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Anonyme Bewerbung - ist das die Lösung?

von Anika Kröller

Die Bewerbung der Zukunft ist ein leeres Blatt. Bringt dem Personalverantwortlichen zwar gar nichts, sichert aber die Chancengleichheit der Bewerber.

Das Bundesfamilienministerium testet zusammen mit deutschen Unternehmen die anonyme Bewerbung. Der durchaus löbliche Gedanke, der dahinter steht: Jeder Bewerber soll eine Chance bekommen, egal welchen Alters, Geschlechts oder welcher Abstammung er ist. Bezweifeln lässt sich jedoch die Praktikabilität des Ganzen. Fast jede Information in einer Bewerbung weist auf die Person des Bewerbers hin: Der Name verrät das Geschlecht, am beruflichen Werdegang lässt sich das Alter erkennen und aus den Sprachkenntnissen die Herkunft vermuten. In der Zukunft müssten Unternehmen daher einfach jeden Interessierten einladen. Ganze Bürokomplexe wären bereitzustellen, damit Legionen von Personalern Gespräche mit Scharen von Bewerbern führen könnten. Diese würden dann erst im Vorstellungsgespräch bewertet - nach Alter, Herkunft und Geschlecht.

Kommentare

Kommentare


Dietrich Donath

07.09.2010 um 12:58:00 Uhr

Diese unsinnigen Auswüchse der "Gleichbehandlung" sind, wie vieles Andere auch das Ergebnis einen Politik die sich um unbequeme Wahrheiten herundrückt, feige jede künstliche Aufregung "ernst" nimmt. Seit Jahren wir durch dieses Verhalten grober Unfug produziert und der Diktatur von demagogischen Minderheiten, Berufsnörglern und Dergleichen Tür und Tor geöffnet. Im speziellen Fall, muss es einem Unternehmen freigestellt sein, zu entscheiden mit wem es arbeiten will, sofern keine bewußte grobe Diskriminierung vorliegt. Jeder neue Mitarbeiter wirkt sich auf die Gesamtstruktur des Unternehmens aus, also muss das Unternehmen Herr seiner Personalentscheidungen bleiben. Es sind ja schon Fälle bekannt geworden, in denen es Bewerbern nicht um xdie Stelle sonder um "Schadenersatz" nach der Ablehnung ging.

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Albert Kainz

07.09.2010 um 10:16:00 Uhr

Fangen wir zumindest damit an, das Geburtsdatum aus dem CV zu verbannen. Das hat keinen sachlichen Grund, verstößt gegen die Altersdiskriminierung und ist in anglikanischen Ländern eine Selbstverständlichkeit.

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Thomas Schulze

07.09.2010 um 09:40:00 Uhr

Also ich denke das dauert noch eine Weile bis sich die annoyme Bewerbung durchsetzt!

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