Nachgefragt!
Befristeter Arbeitsvertrag - mit Tarifbindung
Hier können Sie Fragen an unser Redaktionsteam stellen oder anderen Nutzern antworten.
Sehr geehrter Herr Wasmaier,
wenn derselbe Arbeitnehmer ohne Unterbrechung bei einer Firma sechs Jahre lang immer wieder befristete Verträge erhält, muss die Firma einen sogenannten sachlichen Grund für die Befristung im Vertrag nennen. Der Grund kann zum Beispiel daran liegen, dass der Bedarf im Betrieb nur vorübergehend besteht, weil es sich um eine Schwangerschafts-/ Elternzeitvertretung handelt. Wird zum Beispiel die Arbeitnehmerin in der Elternzeit wieder schwanger und verlängert entsprechend die Elternzeit, dann kann auch der Arbeitsvertrag der Vertretungskraft aus diesem Grund verlängert werden. Insgesamt hängt es sehr stark von den Umständen im Einzelfall ab, ob ein Befristungsgrund zulässig ist oder nicht.
Wird im Arbeitsvertrag gar kein Grund genannt, darf der Vertrag laut §14 Abs.2 Teilzeit- und Befristungsgesetz höchsten zwei Jahre lang befristet werden.
HINWEIS: Wir erteilen im Einzelfall keine Rechtsberatung, sondern geben lediglich überschlägige Einschätzungen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen. Für eine konkrete Rechtsberatung in Ihrem persönlichen Einzelfall wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.
FORMBLITZ-Redaktionsteam
Diese Frage beantworten
Vertragsinhalte
Folgende Punkte werden im Vertrag abgehandelt:
- Beginn des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort
- Befristung des Arbeitsverhältnisses
- Einbeziehung des Tarifvertrages
- Abfindung
- Fortführung des Arbeitsverhältnisses
- Tätigkeit
- Entlohnung
- Arbeitszeit
- Probezeit und Kündigungsfristen
- Regelung der Urlaubszeit
- Arbeitsverhinderung
- Polizeiliches Führungszeugnis
- Verschwiegenheitspflicht
- Nebentätigkeit
- Vertragsstrafe