Eine Mieterin aus München stand zum zweiten Mal vor ihrer Kündigung auf Grund nicht gezahlter Miete. Beim ersten Mal hatte sie die Situation noch mit einer Nachzahlung geregelt. Beim zweiten Mal wollte sie die Rechtmäßigkeit nicht anerkennen, da die Vermieterin beim Versuch die Kündigung zu übergeben sturmgeklingelt hatte und so das gesamte Familienleben zerstört haben soll. So klagte die Vermieterin auf Räumung der Wohnung und die Mieterin im Gegenzug auf 15.000 Euro Schadenersatz. ... weiter
Ein Mieter, der aus einem irrtümlichen Grund seine Miete mindert, kann vom Vermieter fristlos gekündigt werden wenn er seinen Irrtum vorher hätte erkennen können. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass er seine einbehaltene Miete nach Bekanntwerden seines Irrtums nachzahlt. So entschied kürzlich der Bundesgerichtshof. ... weiter
Arbeitnehmer haben gegenüber ihrem Arbeitgeber bestimmte Rechte, aber auch Pflichten. Dazu zählen unter anderem so grundlegende und selbstverständliche Dinge wie die Abgabe des Sozialversicherungsausweises, die Verschwiegenheitspflicht, das Wettbewerbsverbot, der pflegliche Umgang mit dem Inventar, die Gehorsamspflicht oder die Auskunftspflicht über den Arbeitsstand. Kommt der Arbeitnehmer diesen Pflichten nicht nach, kann dies rechtliche Konsequenzen haben. Die Selbstverständlichkeit der Arbeitnehmergebote muss wohl neu definiert werden, angesichts der verhandelten Rechtsstreitigkeit vor dem Arbeitsgericht Hamm (Az: 8 Sa 1932/10). ... weiter
Ein 51-jähriger Angestellter schrieb einen Büro-Roman mit dem Titel: Wer die Hölle fürchtet, kennt das Büro nicht. Er bot das Buch während der Arbeitszeit seinen Kollegen zum Kauf an. Seine Arbeitgeberin sprach daraufhin eine fristlose Kündigung gegen ihn aus. ... weiter
Handfeste verbale Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz sind zwar nicht die Regel, aber auch keine Seltenheit. Eine Beleidigung auf plattdeutsch rechtfertigt aber noch keine fristlose Kündigung, wie das Arbeitsgericht Hamburg jetzt festgestellt hat (Az.: 21 Ca 490/08). In jedem Fall hätte dem Arbeitnehmer zuerst eine Abmahnung ausgesprochen werden müssen, urteilten die Hamburger Richter. ... weiter
Der Fall einer Berliner Supermarkt-Kassiererin, der wegen der Unterschlagung von zwei Pfandbons im Wert von 1,40 Euro fristlos gekündigt wurde, ist noch in bester Erinnerung. Nun hat es eine Kaufhaus-Kassiererin erwischt, die über einen längeren Zeitraum Einkäufe von Kunden auf zwei private Kundenbonuskarten gebucht hat. ... weiter
Vergünstigungen für eigene Mitarbeiter, zum Beispiel beim Einkauf in umliegenden Geschäften oder beim Kantinenessen, sind ein beliebtes Instrument der Unternehmen, das Personal bei Laune zu halten. Reichlich vergrätzt reagierte allerdings eine Bank, als sie einen "Betrugsversuch" einer Angestellten registrierte. ... weiter
Soziale Netzwerke wie Facebook erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Jetzt aber wurde die Nutzung der Website einer Frau zum Verhängnis. Weil die Schweizer Versicherungsangestellte für einen Tag wegen Migräne krank gemeldet, aber trotzdem online unterwegs war, kündigte ihr Arbeitgeber National Suisse fristlos. ... weiter
Dass Rechtsprechung nicht immer mit Gerechtigkeit zu tun hat und "Vermögen" keine Frage der Höhe ist, musste in der letzten Woche Deutschlands bekannteste Kassiererin Barbara E., genannt "Emmely", erfahren. Wegen zweier Pfandbons in Höhe von 1 Euro 30 wurde ihr von der deutschen Lebensmittel-Kette Kaiser's gekündigt. Doch selbst ein von Gewerkschaften und Medien geschürter Proteststurm konnte die Richter des Landesarbeitsgerichts Berlin nicht erweichen. Sie bestätigten die Kündigung und ließen auch eine Revision nicht zu. Ein Urteil, das Unverständnis hervorrief. ... weiter
Obwohl Deutschland mit Angela Merkel mittlerweile die erste Bundeskanzlerin und mit Marlies Dumbsky die 60. Deutsche Weinkönigin hat, werden immer noch Frauen in Führungspositionen bei der Entlohnung benachteiligt. ... weiter
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