Wenn ein Arbeitgeber mit der Auszahlung des im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegten Weihnachtsgelds zögert, so muss die Auszahlung innerhalb von drei Monaten angemahnt werden, da der Anspruch sonst erlischt. Diese bittere Erfahrung machte kürzlich ein Arbeitnehmer vor dem Landgericht in Hamm. ... weiter
Eine rechtskonforme Kündigung ist im Arbeitsrecht mehr als problematisch. In der Regel benötigt der Arbeitgeber für eine gerechtfertigte Kündigung einen Grund. Diese Gründe sind keine Absoluten, dass bedeutet, es liegt kein Katalog vor, der Fallkonstellationen enthält wann eine Kündigung gerechtfertigt sein kann oder nicht. Vielmehr ist es immer eine Einzelfallentscheidung in der beispielsweise das sonstige Betragen des Arbeitnehmers, die Dauer der Betriebszugehörigkeit und weitere individuelle Umstände berücksichtig werden müssen. ... weiter
Ein in einem katholischen Krankenhaus beschäftigter katholischer Chefarzt, war von seiner ersten Frau verlassen worden. Nachdem er mit einer anderen Frau zwei Jahre lang zusammengelebt hatte, heiratete er diese. Aufgrunddessen wurde gegen ihn eine ordentliche Kündigung ausgesprochen. In dem Vertrag, der dem Arbeitsverhältnis zugrunde lang, wurde auf die Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse Bezug genommen. Darin heißt es im Art. 4, dass von dem Arbeitnehmer die Anerkennung und Achtung der kirchlichen Glaubens- und Sittenlehre erwartet wird. Demnach kommt eine Kündigung in schweren Fällen von Loyalitätsverstößen in Betracht. ... weiter
Seit Jahren werden infolge vermeintlicher und tatsächlicher Bedrohungen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen diskutiert. Doch da eine Überwachung durch die Speicherung von bestimmten Verbraucherdaten oder Videoaufnahmen einigermaßen missbrauchsanfällig ist, ist strittig, wie weit die Kontrolle gehen darf. ... weiter
Zwei Urteile des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 9 AZR 425/10 und 9 AZR 352/10) bestätigen nun, dass die Urlaubsansprüche eines Arbeitnehmers nach langer Krankheit verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig geltend gemacht werden. Nach dem Bundesurlaubsgesetz muss Erholungsurlaub im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. In begründeten Einzelfällen (z.B. bei Krankheit) kann der Urlaubsanspruch von einem Jahr ins nächste übertragen werden. ... weiter
Haben Sie schon mal ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn Sie einen Praktikanten mit 100 Euro im Monat, altklugen Sprüchen und einer Kantinenkarte abgespeist haben? Richtig. Noch vor kurzer Zeit war die Generation Praktikum gleichbedeutend mit Häme, schlechten Berufsaussichten und wenig Geld. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte noch vor zwei Monaten in ihrer Video-Botschaft, jungen Menschen eine gute Perspektive statt Praktikantenplätze anzubieten. ... weiter
Weil ein Arbeitnehmer Telefonkunden wiederholt mit "Jesus hat Sie lieb" verabschiedet hatte, sprach die Personalabteilung eine Kündigung aus. Zu Recht, wie ein Arbeitsgericht nun bestätigte. ... weiter
Überraschung im Arbeitsrecht: Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass ein befristeter Arbeitsvertrag auch dann ohne Begründung abgeschlossen werden kann, wenn mit dem Arbeitgeber zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Voraussetzung ist aber, dass das alte Arbeitsverhältnis mehr als drei Jahre zurück lag. ... weiter
Arbeitgeber können die Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen zurückverlangen, wenn Arbeitnehmer während einer laufenden Bildungsmaßnahme das Arbeitsverhältnis beenden. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) durch ein Urteil vom 19.01.2011 (Az. 3 AZR 621/08). ... weiter
Es ist eine Zahl, die Arbeitnehmer und Gewerkschafter auf die Barrikaden bringt: 47% aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge sind befristet. Und die Negativschlagzeile geht noch weiter, wenn man sich die Statistiken genauer anschaut. Insbesondere junge Arbeitnehmer, Ausländer und Frauen leiden unter der Befristungswut der Unternehmen. ... weiter
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