Mit einer Vorsorgevollmacht für den Gesundheitsbereich bestimmen Sie eine Person Ihres Vertrauens, Ihren Willen gegenüber behandelnden Ärzten durchzusetzen. Sobald Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind, medizinische Entscheidungen zu treffen, ist der von Ihnen Bevollmächtigte befugt, alle wichtigen Fragen im Gesundheitsbereich für Sie zu beantworten. Die Vorsorgevollmacht eignet sich besonders gut als Ergänzung zu einer Patientenverfügung. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass in medizinischen Notfällen ihrem Willen entsprechend gehandelt wird.
Bitte beachten sie, dass die Vorsorgevollmacht in Ihrer Wirksamkeit auf den Bereich der Gesundheit, das heißt insbesondere auf Fragen der medizinischen Versorgung, beschränkt ist. Für den Fall, dass Sie nicht mehr in der Lage sein sollten, Ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln, ist eine Trennung der verschiedenen Vollmachten sinnvoll. Nicht nur gelten für bestimmte Vollmachten eigene Regeln (so ist für Vollmachten für Vermögensangelegenheiten oft ein Notar erforderlich), es ist auch in vielen Fällen sinnvoll, bestimmte Angelegenheiten von Personen erledigen zu lassen, die sich damit auskennen.
Wenn Sie einen Bevollmächtigten bestimmen, sollten Sie sich über drei Fragen im Klaren sein:
1. Ist mein Bevollmächtigter in der Lage über diese Fragen zu entscheiden?
2. Kennt er meine Wertevorstellungen und Wünsche?
2. Möchte der Bevollmächtigte diese Aufgabe übernehmen und ist er sich über die Umfang seiner Verantwortung bewusst?
Vergessen Sie nicht, wie groß die Verantwortung für Ihren zukünftigen Betreuer ist. Klären Sie genau die Rechte und Pflichten, die dieses Amt mit sich bringt.
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