erben, sondern hätte eben nur den Pflichtteilsanspruch. Wir würden Ihnen empfehlen, sich an einen Notar oder Anwalt zu wenden, damit sichergestellt ist, dass das Testament auch wirklich nach Ihren Wünschen gestaltet ist. Unsere Muster eignen sich insofern nur für die Fallgestaltung, dass die Eltern ausschließlich gemeinsame Kinder haben.

Redaktionsteam (07.11.2014)

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Hallo,

ein gemeinsames Testament können nur Eheleute und eingetragene Lebenspartner erstellen. Insofern haben die Schwestern vermutlich einen Erbvertrag erstellt. Dieser kann ohne weiteres nicht mehr durch ein Testament geändert werden. Sie sollten sich daher am besten an den Notar wenden, der damals die Beurkundung vorgenommen hat, um herauszufinden, was genau geregelt wurde.

Redaktionsteam (10.11.2014)

Hallo,unklar ist mir noch,wenn das gegenseitige Testament vom Notar erfüllt wurde,und die zweite Dame gestorben ist,greift dann nicht das handschriftliche Testament,das die beiden jetzt schreiben für den Fall nach dem Tode?Muss trotzdem ein Notar aufgesucht werden?Danke

Müller (11.11.2014)

Ein gemeinsames Testament können nur Eheleute verfassen. Es muss also entweder einen Erbvertrag geben oder zwei getrennte Testamente wurden aufgesetzt. Einen Erbvertrag kann man nicht so einfach durch ein Testament aufheben, das käme auf den Inhalt an. Falls jede Dame ein eigenes Testament verfasst hat, kann dieses durch ein neueres Testament aufgehoben werden. Jede Dame müsste das dann für sich selbst machen. Es ist aber nicht möglich ein gemeinsames Schriftstück zu verfassen.

Redaktionsteam (11.11.2014)

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Die Kinder aus erster Ehe haben ja nur nach dem Tod des leiblichen Elternteils einen Pflichtteilsanspruch. Insofern ist die sogenannte Pflichtteilsklausel in der Regel wenig passend, denn diese Kinder können nicht so "bestraft" werden, wie gemeinsame Kinder. Da diese Kinder ja ohne Testament (neben dem Ehepartner) alleinige Erben wären, ist der Pflichtteil ist in dem Fall verhältnismäßig hoch. Nach dem Tode des längerlebenden, erhielten sie dagegen keinen Pflichtteil.
Wir empfehlen Ihnen, sich juristisch bei der Erstellung Ihres Testaments unterstützen zu lassen. Es gibt hier eine Vielzahl von Möglichkeiten der Gestaltung, die indivuell erarbeitet werden müssen.

Redaktionsteam (10.11.2014)

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Ja. Allerdings sind die sogenannten Nachlassverbindlichkeiten zunächst abzuziehen. Hierzu gehören die Beerdigungskosten, aber auch Schulden des Erblassers.

Redaktionsteam (11.11.2014)

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Es käme hier auf den Inhalt des Erbvertrages an, inwieweit hierin weitere Verfügungen von Todes wegen erlaubt sind. Wir empfehlen, sich bei dem Notar zu erkundigen, der den Erbvertrag beurkundet hatte. Generell könnte - wenn überhaupt - nur jede Dame für sich ein eigenes Testament aufsetzen.

Redaktionsteam (13.11.2014)

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Vertrag zur Anerkennung eines ungültigen Testamentes Renate Teichmüller (12.11.2014)
(1 Antwort) Anzeigen/verbergen

Ein Testament ist formbedürftig. Wenn die gesetzlichen Erben sich nun anderweitig einigen, benötigen Sie einen Erbauseinandersetzungsvertrag.

Redaktionsteam (13.11.2014)

Diese Frage beantworten

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Man muss allerdings eine Änderungsklausel (auch Öffnungsklausel) in das Berliner Testament einfügen. Man damit bestimmen, dass der länger lebende Ehegatte den Schlusserben frei bestimmen kann. Fehlt eine solche Klausel und ist ein Schlusserbe festgelegt, dann bleibt der länger lebende Ehegatte daran gebunden.

Redaktionsteam (14.11.2014)

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