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Deutschland ist Arno Dübel

von Karl-Hermann Leukert

Die Medien haben ein neues Feindbild: Es wirkt leicht herunter gekommen, hört auf den Namen Arno Dübel und läuft bei Bild unter der Bezeichnung "Deutschlands frechster Arbeitsloser". Man darf also sagen: Arno Dübel hat es geschafft. Bei seinem Versuch, die legendären "15 Minuten Ruhm" einzuheimsen, die laut Andy Warhol jedem Menschen per Geburt zustehen, kommt Arno Dübel auf mehrere Stunden. Fernsehzeit, wohlgemerkt, die üblichen Ausdünstungen in den Printmedien nicht mitgerechnet. Und das mit einer einzigen Botschaft: Null Bock auf Arbeit!

Doch was in früheren Jahren regelmäßig zu Entrüstungswellen unter hart arbeitenden Bürgern führte, etwa bei Florida-Rolf, dem braun gebrannten Sozialschnorrer aus Miami-Beach, langt heute nicht mal mehr für einen Sturm im Wasserglas. Da mögen sich die eilig herbei geeilten Dummschwätzer von Rainer Calmund (sollte schon wegen seines Leibesumfangs mal wieder körperlich arbeiten) bis hin zu Johannes B. Kerner (ist wegen seiner Quote vielleicht bald selber arbeitslos) noch so sehr in gerechter Empörung üben. Heute weiß jeder Depp, dass unser Gesellschaftssystem weniger durch kleine Subventions-Erschleicher wie Arno Dübel, sondern eher durch unfähige Finanz-Manager wie Georg Funke (Hypo Real Estate) bedroht ist. Was sind schon ein paar Tausend Euro Penner-Hilfe gegen die Milliarden, die im Finanzsektor verschwunden sind und lediglich ein paar Öllachen im Hafen von Saint Tropez hinterlassen haben?

Folglich ist der Fernsehpranger, an den man Arno Dübel gestellt hat, zum Rohrkrepierer geworden: Ganz Deutschland lacht über die vergeblichen Bemühungen der versammelten Medien-Meute, darunter nicht nur fette Ex-Fußballmanager, sondern auch gegelte Motivationstrainer und ehrpusselige Sozialbürokraten, dem Jobverweigerer ein wenig Arbeits-Ethos einzuhauchen. Doch der lässt die Ratschläge fröhlich an sich abperlen und wird nicht müde, sein durchaus nachvollziehbares Lebens-Konzept wie ein Mantra vor sich herzubeten: Warum arbeiten, wenn man es nicht muss? Das finden inzwischen viele Bürger und haben ganze Arno-Dübel-Fan-Clubs ins Leben gerufen. Am Ballermann schallt der Dübel-Rap schon als Remix aus den Boxen.

Schlagworte:

Arno Dübel

Kommentare

Kommentare


11

Anti Spieß

23.05.2010 um 15:56:00 Uhr

Ich habe eine gute Idee für alle,die sich über Arno Dübel aufregen.Man könnte diese Spießer gleich ins Arbeitslager schicken,damit sie keine Zeit mehr haben,sich aufzuregen,und danach verhungern lassen,da bliebe viel Geld für die anderen übrig.

10

planetdesign

03.03.2010 um 12:04:00 Uhr

Arno Dübel ist ein Held. Er sollte eine Arbeitslosenpartei gründen und hätte sofort hunderttausende Mitglieder.

9

Fips

25.02.2010 um 21:44:00 Uhr

Hallo, psst Herbert .... man könnte die Arbeitslosen, Obdachlosen Rentner und jeden, der den Staat sowieso nur Geld kostet am besten gleich verhungern lassen (nach Zwangsinternierung im Arbeitslager) - oder besser noch gleich schlachten und an die Reichen verfüttern - das hätte dann gleich 2 Vorteile : es gäbe keine Armen mehr und die Reichen wären auch (siehe Jonathan Swifts Beitrag : A modest proposal (Ein bescheidener Vorschlag) cf. : http://logos.kulando.de/post/2009/03/27/jonathan-swift-ein-bescheidener-vorschlag

8

MIchael

15.02.2010 um 08:39:00 Uhr

Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Zm einen unten die kleinen Sozialschmarotzer (nicht alle Hartz IV), sondern die das System mißbrauchen, und oben unsere "Führungselite", die Raffkes, die den Hals nicht voll bekommen. Hier in Bayern der Sparkassenpräsdident Nenner, der das Landesbankdesaster mit zu verantworten hat, und jetzt "freiwillig" zurücktritt und den Rücktritt mit 1,4 Mill ? versüssen läßt. Die Gearschten sind die, die es mit ehrlicher Arbeit versuchen. Leistung soll sich wieder lohnen, selten so gelacht.

