Eine Frau erbte gemeinsam mit ihrer Schwester das Vermögen ihrer Eltern, die beide kurz nacheinander im selben Jahr starben. Im nächsten Jahr bekamen die Erben Post vom Finanzamt, welches die Einkommensteuernachzahlungen der Eltern, welche nicht unerheblich waren, von den Gesamtrechtsnachfolgern nun erstattet haben wollten. Eine der Schwestern klage gegen den Steuerbescheid, um die Nachzahlung vom Gesamterbe abzuziehen, da sich daraus eine geringere Erbschaftssteuer ergäbe. In zwei Instanzen verlor sie. Vor dem Bundesfinanzhof bekam sie jetzt schließlich Recht. ... weiter
Ein gemeinsames Konto ist bei den meisten Eheleuten üblich. Vorbei die Zeit, als einer nur ein Taschengeld oder Haushaltsgeld bekam. Schwieriger gestaltet sich ein gemeinsames Konto, auch Oder-Konto genannt, wenn nur ein Partner einzahlt und es sich um erhebliche Summen handelt. Dies bekam ein Ehepaar zu spüren, welchem das Finanzamt eine Zuwendung von einem Ehepartner an den anderen unterstellte, welche der Schenkungssteuer unterliegt. So besteuerte das Finanzamt die Hälfte des eingezahlten Betrages. Dagegen klagte die Ehefrau. Die Klage wurde jedoch abgewiesen. ... weiter
Entgegen der bisherigen Rechtsprechung kann eine künstliche Befruchtung mit Fremdsamen durch das Urteil vom 16.12.2010 (Az. VI R 43/10) als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) zugunsten eines verheirateten Paares, das auf den Abzug der Kosten einer solchen Behandlung nach § 33 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geklagt hatte. ... weiter
Der Kampf um die Pendler-Pauschale ist entschieden, Autofahrer dürfen seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Ende 2008 die Fahrt zum Arbeitsplatz wieder ab dem ersten Kilometer steuerlich geltend machen. Doch wie viele Fahrten im Jahr dürfen es sein? Hier hat das Finanzgericht München jetzt ein Rechenbeispiel vorgelegt. ... weiter
Wer seine Steuererklärung wie viele andere auch auf den letzten Drücker macht, sollte noch prüfen, ob er im letzten Jahr möglicherweise in größerem Umfang Haushaltshilfen oder Handwerker in seinem Haushalt beschäftigt hat. Die Einsparungen, die durch die "haushaltsnahen Dienstleistungen" erzielt werden können, dürfen auch von den Bewohnern eines Wohnstifts in Anspruch genommen werden, wie das oberste deutsche Steuergericht jetzt festgestellt hat. ... weiter
Wer in seiner Einkommensteuererklärung für 2007 keine Angaben zum Arbeitsweg gemacht hat, sollte dies nachholen und einen formlosen Antrag auf Neuberechnung des Lohnsteuerbescheides stellen. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Dezember 2008 können alle Steuerzahler wieder 30 Cent pro Kilometer für die Fahrt von der Wohnung zur Arbeitsstätte in ihrer Steuererklärung geltend machen. Diese Regelung gilt auch rückwirkend für das Jahr 2007 und vom ersten Entfernungskilometer an. ... weiter
Selten wurden mit dem Beginn eines Jahres derartig viele steuerliche Neuregelungen getroffen. Mit der Einführung des Familienleistungsgesetzes wurden die Steuerfreibeträge für Kinder erhöht und die haushaltsnahen Dienstleistungen steuerlich besser gestellt. ... weiter
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch der Finanzminister. Und der bringt in der Regel keine Geschenke, sondern Papier. Eng bedruckt und mit kryptischen Eingabefeldern gespickt, für deren Entschlüsselung man eigentlich einen Linguisten benötigt. Nun ist jeder Steuerbürger geneigt, dem Staat seinen Obulus zu entrichten, wenn er dafür sichere Straßen, gut ausgestattete Schulen und ein attraktives Kulturangebot, Museen, Bibliotheken, Sportstätten und dergleichen erhält. Aber muss man dafür wirklich zum Sprachforscher werden? ... weiter
Das Jahr fängt ja gut an: Seit dem 1. Januar 2009 können Unternehmer wieder die degressive Abschreibung für Investitionen nutzen, und Eltern freuen sich über die Erhöhung des Kindergeldes und der Steuerfreibeträge für den Nachwuchs. Käufer eines Neuwagens sind bis zu zwei Jahren von der Kfz-Steuer befreit, und Anleger brauchen nur noch ein Viertel der kassierten Zinsen an den Fiskus abgeben. Am meisten allerdings profitieren diejenigen von den neuen Steuerregelungen, die haushaltsnahe Dienstleistungen oder die Leistungen eines Handwerkers in Anspruch nehmen. ... weiter
Langsam drängt die Zeit. Am 31. Mai ist der letzte Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung. Doch wer früh seine Steuerrückzahlung kassieren will, sollte bald abgeben. Denn erfahrungsgemäß kommt es in den letzten Tagen vor dem Stichtag zum Stau in der Stapelverarbeitung der Steuerbehörden. ... weiter
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