Warmduscher unter sich! | |
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| von Karl-Hermann Leukert |
| Sowohl Guido Westerwelle als auch Thilo Sarrazin werden die Vorteile einer warmen Dusche zu schätzen wissen. Doch wenn es um Lebenshilfe für Hartz-IV-Empfänger geht, überbieten sich die beiden Vorzeige-Populisten in wechselseitiger Klimaerkältung. Der Außenminister möchte Sozialhilfeempfänger zum Schneeschippen schicken, der ehemalige Finanzsenator und jetzige Bundesbank-Vorstand empfiehlt: Heizung runter, Pulli an und kalt duschen. Und damit klar wird, dass es sich hier um kein reines Hygieneproblem handelt, setzt er noch eins drauf: "Ein Warmduscher ist noch nie weit gekommen." So viel Eiszeit war nie! | ||
Selbstverständlich muss es Ziel sein, Langzeitarbeitslose wieder in eine Stellung zu bringen - auch mit Blick auf den inneren Zustand vieler Prekariatsfamilien, in denen der identitätsstiftende Wert der Arbeit längst verloren gegangen ist. Doch das erreicht man nicht mit Ausgrenzung und Beschimpfung, sondern mit Erziehung und Integration. Fördern und fordern, wie es früher einmal hieß. Die kalte Dusche ist kontraproduktiv. FORMBLITZ hilft - mit Anträgen auf ALG II und mit Bewerbungen aus der Arbeitslosigkeit. | ||
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"Mit einem KZ-Wächter verglichen zu werden, geht zu weit", schrieb Westerwelle in einem Brief an die Brauerei, die den Anstich mit der satirischen Rede veranstaltet. "Sie haben mich all die Jahre zum Salvator-Anstich eingeladen. Mehrfach habe ich gern teilgenommen. Für die Zukunft bitte ich, von Einladungen an meine Person abzusehen", heißt es in dem Brief. "Leistung muss sich wieder lohnen" Der als Bußprediger auftretende Lerchenberg hatte in seiner Rede über Westerwelle gesagt: "Alle Hartz-IV-Empfänger versammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Zaun." Über dem Eingangstor werde "in großen eisernen Lettern" stehen: "Leistung muss sich wieder lohnen." Über dem Tor zum KZ Auschwitz hatte in eisernen Lettern gestanden: "Arbeit macht frei". "Eine Schande für die Veranstaltung" Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sagte, einen derartigen Ausrutscher unter die Gürtellinie habe sie bislang noch nicht erlebt. "Scherze, die das Leid der Opfer in den Konzentrationslagern verharmlosen oder gar der Lächerlichkeit preisgeben, sind eine Schande für die ansonsten gelungene Veranstaltung." "Die Themen liegen auf der Straße" Der Schauspieler verteidigte sich für seinen Auftritt als "Bruder Barnabas": "Eine Fastenpredigt ist keine Lachparade", sagte Lerchenberg der "Passauer Neuen Presse". Ihm sei klar gewesen, dass "ein paar Sachen, die der Bruder Barnabas in seiner Predigt sagt, heute Anlass zur Diskussion geben werden. Aber die Themen erfinde ich doch nicht, die liegen auf der Straße." Beim sogenannten Derblecken auf dem Münchner Nockherberg wird alljährlich die politische Führung mit Hohn und Spott bedacht. ich meine.. schau an... da schreibt bzw. redet jemand noch das gleiche...da muss wohl was dran sein.. westerwelle muss sich nicht wundern, wenn er so frontal angegriffen wird. ehre, wem ehre gebührt. :-)
AntwortenNoch ist nicht alles verloren. Je mehr Bürger bereit sind der Politik ( Bürokratienonsens) Wiederstand entgegen zusetzen, um so eher wird sich die Situation bereinigen. Das Recht auf Volksentscheide gehört ins Grundgesetz (Verfassung). Außerdem möchte ich mich der Feststellung von meinem Vorkommentator anschließen.
AntwortenFer folgende Link trifft m.E. die Sache besser als die Tiraden von Herrn Westerwelle (den ich übrigens gewählt habe. Zu meinem jetzigen Leidwesen) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2371074_Kolumne-Egoistische-Elite.html
AntwortenSehr geehrter Herr Karl-Hermann Leukert, auf Grund Ihres heutigen unsachlichen und populistisch ausgerichteten Kommentars habe ich mich heute von Ihrem NEWSLETTER abgemeldet und verzichte auch gerne in Zukunft auf ein Abonnement. Gernot Herr.
