Weil es aufgrund eines vorhandenen Schlupflochs bislang noch immer möglich ist, in Deutschland Steuern zu sparen, indem man sein Geld in der Schweiz deponiert, soll es demnächst ein Steuerabkommen mit der Schweiz geben. Allerdings scheitert das Abkommen im Moment an den von der SPD und den Grünen regierten Bundesländern. In Baden-Württemberg wurden erneut Nachverhandlungen gefordert. Die Landesregierung nimmt insbesondere an der sogenannten Abschleichregel Anstoß. Nach dieser ist es möglich, dass die Steuersünder ihr Schwarzgeld noch bis zum Ende des Jahres aus der Schweiz abziehen, ohne mit rechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen.
In dem geplanten Abkommen ist vorgesehen, dass die Anleger eine einmalige, anonyme Steuer zwischen 21 und 41 Prozent an den deutschen Staat abführen. Zwar mahnte Angela Merkel, dass auf diese Weise 1,3 Milliarden Euro in die deutschen Kassen gespült werden würden, doch diese Zahl ist rein spekulativ, da niemand mit Sicherheit sagen könne, wie viel deutsches Schwarzgeld sich tatsächlich auf Schweizer Konten befindet.
Auch der Steuerzahlerbund fordert die Landesregierungen auf, dem Steuerabkommen zuzustimmen. Zwar seien die darin getroffenen Regelungen nicht befriedigend, da die betreffenden Steuersünder nicht zur Verantwortung gezogen werden, doch stelle das Abkommen für die Zukunft deutlich mehr Steuergerechtigkeit her.
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