Heimbewohner, die nicht mehr selbst entscheiden können, dürfen nicht mehr ohne richterlichen Beschluss durch Bettgitter oder Gurte in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. So entschied jüngst der Bundesgerichtshof. ... weiter
Ein Paar aus Schleswig-Holstein lebte über 30 Jahre in wilder Ehe und in getrennten Wohnungen. Als bei dem Mann 2003 eine Demenzerkrankung festgestellt wurde, begann seine Partnerin ihn zu pflegen, zog 2004 mit ihm zusammen und heiratete ihn. Aufgeschreckt durch eine Nichte, veranlasste die zuständige Verwaltungsbehörde eine Aufhebung der Ehe. Nach 8 langen Jahren entschied nun der Bundesgerichtshof gegen die Verwaltungsbehörde und für die Eheleute. ... weiter
Der Bundestag hat jetzt nach einer langen Diskussion eine Reform der Regelung zur Organspende beschlossen. Wesentliche Neuerung ist, dass künftig jeder, der krankenversichert und über 16 Jahre alt ist, per Post regelmäßig nach seiner Bereitschaft gefragt wird, Organe zu spenden. Realisiert wird das von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen. ... weiter
Vor gut zwei Jahren hat der Gesetzgeber beschlossen, dass das Selbstbestimmungsrecht des Patienten über die letzten Stunden und Tage bindend ist. Ärzte und Richter müssen sich an eine Patientenverfügung halten. Doch die Praxis sieht oft anders aus. ... weiter
Bevor Sie über eine Patientenverfügung nachdenken, sollten Sie sich über Inhalt und Konsequenzen dieser Willenserklärung im Klaren sein. Folgende Punkte sollten Sie beachten: ... weiter
Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen kann die Umbettung eines Toten vorgenommen werden. Derartige Fälle entstehen etwa, wenn der Bestattungsort eines Verstorbenen nicht seinem erklärten Willen entspricht. In diesem Fall ist der Wille des Verstorbenen jedoch nachzuweisen. ... weiter
Das Oberlandesgericht München hat in einem Urteil (Az.: 33 Wx 285/09) festgehalten, dass eine rückschauende Diagnose über die Zurechnungsfähigkeit eines Patienten mit fortschreitender Demenz zu einem früheren Zeitpunkt kaum möglich ist. ... weiter
Wenn es nach Roger Kusch geht, dann ist Sterbehilfe so selbstverständlich wie die wöchentliche Müllabfuhr: Bettina S., deren Tod Kusch aufzeichnete, hatte keine besonderen Probleme. Sie war weder sterbenskrank, noch litt sie unter schweren Depressionen. Sie wollte einfach nur nicht ins Altersheim. Dank Kusch wird der Tod auf Bestellung zum Lifestyle-Artikel einer zivilisationsmüden Gesellschaft, die schon dann nach dem begleiteten Suizid ruft, wenn der Enkel mal wieder den Geburtstag vergessen hat. ... weiter
Der Fall Chantal Sébires hat es noch einmal deutlich gemacht: Es gibt ein Recht auf Leben, aber gibt es auch eine Pflicht? Für viele Menschen ist es der pure Horror: Allein, ohne Freunde und Verwandte, mit einer Krankheit, die weder ein erfülltes Leben noch einen würdevollen Tod zulässt. Die Lehrerin Sébires, erkrankt an einem seltenen Gesichtstumor, allergisch gegen schmerzlinderndes Morphium, war so ein Beispiel - und sie hat die Debatte um eine aktive Sterbehilfe erneut entfacht. ... weiter
Wer seiner Versicherung bei Abschluss des Vertrages relevante Vorerkrankungen verschweigt, riskiert seinen Versicherungsschutz. Das ist bekannt. Doch jetzt hat ein Gericht entschieden, dass auch schon die Bagatellisierung einer Krankheit eine arglistige Täuschung darstellt, etwa wenn er eine Erkrankung nur ganz allgemein und oberflächlich erwähnt. ... weiter
![]()