AntwortenJetzt dachte ich, es wäre an der Zeit die Kommentare zu loben, aber das hat schon Herr Boßmeier getan. Dem Herrn Schwarz möchte ich wissen lassen, wenn er 7 Jahre älter wäre (wie ich), hätte er wohl keinen Grund die Mitglieder einer Splitterpartei so massiv und emotional zu beleidigen. Ich bin gerade noch in den Vorzug der Arbeitslosenhilfe gekommen und kam damit prächtig aus. Jahrelang ist mir keine Stellung angeboten worden, (wo ich mich hätte bewerben müssen). Die Änderung der Verhältnisse sind nicht die Handschrift der FDP, sie waschen sich nur mit anderer Leute Badewasser. (Um bei den Worten zu bleiben). Ich habe auch keine Gewissensbisse darüber, ich habe 41 Jahre gearbeitet und einen akzeptablen "Abgang" gehabt. Das Problem liegt also eher darin, dass uns gesagt wird, das die Arbeitslosenversicherung nicht zu vergleichen ist mit der Rentenver-sicherung. In einer Versicherung erhält man eine Überlebenshilfe, in der Ande- ren eine, zwar abgespeckte, aber doch angemessenen Widergabe der Lebens- leistung. Da stimmt doch was nicht.
Antwortenes gibt möglicherweise viele punkte und eingänge, wo und wie man an den warmduscher rankommt. ich werde nun 61 jahre und habe mich nach einer wahl so betrogen und belogen gefühlt, wievon der fdp nach der letzten wahl. fristeten sie doch ettliche jahre auf der reservebank im bundestag. ich vermute, da müssen einige damen und herren dieser partei einen schaden ( kopfhöhe ) davongetragen haben. letzendlich geht es diesen neoliberalen krawallwachern doch nur um stimmen. die taktik scheint gut. drückeberger bei hartz4 empfängern sind laut westerwelle das tägliche brot der arge. sie werden von westerwelle und seinen vasallen als vorzeigepersonen missbraucht. missbraucht um seine neoliberale patei am leben zu erhalten. doch die arge sagt genau das gegenteil. ich denke...früher waren andersdenkende mit einer anderen religion, heute sind es die hart4 empfänger.. ich schlage vor jedem hartz4 empfänger ein sticker auf die kleidung zu nähen und für hartz4 empfänger läger zu schaffen, diesen menschen, dazu gehöre ich , kalte DUSCHEN einzubauen. :-)) sorry, aber der warmduscher erinnert mich stark an einen propagandaminister vor meiner zeit.... :-)))
AntwortenMöchte einfach mal zum besten geben, dass ihre Texte sehr erfrischend und immer wieder ein Genuss sind!
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werner schwarz
08.03.2010 um 07:31:00 Uhr
Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" nimmt FDP-Chef Westerwelle Manager auf Auslandsreisen mit, die zuvor an die FDP gespendet haben. So sei bei seiner Südamerika-Reise in dieser Woche der Gründer von United Internet, Ralph Dommermuth, dabei. Dieser habe 2005 48.000 Euro an die FDP überwiesen. Bei Westerwelles Antrittsbesuchen in Estland, Japan und China im Januar sei der Unternehmer Cornelius Boersch Teil der Delegation gewesen. Er ist den Angaben zufolge Gründer der Schweizer Beratungs- und Beteiligungsfirma Mountain Partners Group und hat der FDP bislang über 160.000 Euro gespendet. Werbung für Luxus-Hotel Zudem habe sich Westerwelle erneut als Hotel-Lobbyist betätigt, erklärte Maurer. Westerwelle war kürzlich bei der Eröffnung eines Bonner Luxushotels aufgetreten. Zu den Veranstaltern des Events gehört nach Angaben des "Spiegel" Westerwelles Lebensgefährte Michael Mronz. Der FDP-Chef hatte das Hotel vor Gästen wie TV-Moderator Thomas Gottschalk und Ex-Porno-Star Michaela Schaffrath feierlich eröffnet und als eines der weltweit "spannendsten Hotels" bezeichnet. Westerwelle betonte laut "Spiegel", er habe die Veranstaltung als Bonner Wahlkreisabgeordneter besucht. Dementi von Westerwelles Partner Mronz ließ dem Bericht zufolge über einen Sprecher erklären, er habe seinen Auftraggebern die Teilnahme von Westerwelle "zu keinem Zeitpunkt der Zusammenarbeit in Aussicht gestellt". Westerwelle habe "kein Honorar oder geldwerte Vorteile erhalten". Seinen eigenen Gewinn wollte Mronz nicht beziffern. Allerdings habe er den Profit "am Tag nach der Veranstaltung wohltätig gespendet". ich denke...das alles passt zu diesem paradiesvogel.... auf schwache bürger rumtrampeln und von starken kassieren... mfg
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