7

Günther

14.02.2010 um 16:45:00 Uhr

Klasse Kommentar, endlich wird mal das angesprochen, wovon Politiker und Medien gerne ablenken. Nicht die paar Sozialschmarozzer wie ein Arno Dübel, sondern die Manager und Wirtschaftsbosse, die mit Hilfe unserer Politiker dem Mittelstand das Geld aus der Tasche ziehen sind die wahren Betrüger.

6

Gerhard Reidel

10.02.2010 um 16:31:00 Uhr

Was ist mit den Millionen die in der Schweiz liegen? Auch darf man Wiedekind nicht vergessen,der zwar Porsche erst hoch gebracht hat und dann hart an den Abgrund gebracht hat, bekommt 50 Mill. zum Abschied, will zwar spenden. Und dannwas ist für die Normalos mit mehr Netto vom Brutto, wo jetzt die Krankenkassen Zuastzbeiträge verlangen. Das gäbe alles 10 Millionen Dübels.

5

helga vincent

10.02.2010 um 15:47:00 Uhr

na super! hab heute die gesprächsrunde -hatz IV sollte neu überdacht und berechnet werden und mir wird schlecht, wenn ich die oberschlauen politiker reden höre - die haben überhaupt keine ahnung - die sind es doch, die jenen, die noch arbeiten möchten, jede perspektive zu nehmen mit der kombination geringverdienen und hartz IV - wenn es nach mir ginge, würden einem jeden, der 3x arbeitszuweisung ablehnt, komplett a l l e bezüge gestrichen armes deutschland!!!

4

Sengstock

10.02.2010 um 13:40:00 Uhr

Tja, wenn man nur die monatlichen Gehaltskosten der Mitarbeiter (Staatssekretäre u.ä.), die z.B. unser allseits geliebter Entwicklungsminister Niebel in seinem Ministerium neu eingestellt hat, einem Hartz IV-Empfänger gegenüberstellt, dann können etwa 30 Hartz-IV-ler davon ein ganzes Jahr leben. Ein Hoch auf den von der FDP vor der Wahl propagierten Bürokratieabbau.

3

M Haberkorn

10.02.2010 um 12:49:00 Uhr

Bravo! Endlich einmal ein Kommentar aus dem Herzen der Realität! Arno Dübel, die moderne Version von Brot und Spielen für die Stimmviecher! Endlich eine Möglichkeit für die Politiker jedweder Couleur EINMAL gleichartig mit Volkes Stimme zu sprechen. Auch wenn ich es den Arno Dübels -aus Prinzip- nicht gönne, so ist das Ganze eine Petitesse, ein peanut im Bild unseres Wirtschaftslebens. Die wirklichen Versager gehören an den Pranger, nicht irgendwelche armseligen Würstchen als Stellvertreter. Schade, daß solche Kommentare in der gleichgeschalteten Presse kicht mehr vorkommen!

2

Claudia Magdic

10.02.2010 um 11:56:00 Uhr

Toller Kommentar von Formblitz! Ich habe die Kerner-Sendung gesehen und selten so gelacht.So wie Herr Dübel lebt,ist ja gar nicht so verkehrt-wenigstens ist er ja kein Messie und hält seine Wohnung sauber-und bügeln kann er auch!Okay,er ist kein Karrieretyp,und ich könnte auch nicht so leben wie er.......Dennoch ist er mir 1 Million mal lieber als eine Type wie Ex-Postchef Klaus Zumwinkel mit seiner 128-Zimmer Burg am Gardasee......wofür?Wieviel an "Wertschöpfung" hat der denn in seiner "Karriere" erreicht? Das ist soziale Realität im 3.Jahrtausend n.Chr!

1

Herbert

10.02.2010 um 11:23:00 Uhr

Arno Dübel verhöhnt alle Arbeitslosen und die Medien unterstützen das noch mit ihrer Gage Es wird doch langsam Zeit, daß soche Elemente zur Sozialen Zwagsarbeit gezwungen werden !!

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