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Das Drehbuch für Ihre erfolgreiche Geschäftsgründung

Existenzgründung ist „in“ – der Arbeitsmarkt befindet sich in einem ständigen Wandel. Die Zahl der Neugründungen steigt von Jahr zu Jahr. Sie wird aber stets von einer Welle der Firmeninsolvenzen begleitet. So wurden nach einer Statistik des Institutes für Mittelstandforschung im Jahr 2007 in Deutschland 426.000 Firmen gegründet. Gleichzeitig sind aber 415.000 Unternehmen in die Liquidation gegangen. Den größten Anteil davon machen mit 293.000 die echten Stilllegungen von Kleingewerbebetrieben aus.

Diese Zahlen sollen Sie nicht entmutigen, eine eigene Firma auf die Beine zu stellen. Sie zeigen jedoch klar, dass eine solide Planung für Ihre Existenzgründung unabdingbar ist. Mit einem professionellen Businessplan vergegenwärtigen Sie sich selbst Chancen und Risiken Ihrer Existenzgründung und überzeugen andere von den Erfolgsassichten Ihrer Geschäftsidee!

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Das Management Summary

Erster Schritt beim Verfassen eines Businessplans ist das so genannte Management Summary. Dabei handelt es sich um eine Zusammenfassung des Businessplans, in der Sie Ihre Geschäftsidee und die groben Eckpunkte ihrer Umsetzung kurz und übersichtlich darlegen. Dies dient in erster Linie dazu, Interesse an Ihrem Unternehmenskonzept zu wecken. Stellen Sie in ansprechender und verständlicher Sprache Ihre Geschäftsidee, das Leistungsangebot, die Markteintrittsbedingungen sowie die Grundzüge Ihrer Unternehmensstrategie dar. Gehen Sie kurz darauf ein, welchen besonderen Nutzen Ihr Produkt bietet und mit welchen Mitteln Sie den Markt erobern wollen.

Im Abschnitt Geschäftsidee geht es dann um Ihre Vision. Erläutern Sie Ihre Geschäftsidee und Ihre Motive. Stellen Sie die Nah- und Fernziele Ihres Vorhabens dar. Und beschreiben Sie das Produkt- oder Leistungsziel sowie den besonderen Kundennutzen. Beantworten Sie also die Frage, wozu man Ihre Firma braucht und warum Sie besser sind als die Konkurrenz. Auch Angaben zu Ihrem Team, zum Firmennamen, Ort des Hauptsitzes und der Gesellschaftsform können in diesen Abschnitt aufgenommen werden.

Markt und Wettbewerb

Bei der Darstellung Ihrer Marktposition empfiehlt sich eine Unterteilung in die Gliederungspunkte Markt, Zielgruppen und Wettbewerb. Gefragt ist eine detaillierte Analyse des jeweiligen Marktes, der Eintrittsmöglichkeiten in diesen Markt und der Marktteilnehmer. Marktanalyse heißt vor allem Marktsegmentierung und Ermittlung des Marktpotenzials. Grenzen Sie die für Ihre Firma relevanten Teilmärkte vom Gesamtmarkt Ihrer Branche sauber ab. Kriterien hierfür sind vor allem Alter, Einkommen und Herkunft Ihrer Zielkunden. Richten Sie Ihr besonderes Augenmerk auf die Zielgruppe, beschreiben Sie, welche Personen Ihr Unternehmen nutzen werden und warum. Denn von der Anzahl und vom Profil Ihrer zukünftigen Kunden hängt der Erfolg Ihres Vorhabens ab!

Rechtliche Vorgaben, die den Markt beeinflussen sollten ebenfalls dargestellt werden. Bei der Bestimmung des Marktpotenzials kommt es darauf an, den Umsatz der in der jeweiligen Teilbranche insgesamt erzielt wird und wie sich der Markt voraussichtlich entwickeln wird. Bei der Wettbewerbsanalyse gilt es, die Konkurrenz zu ermitteln und deren Stärken und Schwächen herauszuarbeiten. Nachdem Sie all diese Daten zusammengetragen haben, ermitteln Sie Ihren eigenen voraussichtlichen Marktanteil und Umsatz. Zahlen und Daten zu Ihrer Branche erhalten Sie bei Berufsverbänden, Marktforschungsinstituten, statistischen Bundesämtern sowie bei Ihrer Bank.

Marketing und Vertrieb

Mit einer guten Marketingstrategie haben Sie schon fast gewonnen. Hierbei geht es um die Frage, wie Sie Ihr Produkt unter die Leute bringen. Stellen Sie ausführlich, dar, welchen Marktanteil Sie anstreben und welche Erfolgsfaktoren dabei Berücksichtigung gefunden haben. Bei der Umsetzung bietet sich eine Untergliederung in Vertriebs-, Preis- und Kommunikationspolitik an.

Im Abschnitt Vertriebspolitik erläutern Sie die geplanten Verkaufsstrukturen. Legen Sie darauf aufbauend Ihre Preis- und Sortimentpolitik dar. Gerade das Produktmanagement ist für die Verkaufsförderung von großer Bedeutung!

Der Finanzplan

Für potenzielle Investoren ist Ihr Finanzplan natürlich ein wichtiges Entscheidungskriterium: Nur jemandem, der ein solides finanzielles Konzept vorweisen kann, vertraut man gerne sein Geld an. Ihr Finanzplan besteht aus Liquiditäts- und Kapitalbedarfsplanung. Einfacher gesagt: Gefragt ist eine Gewinn- und Verlustrechnung, die einmal für den „best case“ und einmal für den „worst case“  angefertigt werden sollte. Erstellen Sie einen Überblick über Ihre Ausgaben und legen Sie Herkunft und Verwendung der Mittel dar. Aus dieser Liquiditätsrechnung ergibt sich, in welcher Phase der Unternehmensgründung Sie wie viel Geld benötigen. Art und Herkunft der erforderlichen Gelder legen Sie dann im Kapitalbedarfsplan fest.

Runden Sie Ihren Finanzplan mit einer Break-Even-Analyse ab. Berechnen Sie, zu welchem Zeitpunkt die Einnahmen die Ausgaben übersteigen werden. Dieser Zeitpunkt ist Ihr Break-Even-Point. Besonders empfehlenswert ist es, Zahlen und Daten  graphisch in einem Säulendiagramm darzustellen.

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